Eingewöhnung Tag 8

Wieder eine Stunde, wieder Tränen bei Ole. Er lässt sich immer wieder beruhigen, aber fängt halt auch immer wieder an.

Morgen gehen wir trotzdem um 8 schon zum Frühstück, weil ENDLICH das Erstgespräch mit der stellvertretenden Leitung ist. (Mit 3 anderen Mamas.) Das Büro ist zum Glück neben dem Gruppenraum, wir sind also im Notfall da.

Gestern hab ich dann noch erfahren WIE schlimm der Personalmangel der Kita wirklich ist. Uiuiui.😐😱

Unsere Nächte sind momentan auch sehr schlecht, Ole weint viel, will rund um die Uhr stillen und zu allem Überfluss bin ich nun auch noch krank.

Läuft bei uns. 😂🤦‍♀️ und dann erinnere ich mich wieder an den Ring des mächtigen Königs, der einen alles ertragen lässt:

Die Inschrift: Auch dies geht vorüber.

Wir schauen jetzt mal, was diese und nächste Woche bringen. Den Bericht unterbreche ich hier, denn so wahnsinnig spannend ist das sicher nicht für euch…

Einen kleinen Nachtrag habe ich noch: Tatsächlich gab es Menschen in den letzten Wochen, die uns fast vorwurfsvoll sagten, das Kind hätte es bei uns einfach zu gut gehabt und zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Unsere ehrliche Antwort: Ein Kind kann es nie zu gut haben! Es kann nie zu viel Fürsorge, Liebe und Aufmerksamkeit bekommen. Und was wäre die Alternative? Das Kind ein Jahr schlecht behandeln, damit es sich dann über die Kita freut? Seltsame Vorstellung.

13 Gedanken zu “Eingewöhnung Tag 8

  1. Das ist echt faszinierend, wie unterschiedlich es läuft. Natürlich sieht jeder nur seinen eigenen „Fall“ und das sind alles Einzelschicksale, von denen man nicht auf alle schließen kann. Daher glaube ich schlicht und einfach nicht, dass es NUR am Alter liegt. Gerade ein so aufgeschlossenes Kind wie eures, damit hätte ich nicht gerechnet. Wir gewöhnen gerade unseren 20 Monate alte Sohn ein, der eher schüchtern und zurückhaltend ist, und es läuft wie am Schnürchen. Am dritten Tag hat er mich schon gar nicht mehr beachtet, als ich für eine Viertelstunde weg gegangen bin, und heute habe ich ihn nur abgeliefert und er kann schon bis zum Mittagessen bleiben. Keine einzige Träne bis jetzt. Aber es ist auch eine Tagesmutter. Das macht sicher auch einen Unterschied….

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    • Ja ich denke auch, dass es immer ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren ist, die soetwas gelingen oder scheitern lassen. Und man hat selbst nur einen Bruchteil in der Hand.

      Vielleicht hätte ich Ole auch ne Woche später schicken sollen, weil er letzte Woche so doll gezahnt hat… Aber hinterher ist man immer schlauer. 🤷‍♀️

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  2. Ich würde tägliche Berichte auch weiterhin spannend finden, da ich sehr bei euch mitfieber und jeden Tag hoffe dass du von positiven Erfahrungen schreibst, aber wenn du es lieber mehr zusammen fassen möchtest muss ich mich halt mehr gedulden 😁😉

    Ich finde es unglaublich dass euch vorwurfsvoll gesagt wurde Ole würde es bei euch einfach zu gut gehen. Wie kann es einem Kleinkind und Säugling denn zu gut gehen? Puh.

    Zu den anstrengenden Nächten: die hatten wir in der Eingewöhnung auch. Die kleinen Würmer verarbeiten nachts halt alles und in der Eingewöhnung gibt es eben ne Menge zu verarbeiten. Ich habe versucht immer daran zu denken dass es Madita gerade sehr gut tut mit dem Stillen ihren Tag verarbeiten zu können. Das hat mir geholfen diese harten Nächte zu überstehen. Und zum Glück war bei uns die Eingewöhnung auch sehr schnell durch und sie hat dann auch schnell wieder gut geschlafen. Für mich auch noch ein Zeichen zusätzlich dass sie gut eingewöhnt war.
    Also: Ja, es ist wie immer mit Kind 😅🙈: alles nur eine Phase und alles geht wieder vorbei.

    Dass Kinder mit 3 besser/schneller eingewöhnt werden können als mit 1 oder 2 stimmt übrigens auch nicht immer. Eine Freundin hat ihren Sohn mit 3 eingewöhnt und es war furchtbar eben weil er schon so viel verstanden hat. Ich glaube die Eingewöhnung ging 3 Monate oder so. Ihre Tochter möchte sie nun daher deutlich eher eingewöhnen – und dann aber auch nur halbtags schicken.

    Ich glaube Ole braucht einfach mehr Zeit. Und ich finde es echt schade wie es bei euch in der Kita läuft. Ich glaube in Maditas Kita hätte Ole (so von dem was ich von ihm lese und meiner Einschätzung nach, heißt natürlich nicht dass ich damit recht habe) nicht so große Probleme gehabt daher finde ich es doppelt schade.
    Lass dir auf keinen Fall einreden Ole oder ihr wärt das Problem! Die Kita zieht da – meiner Meinung nach – ein ganz schön straffes Programm durch – und ich kann mir nicht vorstellen dass Ole der Einzige ist der da soviel weint. 😥 Echt traurig sowas.
    Und toll dass ihr euch so viele Gedanken macht und darauf besteht dass es langsamer gemacht wird. Macht weiter so! Ihr seit tolle Eltern und Ole kann sich glücklich schätzen euch zu haben. 😘😘😘

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    • Danke für die lieben Worte. 😘 Ich denke auch, dass ein anderes Konzept bei der Eingewöhnung besser gewesen wäre. Und wir lassen uns nicht drängen. Dann machen wir eher nen Schnitt und suchen uns was neues.

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      • Hallo,

        Welches Konzept würdest du dir wünschen? Ich kann es immer nicht ganz nachvollziehen, warum man immer am pädagogischen Personal zweifelt. Warum zieht ihr nicht an einem Strang mit ihnen? Ich finde, dass man sich letztendlich entscheiden muss: entweder ich gebe mein Kind in die Fremdbetreuung und ziehe dann auch mit und halte es auch aus, dass es dann weint oder ich lasse es eben. Vielleicht liegt es an mir oder ich verstehe deine Posts grundlegend falsch, aber es ist doch erst Tag 8 und ihr denkt schon darüber nach, abzubrechen 🧐. Das, was du schreibst, klingt nach normaler Eingewöhnung.

        LG

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      • Aber nicht, wenn der Kindergarten erklärt, dass eigentlich an Tag 10 Schluss ist mit Eingewöhnung und dass das Kind dann da durch muss und dass es für sie völlig normal und ok ist, dass ein Kind über Monate mehrmals am Tag für längere Zeit weint. Und man davon ausgeht, dass es diesem Kind dort gut geht. (Ein Beispiel-Kind aus der Parallelgruppe beim heutigen Gespräch von der stellv. Leitung angeführt.) Sorry wenn ein Kind sich so verhält, dann geht es ihm NICHT GUT!

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      • Achso und halt einfach ein Konzept, dass mehr als 2 Wochen Eingewöhnung vorsieht und wo Erzieherinnen auch einsehen, dass es für manche Kinder Zeit braucht, um Vertrauen zu fassen, sich wohl zu fühlen usw.

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  3. Liebe Frau Mutterherz, sonst bin ich ja stille Mitleserin, aber dazu muss ich jetzt was loswerden. Meine Frühförderung sagt ja, dass es ein ausgeklügeltes System zwischen Eltern und Kind gibt, was dafür sorgt, dass die Kinder ideal gefördert werden. Vorausgesetzt, dass sich alle darauf einlassen, ist klar. Bei uns war es genau andersherum, unser Kind war immer begeistert und fasziniert von anderen Kindern, wir brauchten quasi keine Eingewöhnung. Ich habe zwischenzeitlich daran gezweifelt, ob das Kind wirklich sicher gebunden ist. Aber ich glaube, jedes Kind ist anders und geht anders mit Trennung um. Und meiner Meinung nach sind die Bedüfnisse von Eltern UND Kind wichtig. Also lassen Sie sich einfach nix erzählen und machen Sie es so, wie es am Besten für Sie und Ihre Familiemitglieder passen könnte. Und wenn Sie feststellen, dass das nicht der Weg ist, suchen einfach einen anderen. Sie machen das schon richtig. Und spannend finde ich es, Ihnen dabei zuzuschauen.
    Liebe Grüße, Bianca

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  4. Also jetzt muss ich doch auch mal einen Kommentar hinterlassen, weil ich es vor allem schade finde, wenn es keine täglichen Einträge mehr gibt. Ich finde es wirklich ehrlich sehr spannend! Wie es für Ole ist und wie es Euch damit geht. Zudem haben wir hier eine ähnliche Situation, allerdings ist unsere Tochter gerade 3 geworden und hat vor zwei Wochen mit dem Kindergarten begonnen. Ich finde es wirklich verrückt, weil bei unserer großen Tochter habe ich die Eingewöhnung auch als sehr anstrengend und nervenzermürbend in Erinnerung. So viele Zweifel und Ängste. Aber sie war damals eben auch erst ein Jahr alt und sie musste tagsüber zur Tagesmutter. Es hat wochenlang gedauert und obwohl ich die Tagesmutter wirklich geliebt und ihr vertraut habe wie einer Schwester, war es für meine Große echt schwer. Viele Tränen. Immer wieder. Das war der Grund weshalb ich bei Nummer zwei unbedingt länger zu Hause bleiben wollte. Eigentlich sollte sie dann mit 2 zur Tagesmutter, aber da ich dann schon wieder schwanger war und im Beschäftigungsverbot habe ich sie weiter zu Hause betreut. Nun ist sie eben drei und hat sich sehr auf den Kindergarten gefreut. Und es ist so anders. Sie kann mir alles erzählen was sie beschäftigt oder wie der Tag war oder was sie für Ängste hat. Obwohl der Kindergarten 6-8 Wochen Eingewöhnung vorgesehen hat, hat meine Tochter schon am 3. Tag gesagt, ich kann ruhig mal mit dem Baby spazieren gehen. Im Prinzip war unsere Eingewöhnung nach einer Woche abgeschlossen und ich bin überzeugt, dass es schlicht und ergreifend am Alter liegt. Das heißt natürlich nicht, dass Du jetzt bitte noch zu Hause bleiben sollst, weil ich die Situation zu gut kenne, dass man einfach arbeiten muss, aber ich glaube tatsächlich, dass es für ein so kleines Kind letztendlich immer eine schwierige Situation bleibt. Egal wieviel Eingewöhnung erfolgt oder wie nett die Erzieher sind. Kinder unter drei sind rein evolutionär einfach an ihre Eltern gebunden. Vor allem die Mutter und das stillen. Das soziale Spiel untereinander, was die Erwachsenen immer so wichtig finden, ist gar nicht leistbar bevor die Kinder nicht 3 Jahre alt sind. Deswegen kann ich nur raten: lasst Euch jede Menge Zeit und akzeptiert auch Oles Tränen. Er kann es nicht verstehen und wird es erst mit der Zeit lernen, dass ihr auch wirklich wieder kommt. Das wird schon klappen-früher oder später! Und bitte: halte uns auf dem Laufenden! Danke!

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    • Ganz lieben Dank für deinen Bericht. Tatsächlich haben wir schon überlegt, ob es irgendwie ginge es noch etwas aufzuschieben. Momentan sehen wir hierfür noch keine gute Lösung und es ist sicher noch etwas zu früh, die Flinte ins Korn zu werfen, aber grundsätzlich machen wir uns auch in diese Richtung Gedanken.

      Viele Grüße von Frau Mutterherz

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