And way down we go

Leider befinde ich mich immernoch auf dem Weg nach unten, ich komme zwar immer mal wieder ein Stückchen aus meinem Loch heraus, aber wenn ich falle, dann tief und tiefer. Obwohl der Lieblingsmann ganz toll ist, sich große Mühe gibt  und wir gute Gespräche haben…

Am Montag erreichten mich erneute Schwangerschaftsnews,die zweite Runde im Bekanntenkreis ist definitiv eingeläutet. Gefühlt bin ich nach dieser Nachricht ewig gefallen. Es tat unendlich weh. Es folgten viele viele dunkle Gedanken…

Dienstag ging es mir zwar besser, dennoch ist meine persönliche Grenze nun erreicht. Ich habe mir Hilfe gesucht. Nächste Woche hab ich den ersten Termin bei einer Psychologin. Zunächst einmal 5 probatorische Sitzungen… ich hoffe danach stabil genug für die nächsten Schritte zu sein. Je nachdem, was sie in den ersten Sitzungen zu Tage fördert, werde ich vielleicht eine Therapie beginnen. Die Therapeutin ist speziell auf Kinderwunsch spezialisiert und leider 100 km entfernt. Allerdings weiß ich, was die Therapeuten in unserer Nähe beim Thema Kinderwunsch teilweise so leisten… und mir ist die Gefahr zu hoch mit AllgemeinPlätzen und WunderGeschichten abgespeist zu werden.

Beim ersten Telefonat war mir die Therapeutin gleich sympathisch und ich hoffe, das bestätigt sich auch life. Sie zeigte sich sehr überrascht, dass ich jetzt erst,nach fast 4 Jahren, Hilfe suche. Sie war aber sicher, dass das ein Zeichen dafür ist,dass ich viel richtig mache. So sehe ich das im Prinzip auch – es geht mir momentan eher um das Trotzdem.


24 Gedanken zu “And way down we go

  1. Liebe Einstrich, ich habe dir gar nicht auf diesen Eintrag geschrieben: es tut mir so leid, dass es dir schlecht geht. Und es ist total normal. Sich Hilfe suchen ist sehr gesund, finde ich. Bin ja damals auch nach der Nachricht mit dem crossmatch zusammen geklappt. Ich denke, die Erfahrung, dass alles Kämpfen und Hoffen ganz umsonst gewesen ist, die geht einfach an die Substanz. Alles, alles Gute! LG Tina 🌷🌷🌷

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  2. Liebe Frau Einstrich,

    es tut mir sehr leid, was du zur Zeit durchmachen musst und ich wünsche dir sehr, dass du in einer Therapie Unterstützung und Kraft findest. Ich gehe auch seit etwa einem Jahr zu einer Therapeutin und habe damit gute Erfahrungen gemacht.

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  3. Liebe Einstrich, es ist ein so mutiger und starker Schritt sich Hilfe zu holen! Ein unerfüllter Kinderwunsch ist extrem belastend, vor allem wenn er sich schon so lange zieht wie bei euch. Mich haben die 3 Jahre auch fertig gemacht und es ist auch trotz der Geburt meines Sohnes noch nicht ganz verarbeitet.. Ein neuer Anlauf verlangt auch wieder nach Kraft & Energie, man muss sich ja leider immer auf alles einstellen. Ich wünsche dir dass es dir bald besser geht, ihr die Energie und Zuversicht findet weiter zu machen.. ich verstehe wie du dich gerade fühlst.. die 2. Runde im Freundeskreis wurde bei uns auch schon letztes Jahr eingeläutet, es tut so weh wenn die anderen einen in seiner Lebensplanung überholen 😔
    Ich denke an Dich!!!

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  4. Mir hat in meiner schlimmsten Kinderwunschphase eine Therapeutin gut geholfen! Über 1.5 Jahre hat sie mich begleitet und ich konnte bei ihr alles loslassen und habe viel geweint!

    Bei mir läuten auch grad gefühlt alle die zweite Runde ein. Ich hatte ja das unglaubliche Glück mit unserem Wunderbaby aber der Schmerz über deren Leichtigkeit des Schwangerwerdens sitzt noch tief!

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  5. Ach meine Liebe, ich kann dich so gut verstehen! Das mag jetzt absurd klingen, denn neben mir schlafen gerade meine beiden Wunschkinder, aber für das erste von beiden haben wir auch drei Jahre gebraucht. Und das war eine harte Zeit. Viele haben dann so „tröstliche“ Sachen gesagt wie „Es geht dir doch gut, du bist gesund…“ und nach den Fehlgeburten „Siehst du, es kann doch klappen! Jetzt musst du nur noch schwanger bleiben!“ – Schwachsinn, es ist wie bei Monopoly, wenn man ins Gefängnis kommt! In dieser Zeit hat mir jede Schwangerschaftsverkündung unsagbar weh getan, die wachsenden Bäuche waren für mich unerträglich! Und auch nach Hannahs Geburt versetzten mir alle Babynews einen Stich. Ich habe zwei Schwangerschaften und Geburten gebraucht um dieses Trauma zu überwinden.🙈
    Ich finde es sehr gut, dass du dir Hilfe holst! Schau doch mal auf die Seite von Franziska Ferber. Sie hat meiner Schwester nach einer Fehlgeburt (nach ICSI) geholfen. Soweit ich weiß, bietet sie auch Online Coaching an.
    Liebe Grüße und fühl dich gedrückt!

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    • Ich kenne Frau Ferber natürlich 😀. .. allerdings habe ich mich jetzt für jemand anderen entschieden. Ich war schon ein paar Mal auf ihrer Seite.. momentan brauche ich glaube ich den persönlichen Kontakt und München ist mir dann doch zu weit. Ich kann mir vorstellen, dass bei dir dann viele trösten wollten. Glücklicherweise bleibe ich momentan von ungebetenen Ratschlägen verschont…

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      • Das verstehe ich! Hoffentlich kann sie dir helfen!
        Mich hat mal ein Kollege gefragt, ob wir schon mal über Adoption nachgedacht hätten. Das fand ich damals fies…

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      • Ich finde das auch seltsam, dass die Leute das immer gleichsetzen. Adoption ist natürlich auch ein Weg der Familiengründung, aber kein Vergleich zu leibl
        Kindern. Ich kann mittlerweile die Statistik ziemlich auswendig und komme dann mit reiner Wahrscheinlichkeitsrechnung.

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      • Für uns kam Adoption nur als Ultima Ratio in Frage. Deswegen hat mich das auch immer etwas geärgert, das war so, als ob die einen schon aufgegeben hätten. Und so einfach ist adoptieren ja auch nicht…

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  6. Willkommen in meinem Club. Ich bin jetzt – nach 2,5 Jahren – in einem der tiefsten Täler meiner KiWu-Zeit angekommen. Und ich habe gerade keine Ahnung wie ich da wieder rauskommen soll. Auch ich überlege mir nun therapeutische Unterstützung zu holen, weil es so nicht weitergehen kann.
    Vor einem halben Jahr bin ich bei den Babynews von anderen teilweise echt zusammen gebrochen. Mittlerweile habe ich keinerlei Empfindung mehr, wenn ich eine neue Mitteilung bekomme. Weder Wut, Trauer noch Freude. Normal ist das auch nicht.
    Es ist definitiv der richtige Weg. Die Belastung ist einfach viel zu groß als dass man sie alleine bewältigen könnte. Zu dieser Erkenntnis bin ich jetzt auch gekommen. Ich wünsche dir gute Therapiestunden und ein ganz helles Licht am Ende des Tunnels. :-*

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    • Ich habe am Montag im Bett gelegen und geschrieen… dann war ich selbst schockiert über die Verzweiflung, die un diesen Schreien lag.. da wars mir endgültig klar. Und ich mag mein Leben zu sehr, als dass ich daran kaputt gehen will. Ich hoffe du findest ebenfalls gute Unterstützung! Wir brauchen alle helle Lichter 💫

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  7. Auch ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich hatte gerade innerhalb des letzten Jahres auch einige dieser schlimmen Phasen, in denen ich mich immer wieder fragte, „Was kommt jetzt noch? Und wann wird es endlich wieder gut??“. Ich habe mir in diesen Momenten auch Hilfe geholt und würde das immer wieder so tun. Gerade die Schwangerschaftsverkündungen haben es in sich…aber ich denke, man muss sich dann auch zurückziehen dürfen… Mittlerweile „gönne“ ich mir regelmäßig Dinge, die mir gut tun (Massagen zur Entspanng, Akkupunktur..). Auch wenn die Angst vor weiteren Tiefschlägen groß ist, so weiß ich aber mittlerweile, dass wir es auch aus den schlimmen Phasen wieder heraus schaffen.
    Und das schafft Ihr auch!
    Ich wünsche Dir alles, alles Liebe!!

    P. S. : Hast Du mal geschaut, ob es bei Euch in der Ecke eine Selbsthilfegruppe gibt?

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      • Sorry, dass ich jetzt erst antworte.
        Ja, ich gehe in eine solche Gruppe. Es tut gut, dort Personen zu treffen, die wissen und verstehen, wie es einem geht. Aber auch dank Menschen wie Dir, die mutig sind, ihre Gefühle und Erfahrungen zu teilen, fühlt man sich nicht mehr ganz so alleine und unverstanden. Danke Dir dafür!
        Wie geht es Dir denn heute?

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      • Na vielleicht probiere ich das irgendwann mal aus… so ne Gruppe ist ja zwanglos. Mir geht’s ok, danke der Nachfrage! 😀 ich komm ganz gut über den Tag, aber sobald das Thema auf unsere Situation kommt, werde ich weinerlich. Komisch, hätte anfangs nicht gedacht, dass mich der Verlauf der IVF so mitnimmt. Es liegt sicherlich aber auch an der Adventszeit, die finde ich schon seit Beginn des Kiwu schwierig.
        Liebe Grüße!

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  8. 😦 Wie gut ich dich verstehen kann. Wie gut ich doch weiß wie tief man fallen kann, wenn es ‚andere‘ nun schon die zweite Runde einläuten, wo du noch immer auf das erste Wunder wartest. Ich hab leider keine tröstenden Worte für dich, finde deinen Schritt aber richtig. Fühl dich trotzdem von mir gedrückt ❤

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  9. Das Lied ist eins meiner absoluten Lieblingslieder zur Zeit. Seit dem Tod meiner Oma höre ich mir das immer wieder an. Ich finde es furchtbar traurig und gleichzeitig aber auch irgendwie sehr „hoffnungsvoll“. Auf der Rückfahrt nach Berlin 1 Tag nach ihrer Beerdigung habe ich das Lied gehört, aus dem Fenster geschaut und war total traurig und trotzdem irgendwie total „zuversichtlich“ was die Zukunft angeht…

    Ich finde das super mit der Therapie und hoffe dass die Therapeutin dir gut helfen kann.
    Dass du aktuell so traurig bist ist mehr als verständlich, ich kann mir kaum ausmalen wie du dich gerade fühlen musst. 😔 Das tut mir so so leid für euch, ich hatte mir so sehr gewünscht dass es endlich klappt bei euch.
    Ich drücke dir fest die Daumen dass die Therapie dir hilft und du es schaffst dich viel abzulenken. 😘😘😘

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