Lazarettstimmung

Das Abitur ist geschrieben. Ich habe einen Ar*** voll Arbeit in meinem Büro – im Gegensatz zu sonst keine Ferien bzw. darf ab Mittwoch auch noch Corona-Unterricht mit den 11. Klassen veranstalten und hier hat in den letzten Wochen niemand mehr als 5 bis 6 Stunden pro Nacht geschlafen: natürlich nicht am Stück.

Der Mann nicht vor Schmerzen- er hat einen Bandscheibenvorfall. Aber männlich wie man ist – ist man(n) damit erstmal noch schön 2 Wochen arbeiten gegangen bis es dann richtig schlimm war. Jetzt ist es seit einer Woche richtig schlimm und nun warten wir aufs MRT. Yeah.

Und ich nicht, weil siehe oben ülus Sorgen um den Mann und das Kind, das gerade unfassbar anhänglich ist, weil es merkt das Mama gerade eigentlich nicht will/ kann. Ole meinte sogar schon: „Mama nicht so doll arbeiten. Vorsichtig arbeiten. Nur ein bisschen.“ 😔 Da blutet das Mamaherz…

Und meine Babysitter nebenan aka meine Schwiegereltern haben sich mit zwei kleinen Unfällen selbst außer Gefecht gesetzt – fallen also auch aus.

Meine Mutter kümmert sich gerade um meine Oma, die die letzten 5 Wochen im Krankenhaus lag. Darmkrebs. OP. Künstlicher Ausgang. Rückverlegungs -OP. Und nun endlich zuhause – denn das alles musste sie ohne uns durchstehen, da wir ja Besuchsverbot hatten. Es war furchtbar. Für alle und ich musste sehr oft an ihre Worte bei Oles Geburtstag denken… da wussten wir alle noch nichts und zwei Wochen später holte sie der Krankenwagen.

Das ist genau der körperliche und seelische Zustand, mit dem man in eine Kinderwunschbehandlung starten sollte. NICHT. Aber egal – ich bin ja schon semiprofessionell, was das angeht. 😉 Also heute 11 Uhr geht’s los. Kommt doch einfach mit…

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6 Gedanken zu “Lazarettstimmung

  1. Oh man. Bei euch ist ja was los. So’n sch…!
    Schicke euch eine riesen Wagenladung Kraft und Nerven für alle anstehenden Herausforderungen. Und ich kann deinem klugen empathischen Ole nur zustimmen, vergiss dich nicht bei dem ganzen Trubel um dich rum! Klingt als hättest du gerade einiges zu stemmen. Meine Mutter sagt in solchen anstrengenden Lebensphasen immer zu mir ‚jetzt wachsen dir wieder Flügel‘, die wünsche ich dir jetzt auch!

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