Geburtsbericht, Teil 1

Bevor ich hier im Chaos versinke, weil der Lieblingsmann wieder arbeiten muss, will ich die freie Zeit noch nutzen, um Oles Geburt Revue passieren zu lassen.

Schon jetzt merke ich, dass die Ereignisse der letzten Wochen meine Erinnerungen trüben, daher fällt der Bericht vielleicht nicht gar so detailliert aus.

26.04.18:

Gegen 4:30 Uhr wache ich auf, irgendwie fühlt sich was komisch an… ich gehe auf Toilette und überlege lange, ob ich nun einen Blasensprung habe oder ob der Bub nur so ungünstig liegt, dass ich halt vor mich hin tröpfle. Schließlich entscheide ich mich für Variante 2. An Schlaf ist dennoch nicht mehr zu denken, denn ich bemerke eine erste Wehe, die ich aber nicht einordnen kann. Ich verziehe mich aufs Sofa und beschließe den Lieblingsmann schlafen zu lassen. Die Wehen kommen alle 30 Minuten und sind easy zu veratmen. Beim nächsten Toilettengang bemerke ich etwas Schleim und Blut und bin mir nun sicher, dass es heute losgeht. 😍 Vorfreude und Aufregung mischen sich und ich versuche mich weiter auszuruhen…

Als der Lieblingsmann aufwacht, informiere ich ihn, sage aber gleich, dass es bestimmt noch dauert. Wir frühstücken. Irgendwie verbringe ich den Morgen… vermutlich vorm TV?! 🤔 Gegen 11 Uhr gehe ich in den Garten und wir bepflanzen noch einige Schalen und unsere Balkonkästen – ich ahne, dass das die letzte Chance ist. Zur Mittagszeit kommen die Wehen alle 15 Minuten und ich veratme sie noch immer locker. Ich bin geistig total gelassen und vertraue auf mich und meinen Körper. Nach dem Essen beschließe ich den Wannentest zu machen… die Abstände werden wieder größer, dafür werden die Schmerzen intensiver. An den Nachmittag kann ich mich kaum erinnern. Aber als die Wehen stärker werden und ich leicht jammere, ist Fritz dezent irritiert.

Abends gegen 18 Uhr kommen die Wehen im 7 Minuten Takt und ich veratme sie tönend. Ich kreise auf dem Ball UND HABE HUNGER! 😂 Der Lieblingsmann will gerne los, ich bestehe darauf, Strammen Max zu kochen und erst zu essen und erinnere an die Worte der Hebamme: Wer noch Hunger hat, ist noch nicht unter der Geburt. 😉 Wobei ich schon froh bin, nicht mehr allein zu sein. Nachmittags war der Lieblingsmann nämlich kurz weg und das fand ich gar nicht lustig…

Jedenfalls sagt der Lieblingsmann dann, dass ER nun ins Krankenhaus möchte 🤣🙈, ich gebe nach und ziehe mich an – die Wehen kommen alle 5 Minuten. Sie tun weh, aber so richtig glaube ich nicht, dass es nun losgeht. Der Lieblingsmann macht dezent Druck, dass er nun los will. Im Auto sage ich noch, dass sie uns sicher wieder heim schicken und komme mir blöd vor, jetzt schon ins Krankenhaus zu fahren (die Wehen hören sogar kurz auf)… von wegen die Geburt verpasst niemand und du weißt, wenn es echte Wehen sind…😉

Im Kreißsaal empfängt uns Almuthe (eine alte Hebamme mit Perlenkette, Föhnwelle und perfektem ﹰMakeup- wir kennen sie schon vom Wochenende und freuen uns riesig, dass sie Schicht hat. 😊) Wir dürfen in „unseren“ Kreißsaal und schreiben erstmal ein CTG. Das zeigt ordentliche Wehen im 5 minütigen Abstand. Mir geht es immernoch super und Almuthe lobt mich und sagt, dass das was wird. 😘 Ich verstehe gar nicht, was sie meint… bis sie den Lieblingsmann losschickt, um mich anzumelden. Sie stehen vor dem Kreißsaal. Er fragt noch, ob stationär oder ambulant. Und Almuthe antwortet sehr amüsiert… natürlich stationär. Sie bekommt ja ein Kind.

Plötzlich verstehe ICH die Situation. Ich strecke den Kopf aus dem Kreißsaal und schaue sie verblüfft an… nur zur Sicherheit frage ich nochmal, ob sie sich sicher ist, dass das jetzt diese Geburt ist. 😂🙈😂🙈

bitte fragt mich nicht, warum ich es ewig nicht gecheckt habe… ich vermute, weil bis dahin alles so einfach verlief… Die Hebamme tastet mich ab. Wir sind bei einem knappen Zentimeter. Sie ist total erstaunt, dass ich noch nicht ins Krankenhaus wollte, denn bei diesen Wehen könnte sich da schnell was tun. Kindchen du bist verrückt, sagt sie und lacht. 😄

Wir informieren noch meine Eltern und die beiden Patinnen wo wir sind und dass es mir bisher super geht. Alle wünschen mir alles Gute und viel Kraft.

Es ist gegen 20 Uhr und ich denke, dass bald alles gut wird und ich Mama bin…

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9 Gedanken zu “Geburtsbericht, Teil 1

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