Stillgeschichten Nr. 5 – Zwiemilch und Kuschelzeit

Heute wollte ich euch nochmals berichten, wie wir Brust und Fläschchen kombinieren. Mittlerweile fahren wir schon 3 Monate diese Zwiemilch-Taktik und ich bin sehr glücklich damit. Zufüttern muss also eindeutig nicht der Beginn des Abstillens sein. 😘

Ole akzeptiert zwar alle Saugerformen, aber am besten klappt es mit den runden – brustähnlichen – Saugern. Tagsüber, wenn Ole wach ist, füttern wir in der üblichen Variante bzw. in allen möglichen Positionen: Ole hält das Fläschchen auch teilweise selbst.

Im Bett allerdings, wenn mein Spätzchen zum Einschlafen stillen möchte, muss ich etwas kreativer sein, denn eigentlich möchte er dann hauptsächlich Brust, aber leider kommt da eben zu wenig Milch, weshalb er im übermüdeten Zustand dann schnell unleidlich wird. Deshalb halte ich in solchen Situationen immer das Fläschchen bereit. Wenn der erste Milchspendereflex vorbei ist und erstmal keine Milch mehr kommt, halte ich den Sauger ganz nah neben die Brust- entweder wechselt Ole selbstständig oder ich warte bis er kurz abdockt und „schummle“ dann den Sauger in Position. 😉 Er trinkt dann auch auf der Seite im Liegen, wie beim Stillen in Liegeposition. Sofern er nicht schon dabei einschläft, bekommt er anschließend nochmals die Brust zum Einschlafen.

Diese Variante machen wir vor allem beim Mittagsschlaf und abends, aber neuerdings auch teilweise morgens. Ich finde sie sehr kuschelig und innig und finde es daher gar nicht mehr schlimm zuzufüttern. Und mein Baby bekommt wenigstens noch etwas wertvolle Muttermilch! Abstillen kann ich mir gerade auch noch nicht vorstellen… ich finde, dass die Doppelstrategie nur Vorteile bringt.

Den Fläschchen-Aufwand hätte man sowieso, wenn man komplett abstillt und so habe ich notfalls unterwegs doch immer was für Ole dabei. Als ich so erkältet war, bekam er übers Stillen meine Antikörper und wurde selbst nicht krank. Ich konnte dafür nachts mal „ausschlafen“ und mich schneller erholen, da der Lieblingsmann eine Stillrunde durch Fläschchen ersetzen konnte. Momentan zahnt Ole ganz arg und verweigert manchmal alles außer Brust… er hat es sogar geschafft die Produktion wieder etwas mehr anzuregen. 😊 Dennoch bleiben mir wunde BW erspart, da ich bei großem Durst zufüttern kann.

Sicherlich wäre es mir am liebsten, ich hätte mehr Milch und wir könnten so effektiv stillen wie zu Beginn. Aber so ist es auch gut und ich kann euch nur ermutigen, die Zwiemilch bei Problemen dem kompletten Abstillen vorzuziehen.

Seit dem wir in seinem Zimmer die Kuschellandschaft haben, ist es sowieso meist ganz innig und entspannt. Wenn ich morgens noch sehr müde bin oder abends völlig platt, dann gehen wir dorthin. Ich kuschel mich in eine Decke auf eine Matratze und entspanne einfach oder lese… Ole krabbelt neben mir oder rollt sich über die Matten oder spielt auf dem Teppich.

Sofern er sich nicht am Stuhl hochzieht, kann ich einfach sitzen bleiben. Ich habe eine Woche lang mit ihm geübt aus dem Stand wieder auf die Knie zu kommen und daher braucht er selten Hilfe… der Rest des Zimmers ist so babysicher, dass man nicht permanent aufspringen muss. Ole genießt seine Selbstständigkeit und ich meine Auszeit… 😍 wenn er genug hat, kommt er zum Stillen und schläft dann bei mir ein. Ich kann ihn dann auch alleine lassen und das Babyfon ins Zimmer stellen. Falls ihr also auch so ein agiles Baby habt, kann ich euch eine solche Kuschellandschaft nur ans Herz legen – Wir alle finden sie super!

Tipp: Faltmatratzen sind günstig und platzsparend, aber oft sehr dünn. Wir haben unser Gästebett geplündert und zusätzlich Turnmatten gekauft. Die Lichterkette und die Polster und Matten arrangieren wir immer mal neu, damit es auch aus der Babyperspektive spannend bleibt. 😊

Eine kuschlige Adventszeit wünscht euch Frau Mutterherz 💕

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6 Gedanken zu “Stillgeschichten Nr. 5 – Zwiemilch und Kuschelzeit

  1. Schön, dass du dich inzwischen mit der Zwiemilch Variante des Stillens bzw Fütterns angefreundet hast ☺️
    Ich musste das bei der Großen auch so machen, allerdings nach vier Wochen schon. Und bei dem Kleinen bin ich direkt so eingestiegen. Nur dieses Mal ohne schlechtes Gewissen und einer Hebamme, die voll hinter mir steht statt mich zu verunsichern. Wichtig ist, dass das Kind satt wird und überhaupt Muttermilch bekommt.
    Liebe Grüße und alles Gute weiterhin

    Gefällt 1 Person

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