Stillgeschichten Nr. 2

Es ist doch wirklich erstaunlich, welche Prognosen „Fachpersonal“ so stellt.

Ich war heute bei meinem Rückbildungskurs in der Klinik bei uns am Ort (wo ich nicht entbinden wollte) bei der dort leitenden Hebamme. Eine Frau, die auf den ersten Blick sehr nett und kompetent wirkt… wir kamen zum Thema Stillen und alle anwesenden Mamas gaben an im 4-Stunden-Rhythmus zu stillen, ein anderes 12 Wochen altes Baby hatte sogar seit 5 Stunden nichts mehr getrunken… anerkennendes Nicken der anderen Mütter, die alle dort entbunden hatten und gemeinsam auch im Vorbeitungskurs waren. Dann erwähnte ich, dass wir teilweise stündlich stillen, wenns heiß ist auch kurzzeitig öfter. Blankes Entsetzen in den Gesichtern der anderen. Das gehe ja gar nicht. Und gerade am Anfang habe man wunde Brustwarzen gehabt und da war der 4 Stunden Takt schon zu viel… Ich fragte nach, ob ihre Babys denn nicht geschrien hätten. Gerade am Anfang auch öfter trinken wollten. Nein. Nie. Keines. Man stelle sich vor, keines der anderen 6 Babys hat in seinem bisherigen Leben aus Hunger geweint. Und alle diese Kinder haben einen min. 3 stündigen Rhythmus. Erstaunlich.

Die Hebamme mischte sich ein: Seh’n Sie meine Damen, das sind die Mütter aus dem babyfreundlichen Krankenhaus, sagte sie und schaute mitleidig zu mir. Ich armes dummes Ding, unterjoche ich mich doch dem Willen meines Kindes.🤦🏼‍♀️ Man wies mich daraufhin, dass mein Sohn ja unmöglich so oft hungrig sein könnte. Und aus Durst zu stillen oder gar – Gott verhüte- zur Beruhigung des Kindes… ich armes dummes Ding. 🙄

Und da wir schonmal so schön dabei waren, ging’s gleich noch ums Tragen. Außer mir trugen nur 2 andere Mütter. Beide im Babybjörn. Beide jammerten über ihren Rücken. Die Hebamme hinterfragte, warum man überhaupt trage, wenn es einem doch Rückenprobleme bereitet.

Ich erwiderte, dass es ja Trageberatung gäbe (und Babybjörn nicht so gut sei – wobei sich alle nur für die mütterlichen Rücken interessierten…) und dass wir teilweise auf 6 Stunden täglich kommen – ohne große Probleme. Ole will nun mal manchmal nicht in den Kinderwagen und er kann nur an uns bzw. an der Brust einschlafen.

Daraufhin blickte die Hebamme wissend in die Runde und sagte, dass es ja solche Mamas gäbe, die sich dann dem Willen des Kindes beugen. Und dass diese Kinder dann irgendwann im Supermarkt an der Kasse schreien, weil sie dieses und jenes nicht bekommen.

Ich sah sie direkt und sagte, dass ich ja auch vorhätte mein Kind komplett zu verziehen. Es sei schließlich ein Lehrerkind.

Diese Information brachte ihr Weltbild kurz ins wanken. Dass ich Lehrerin sei, hätte sie ja nun nicht gedacht. Und dass Lehrer ja eigentlich wissen müssten, wie es geht. Sie versicherte sich auch gleich bei der anderen anwesenden Lehrerin, dass diese das aber nicht so macht. Und dann fragte sie schlau weiter, ob Ole dann wohl auch nicht in die Schule müsse, wenn er später keine Lust hat.

Und weil ich durch das Gespräch so unglaublich gut drauf war, erwiderte ich: Nein muss er nicht und dass es ja eine sehr gute Montessori Schule in der Nähe gäbe.

Und plötzlich wird mir klar, was mir schon die ganze Zeit dämmerte: Kinder, die nicht ins System passen, brauchen starke Eltern, die sie nicht verbiegen, sondern für sie passende Wege suchen…

Dass mein Sohn sich in der Zeit, in der die anderen Babys nur rumlagen und schauten, sich schon 2 mal gedreht hatte und dass er den Elefanten (den ich ihm unter großem Staunen der anderen aufgehängt hatte) bereits mehrfach greifen und zum Mund führen konnte, bemerkte die Hebamme zwar auch, ignorierte es aber gekonnt, weil das ja auch nicht ins System passte. 😉

Ach ja und Hebammen und ich… das läuft wohl auch nicht so recht. 😂

Stille Grüße von Frau Mutterherz 💕

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44 Gedanken zu “Stillgeschichten Nr. 2

  1. Liebe Frau Mutterherz,

    ich kann mich den vorigen Kommentaren sehr gut abschließen. Und: mir ist es bei meinen beiden Kindern praktisch in allen Gruppen so gegangen. Zum Glück habe ich auch noch sehr bald zwei Gleichgesinnte gefunden, mit denen ich mich oft austausche. Ich weiß nicht, ob ich es sonst so gut durchgehalten hätte, diesen Weg „gegen den Strom“ zu gehen.

    Wie oft hab ich mich schon gefragt, wie das sein kann, dass das bei den anderen Mamas und Babys so „problemlos“ läuft. Lassen sie sie doch schreien? Haben die Babys schon aufgegeben? Das ist mir echt rätselhaft. Inzwischen denke ich auch, jedes Babys passt schon zu seiner Mama. Es ist eben auch ein Wechselspiel, eine Beziehung, die sich entwickelt.
    Aber manchmal möchte ich da schon gerne „Mäuschen spielen“ 😉

    Alles Liebe für euch

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  2. Es wurde alles schon gesagt. Es ist ein Trauerspiel. Du machst das super. Ich wär vermutlich nicht mal ausgetickt, sondern wäre defensiv geworden. Und dann wäre ich nach Hause gegangen und hätte ich mich schlecht gefühlt, weil ich alles falsch mache. So ein Käse! Einatmen. Ausatmen. Weitermachen.

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  3. Erschreckend, dass eine Hebamme so fortbildungsresistent sein kann… Und dann ist sie noch so ein Multiplikator ihrer Ansichten 😦
    Zum Thema ist wohl alles schon gesagt. Wir sind übrigens auch überzeugt, bei unserem Kind (und anderen Kindern auch oder eben leider nicht) die Spuren eines menschenwürdigen Umgangs mit ihnen zu erkennen.

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  4. Ich bin sprachlos. Gesagt wurde auch schon alles. Mach weiter so, diese Welt braucht endlich starke Mütter die für ihre Kinder einstehen 💪🏻

    Wir hatten heute u5 und der Arzt fragte, welche Milch Raphael bekommt. Ich bin mir nicht sicher, aber entweder hab ich gesagt, meine oder Muttermilch. Dann die Frage, zu 100%? Jepp, für Beikost ist er noch nicht bereit. Das wars. Voll langweilig, ich habe mit mehr Gegenwind gerechnet. 🤣🤣🤣

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    • Ja als späte Stillmama ist man schon fast exotisch, nur 20 % stillen bis zum 6. Monat hieß es letztlich im Beikostvortrag.

      Da werd ich auf mein Bauchgefühl hören. Momentan denk ich er bekommt ab dem 5. Monat schon mal Pröbchen… nicht weil ich Abstillen will, sondern weil er den Löffel gern mag und sich jetzt schon fürs Essen interessiert.
      Er nimmt auch seine probiotischen Mittel vom Löffel

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      • Ja, das stimmt. Raphael ist mir der älteste im rübi aber ich geh da einfach mit gutem Beispiel voran 😅 wobei bei uns glaub echt fast alle noch stillen, auch die älteren.

        Oh, gibst du was probiotisches wegen dem ks? Ich habe mich da erst vor kurzem so halb belesen, aber steig da nicht ganz so durch 🧐 ob man das jetzt zum Beispiel auch noch machen könnte.

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      • Ja genau, Ole hatte ja so Probleme und deswegen machen wir eine DarmAufbaukur. Er verträgt es gut und es soll auch für später das Immunsystem stärken. Das kann man jederzeit machen, auch mit Kleinkindern, wenn sie viel krank sind.

        Ich schreib mal nen Artikel die Woche, was wir so geben. 😉

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      • Ah super danke 🙂 wir hatten ja auch probleme, wovon viele aber von devit kamen. Mit dem Öl ist es jetzt schon viel besser, aber gerade für später und für das Immunsystem möchte ich da noch vorbeugen weil es ja schon Antibiotika nehmen musste und durch den ks auch noch darmbakterien fehlen.

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  5. Wenn man ein Baby nach Bedarf stillt und trägt, könnte es also später an der Supermarktkasse Wutanfälle kriegen? Also übersetzt: Wenn du dein Baby babygerecht behandelst, kann es sein dass es sich im Kleinkindalter kleinkindgerecht benimmt? Wow. Da sag mal nicht, man hätte dich nicht gewarnt, ne? 😂
    Mal im Ernst. Dass die Hebamme ihren Kompetenzbereich überschreitet (ich nehme mal an, sie ist nicht zufällig auch Pädagogin oder Entwicklungspsychologin?) und derartige hanebüchenen Prognosen für die Zukunft gibt ist eine Sache. Die andere ist, dass sie innerhalb ihres Fachbereichs leider auch nicht glänzt. Selbstverständlich können Babys innerhalb einer kurzen Zeitspanne wieder Hunger und Durst haben. Der Magen ist zu Beginn nun mal sehr klein. Wir haben im Geburtsvorbereitungskurs Modelle gezeigt bekommen, wie sich der Magen erst von winzig klein bis langsam größer werdend entwickelt. Von dem Bedürfnis nach Trost, Nähe und Beruhigung mal ganz zu schweigen.
    Ach, eigentlich nur traurig, zu sehen welches Bild in vielen Köpfen noch vorhanden ist. Die Überzeugung, dass kleine Menschenkinder böse und manipulativ zur Welt kommen, und man ihnen gleich mal zeigen muss, wo es lang geht. Nicht dass die frechen Biester noch auf die Idee kommen, sie und ihre Befindlichkeit wären einem wichtig oder sie hätten auch nur ein Körnchen an Mitbestimmung verdient…
    Ist ja schön für die anderen Mütter *falls* sie wirklich alle so ruhige leicht zufriedenzustellende Kinder haben. Und wenn es nicht so wäre? Wenn ihre Kinder schreien und weinen würden? Würden sie sie dreieinhalb Stunden weinen lassen, bis Ihnen wieder der Hunger fürs Stillen zugestanden wird? Würde die Hebamme das empfehlen?
    Wir bekommen übrigens alle Nase lang von verschiedensten Menschen (Familie, Campingplatznachbarn, Kinderärztin, Fremden an der Supermarktkasse (huch!) gesagt, was wir für ein freundliches fröhliches ausgeglichenes Kind haben. Das ist sicherlich nicht allein auf unseren Umgang mit ihm zurückzuführen, sondern auch eine Typsache. Aber in dem Zusammenhang einfach mal erwähnenswert.

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    • Ich danke dir für diese brilliante Zusammenfassung der kindlichen Entwicklung, das werde ich definitiv nächstes Mal ins Feld führen. 😊

      Ja in meinem babyfreundlichen Krankenhaus hat man uns die Magenmodelle auch gezeigt. Und ich hätte den Damen das auch eigentlich alles ausführlich erklären können, aber da ich schon merkte, dass sie ihre Kinder nur nach „Aufwand“ beurteilen, d.h. gute Kinder machen wenig Aufwand, hab ich mir meine Energie lieber für mein „böses“ aufwändiges Baby gespart. 😉

      Und wir haben von unsrem KH so eine Broschüre „stark durch Bindung“ bekommen, die werde ich eventuell nächste Woche mal unauffällig liegen lassen.😉🤣
      Lg

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      • „Gute Kinder machen wenig Aufwand“ – wenn ich das schon lese! Da möchte man der Hebamme und den anderen Müttern doch mal gepflegt eine schmieren…

        Entschuldige die Aggression. Wie ist‘n das jetzt? Meine Tochter hat vorhin eine Stunde gemeckert und gejammert vor Müdigkeit, bevor sie auf meinem Schoß eingeschlafen ist. Ist sie jetzt ein schlechtes Kind? 🤔 oder bin ich eine schlechte Mutter, weil ich sie jetzt auf mir schlafen lasse, wenn sie das doch offensichtlich braucht? 🤔

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      • Ja wahrscheinlich ist beides schlecht schlecht schlecht.. leider ist sie jetzt wohl für immer verdorben und du solltest den Staatsschutz schonmal informieren… vermutlich plant sie die Weltherrschaft an sich zu reißen 😂😘

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  6. Unfassbar. Ich bin sprachlos.
    Nebenbei bemerkt wird bei uns im babyfreundlichen stillfreundlichen Krankenhaus anfangs minimum alle 3h gestillt. Wenn die Kinder öfter wollen, dann öfter, aber um die Milchbildung richtig anzukurbeln sollte man anfangs spätestens nach 3h anlegen. Und es ist total normal dass die Kinder (vor allem in den ersten Wochen und vor allem abends) clusterfeeden und dann teilweise auch mal 2,3 Stunden am Stück immer wieder trinken. Das haben sooo viele Kinder!
    Und die haben das alle angeblich nie gehabt? Statistisch gesehen krasser Zufall und am babyfreundlichen Krankenhaus lags definitiv nicht. 😅🙈 Das wär ja schön wenn man nur in nem babyfreundlichen Haus entbinden müsste und dann klappt das Stillen problemlos und dann auch noch nur alle 4h. 😅
    Dazu wie babyfreundlich deren Einstellung zum Tragen ist sag ich mal nichts… Und was ist babyfreundlich daran zu sagen das Kind dürfe die Brust nicht zur Beruhigung haben?
    Und überhaupt… die Frau ist offensichtlich in ihrem Beruf ziemlich verkehrt…

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      • Ach ich bin ja blöd. 😅🙈🙈🙈🙈🙈🙈 Hatte es andersrum verstanden.
        Gut, macht so mehr Sinn. 😅 Trotzdem ist die Frau einfach nur falsch in ihrem Beruf. Traurig was für Menschen sich Hebamme nennen dürfen und armen Müttern für Sachen in den Kopf setzen. 😖

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      • Wie gesagt, sie ist sogar die leitende Hebamme. Die Hebamme, die mich in der Geburt betreute, meinte zu uns, dass sie nie in diesem KH arbeiten könnte (hat uns den Grund aber nicht gesagt), jetzt weiß ich warum…

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  7. Ich glaube, da würde ich nicht mehr hingehen… Lass dich nicht verunsichern und geh den Weg, der für DICH und Ole am besten passt! So ein Quatsch was die Tante da erzählt hat…

    LG Kaya
    (die auch gestillt hat, wann das Baby es wollte und getragen hat und auch sonst so wie sie es wollte gehandelt hat. Ja, mein Kind wirft sich grad gerne im Supermarkt auf den Fußboden und brüllt den Laden zusammen, aber trotzdem (oder grade deswegen) finde ich sie super. )

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  8. Das gibt’s doch nicht, dass eine Hebamme so drauf ist und eine Gruppe frischgebackener Mamas derart polarisiert! :/ Ich hätte ihr meine Meinung gesagt und wäre nie wieder hin gegangen. Aber wenn man wegen des fehlenden Angebots gezwungen ist, ist das natürlich schwierig und eine echt beklemmende Situation.

    Was den Stillrhythmus angeht ist unser Kleiner auch völlig abgedreht: Manchmal kann ich jede Stunde stillen, besonders wenn wir mit dem Großen draußen unterwegs sind (Durst). Abends ist er dann auch mal so aufgedreht, dass ich ihn alle zwanzig Minuten anlege (beruhigen). Und dann schläft er, worüber ich gar nicht so glücklich bin, auch mal die Nacht durch, so von zehn bis fünf. Manchmal gibt’s um drei, halb vier noch einen Boxenstopp, aber eher selten.
    So unterschiedlich sind die Babys halt. Warum ist das für manche Leute so schwer anzunehmen und warum entwickeln Mamas dann so oft diese fiese Stutenbissigkeit…?

    Lass dich nicht beirren. Wir Lehrer wissen doch selbst am besten, wie es geht… 😉 😉 😉

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      • Geht so. Für manche ist es sinnvoll. Andere brauchen es nicht. Ich konnte direkt nach der Geburt wieder auf einem Bein und auf den Zehenspitzen Stehen und durch die anderen Sachen, die ich hatte, durfte ich nach ärztlicher ansage keine Rückbildung machen 😂 durch Alltag mit Baby kam der Rest dann sowieso allein. Als ich nach 6 Monaten gedurft hätte, war es nimmer nötig.

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  9. Oh Mann, das ist ja ein Kurs und eine Hebamme! Schade, dass Du den Kurs nicht wechseln kannst, würde ich sonst auf der Stelle tun. Ich bin froh, dass meine Hebammen offen für alles waren und auch meine „Mitstreiterinnen“ waren alle in Ordnung. Schade, eigentlich sollte so ein Kurs auch Freude machen. 😦

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  10. Eine absolut bodenlose Frechheit. Dass du da so ruhig geblieben bist. Meine Tochter ist jetzt zwei. Heute hatte sie Fieber. Ich höre wütendes schreien aus dem Gang. Da versucht sie doch unsere alte Trage aus dem Korb zu zerren. Und ich hab sie dann getragen- so lange sie wollte. Als könnte man sein Kind durch Tragen, Nähe geben und Stillen verziehen….
    Ich bin übrigens auch Lehrerin und stimme dir in allen Punkten zu. Nur wär ich nie so ruhig geblieben…
    Liebe Grüße, du machst das super!

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    • Naja wir hatten schon ne Pekip Stunde mit viiiiel Weinen hinter uns und Ole hat seit letzter Woche nen Schub und weint dauernd.. ich hab mir dann einfach gesagt, dass er jetzt ne ruhige Mama braucht und dass er ja das glückliche Kind in der Runde ist! Und ich hab an all die Jahre gedacht, die ich gebetet habe endlich schwanger zu werden… ☺ und nun ist er da, und ich stille, trage und liebe ihn so viel ich kann und will. 😍

      Dass deine Maus ihr Bedürfnis so toll ausgedrückt hat, finde ich mega. Lg

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  11. Hallo Frau Mutterherz, es klingt so unglaublich, dass ich es fast nicht glauben kann – hast du vielleicht aus Versehen eine Zeitreise in die Achtziger gemacht? 😂 Jedenfalls finde ich es toll, dass du dich nicht hast verunsichern lassen. Unglaublich.

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  12. Waaaas?!? Das hast du wirklich erlebt und bist so ruhig geblieben??? Gehst du wieder hin, oder suchst du dir einen anderen (babyfreundlichen 😉) Rückbildungskurs? Das ist wirklich unglaublich… und traurig… und es zerstört ein bisschen mein Weltbild …
    Ich habe mein Kind die ersten drei Monate fast ausschließlich getragen. Den ganzen Tag lang. Im Tragetuch. Ich hatte nicht einen Tag Rückenschmerzen. Seltsam 🤔🙃
    Aber du hast vollkommen recht, besondere Kinder brauchen besonders starke Mütter. Ich kenne das. Meine Tochter ist jetzt 32 Monate alt und ich habe so gut wie immer versucht ihren Bedürfnissen gerecht zu werden und mache das auch immer noch. Ich persönlich finde, sie ist wirklich nicht verzogen oder sonst etwas. Aber komisch angeschaut wird man teilweise trotzdem. Schade eigentlich. Aber da zeigt es sich wieder mal, niemand wird so kritisch beäugt wie Mütter und eigentlich kann man nur alles falsch machen 😅
    Ich finde du machst das großartig und bleib weiterhin so schlagfertig 😘

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    • Danke 😘 ja leider hab ich das wirklich erlebt. Und es hat mich auch irgendwie mitgenommen und traurig gemacht… aber ich vertraue weiter auf mich und anders wäre es ja auch gar nicht möglich. Leider hab ich ja eh schon um einen Platz in dem Kurs gekämpft, denn das ist hier Mangelware.
      Ich geh noch 3 mal hin: nächstes Mal werde ich mal was zum Einschlafen sagen und danach Bio-Gemüse aus nachhaltigem Anba, selbstgekochter Brei und dann fair trade Kleidung und Secondhand 😉 oh man – ICH bin die seltsame ÖkoMami 🤣🤣🤣 über die ich immer geschmunzelt hab.

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      • Das hört sich nach einem brillanten Plan an 😂 bitte mach das und berichte uns davon 😉
        Ja, leider sind Rückbildungskurse echt Mangelware…
        Wir haben was abegfahrenes gemacht und zwar baby led weaning. Das Kind mochte einfach keinen Brei und ich habe auch echt alles gegeben – bio und selbstgemacht in allen Varianten. Meine Schwiegermutter hat das mit dem Brei bzw dem Mangel an Brei -bis heute noch nicht verwunden 😂
        Und gebrauchte Klamotten sind super. Auch bei Spielzeug habe ich sehr viel gebraucht gekauft.
        Ein Hoch auf die “konventionellen Öko Muttis“ 😉

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      • Bei uns hat das BLW wunderbar funktioniert… Es gab zwar nebenher auch noch Brei aber im Großen und Ganzen hat unser „Kleiner“ mit spätestens 1,5 Jahren fast alles (natürlich zerkleinert – nicht püriert) mitgegessen. Ich kann es nur empfehlen!
        Achja: Er hat – m. M. nach dadurch – auch bis zur typischen Phase im Kiga auch wirklich bis auf ein bis zwei Ausnahmen alles gegessen.

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  13. Da muss ich jetzt glatt drauf antworten.. Ich erkenne mich selbst in dieser „Erzählung“ wieder und ich kann euch nur bestärken, dass ihr alles richtig macht! Dieser Weg ist sicherlich nicht der einfachste, aber der mit vielen „Erfolgsmomenten“. Unser Minion ist jetzt 5 und an einigen seiner Verhaltensweisen erkennen wir erstmals unsere kindorientierte Erziehung. Es ist nicht leicht, sich gegenüber der konservativen Lehrbucherziehung damit durchzusetzen, aber für euch und Ole solltet ihr diesen Weg auf jeden Fall beibehalten – ihr werdet es sehr bald merken. Außerdem macht ihr das generell ganz toll mit dem kleinen Mann, da sollen so Doofis mal gar nicht meckern. Ganz liebe Grüße, Alice, 26 und Mami vom Minion (5)

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      • Bei unserer fast 4 jährigen merkt man es deutlich. Sie ist sehr verständig, und trotz der täglichen emotionalen Achterbahn, die ein Kleinkind nun mal mit bringt, auch sehr nachsichtig mit uns. Das heißt man kann sie aus ihrer Wut/Trauer relativ schnell heraus holen, sie lässt mit sich reden, geht Kompromisse ein(wenn man erstmal zu ihr durchgerungen ist). Ich habe das Gefühl, dass sie sich mittlerweile genauso bemüht uns zu zuhören, so wie wir es von Anfang an bei ihr auch versuscht haben. Und sie war schon immer ein sehr willens starkes Kind. Also kein Einsteiger Exemplar,so wie euer Ole. (-; Ich bin mir jedenfalls sehr sicher, dass es sich gelohnt hat diesen vermeintlich schwierigen Weg zu gehen. Ich finde, du machst das toll!

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      • Er ist nicht so „unverschämt“ wie einige andere Jungs in seinem Alter, er ist friedfertig, versetzt sich in die Lage anderer und tröstet auch, sagt es eenn er mal was falsch gemacht hat, ist ein absoluter Sonnenschein. Er hat es natürlich auch mal faustdick hinter den Ohren, aber das ist meistens nur kurzzeitig oder in einem Schub. Er verhält sich einfach ganz anders als viele seiner Freunde. Ich weiß gar nicht wie ich es genau beschreiben kann, aber ihr werdet es sicher bei Ole auch merken.

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