Zu Risiken und Nebenwirkungen… und Stillgeschichten Nr. 3

Hinweis: Der folgende Text enthält Markennamen- dies ist keine Werbung, sondern ein Erfahrungsbericht. Bitte die Mittel nicht wahrlos an euer Kind geben, sondern wenigstens einen Apotheker, besser noch einen Homöopathen um Rat bitten.

Wer hier mitliest, weiß ja wie sich unser Spätzchen anfangs gequält hat. Allen Kaiserschnittbabys fehlen die Bakterien des mütterlichen Vaginalganges, die sie bei einer natürlichen Geburt aufgenommen hätten. Dies kann unterschiedliche gesundheitliche Folgen haben. In Großbritannien werden KS-Babys daher z.T. mit Vaginalsekret bestrichen… bei uns kann man nur verschiedene homöopathische Mittel geben, um eine gesunde Darmflora aufzubauen.

Ole bekam ja zunächst Bigaia Tropfen- diese halfen ganz gut, aber es ging ihm noch nicht richtig gut. Daher verschrieb ihm die Homöopathin einige Mittel für den Magen-Darm-Trakt, die auch ganz wunderbar halfen. (Für mich übrigens ein Beweis für die Wirksamkeit von Homöopathie- Babys können sich ja nichts einbilden. 😉)

Die Symbioflor Kur ist nicht nur für KS Babys sinnvoll, sondern kann auch für kränkelnde Kleinkinder und Erwachsene hilfreich sein – Datmbakterien sind sehr wichtig für unser Immunsystem. Seine Pupse stinken zwar nun furchtbar, aber er hat wenigstens keine Schmerzen mehr. ☺

Außerdem bekam er Gentiana Globuli zur Magenanregung – das sind Bitterstoffe, die auch der Leber helfen in Schwung zu kommen. Gegen das gelegentliche Spucken (Übersäuerung) gebe ihm an schlimmen Tagen Schüsslersalz Nr. 9. Die Pefrakehltropfen waren gegen einen aufkeimenden Darmpilz und halfen erstaunlich gut. Die Stuhlfahrbe wechselte bald von grün nach senfgelb und blieb nun auch so…

Alles in allem bekam mein Baby unfassbar viele Mittelchen, aber wenn ich ihm und uns so Leid ersparen konnte, dann kann uch das vor mir vertreten. Sicherlich hätte sich die Darmflora über kurz oder lang auch so aufgebaut, aber ich wollte ihm möglichst schnell helfen.

Viel mehr beschäftigt mich die schnelle Abhilfe, die ich gestern leisten musste. 😔 Nach 90 Minuten Stillen mit etlichen Anlegeversuchen – bei denen Ole auch zunächst schön getrunken hatte, kam einfach keine Milch mehr. So sehr wir uns auch bemühten, der Milchspendereflex wurde nicht ausgelöst. Eigentlich wollte ich Ole in den Schlaf stillen – dieser protestierte nun aber müde und hungrig an der Brust. Und auch wenn es meinen Mamastolz verletzte, wusste ich ganz genau, was sein Problem war (das war ganz anders als die Brustanschreiphase…). So ging ich schweren Herzens in die Speisekammer und holte ein Päckchen Pre Milch, die wir ja auf Anraten der Hebamme seit der Geburt als Backup zuhause hatten. Ich musste erstmal studieren, wie das nun geht und erwärmte sie schließlich im Wasserbad… mit Absicht hatte ich kein Wasser genommen, da ich ja nicht wusste, wie groß sein Hunger war und nicht wollte, dass er so viel Wasser trinkt.

Wir kuschelten uns wieder ins Bett und ich fütterte ihn. Ole trank sofort aus dem Fläschchen, wollte dann aber recht zügig an die Brust wechseln und als er merkte, dass da nichts kam, trank er erneut ein wenig. Dann ließ ich ihn kurz nochmal nuckeln und plötzlich drehte er sich weg, lächelte und schlief selig ein.

Ich musste mich die ganze Zeit zusammen reißen, die Schlafruhe zu wahren, als ich dann im Flur stand, kullerten einige Tränchen… natürlich ist pre Milch nicht schlimm, aber wenn man Stillen kennt und mag, dann ist es ein blödes Gefühl, wenn es nicht klappt. Letztlich waren es nur 40 ml, die er noch wollte…

Da er gerade vor sich hin schubt, legen wir alle 50 – 60 Minuten an. Ich hoffe, dass der Wachstumsschub einfach ungünstig mit dem heißen Wetter zusammenfiel. Tatsächlich hatte ich gestern auch sehr wenig getrunken… darauf muss ich mehr achten. Heute lief es bisher gut… zur Not haben wir noch ein paar Päckchen. Hoffentlich bleiben sie im Regal. Aber im Zweifel geht Oles Wohl natürlich vor…Stillstolz hin oder her.

Stille Grüße von Frau Mutterherz 💕

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Hoffentlich nicht nur eine Phase

Die letzte Woche mit dem Lieblingsmann ist um. Ab Montag bin ich hier alleine an der Front… natürlich hab ich etwas Bammel davor. Aber wenigstens ist es nur noch Bammel – denn letzte Woche war es noch blanke Panik.

Ich sah mich schon tagtäglich hungrig und durstig im Nachthemd dauerstillen…🙈

Aber heute keimt etwas Hoffnung in mir auf. Denn mein Baby schläft – seit gestern 22 Uhr. Mit kurzen Wachphasen zum Stillen – ca alle 3 Stunden. Es ist unfassbar. Ich habe gewischt und meine Anträge fertig gemacht… und er hat einfach friedlich geschlafen, ohne im Schlaf zu jammern oder zu weinen. Nur bei einem ganz fiesen Pups weint er mal kurz und drückt-aber insgesamt liegen Welten zwischen dieser und letzter Woche! 😍

Montag war unser Hochzeitstag und wir waren mit ihm bei seiner Patin und abends holten wir uns eine Pizza und Salat und picknickten mit ihm im Bus. Er schlief solange wir aßen und wollte anschließend auch gestillt werden… dann fuhren wir heim. Die Nacht war eher so semigut… Ole war viel wach – was dann auch für mich galt.

Dienstag war Ole nicht so gut drauf. Nutzte aber nichts – wir mussten zum Hüftultraschall. Dort war alles ok, aber Oles Laune war ausbaufähig. Er schlief erst ein, als wir nachmittags zur Trageberatung fuhren und verschlief den Termin fast komplett. 😁 Von der Beratung waren wir sehr begeistert. Wir probierten min. 8 Modelle und haben nun die Kokadi TaiTai und die Emeibaby zum Testen zuhause. Da die Beraterin frei ist und auch keine Tragen verkauft, fühle ich mich echt objektiv und fair beraten. Nächste Woche bekommen wir noch die Bondolino und eine andere Tai zum Testen. 🤩 Ich kann das nur dringend empfehlen, denn ich musste schnell feststellen, dass meine Favoriten gar nicht zu meinem Körperbau passen. Es wird definitiv keine Fräulein Hübsch… Die Beraterin zeigte mir auch nochmals wie ich mein Tuch richtig binde. Und dann kam das Beste: Nachdem wir von Oles Problemen erzählten und der Terminnot bei der sehr guten Osteopathin – bot sie uns ihren Termin an! Der ist schon nächste Woche!😍😍😍 Ich wäre ihr am liebsten um den Hals gefallen. Sie meinte, dass die Osteopathin eine BabyKoryphäe sei und wenn es Ole hilft, verzichtet sie auf ihren Termin. Wir sind sehr sehr glücklich über so viel Nächstenliebe.

Mittwoch waren wir dennoch bei dem „Ersatz“Osteopathen, da er uns ja netterweise so schnell eingeschoben hatte und ich Ole schnellstmöglich helfen wollte. Leider fand ich den Mann und die ganze Behandlungssituation nicht so toll, umso froher bin ich über den Termin nächste Woche. Allerdings muss ich sagen- blödes Bauchgefühl hin oder her- es geht Ole schon besser! 🎉😍🎉

Direkt nach der Behandlung schlief er 4 Stunden am Stück und wir konnten mit ihm im Biergarten Mittag essen. 😊 Der Mittwochabend war katastrophal- er schrie sich stundenlang die Seele aus dem Leib. Er war untröstlich und musste wohl den Tag verarbeiten.

Aber irgendwann ging ich mit ihm ins Bett und er schlief. Die Nacht war gut und so konnten wir Donnerstag mit der Patin und Familie in den Heimattiergarten gehen. Ole schlief die komplette Zeit in der Trage beim Lieblingsmann. Abends folgte allerdings wieder eine schlimme Schreiphase… 😔 aber auch hier zeigt sich der Vorteil der Trage. Er weint zwar trotzdem, aber man selber ist nicht noch körperlich belastet wie beim Rumtragen auf dem Arm.

Unsere Nacht war gut. Die Blähungen heute morgen nicht gar so schlimm und Ole schläft und schläft – als würde er alles nachholen, was ihm von den letzten Wochen fehlte. 🤩 Ich bin so froh und hoffe, dass er nun mehr Ruhe findet – wenngleich er noch sehr angespannt ist beim Schlafen. Das kommt wohl von seinem Kopf und Genick… der Lieblingsmann hat beim Osteopathen erstmals erwähnt, dass mein Körper in dem Augenblick als sie Ole rauszerren mussten, sich um 30 cm anhob. Es wirkten also große Kräfte auf unseren Spatz.

Ich bin gespannt, was die Osteopathin nächste Woche noch bewirken kann. Vielleicht wird ja seine Verdauung noch etwas besser. Aber auch so bin ich sehr beruhigt und hoffe, dass diese positive Entwicklung anhält. 🌠 Denn mitterweile lacht er auch mal ganz zuckersüß, wenn er wach ist und dann schmilzt mein (Mutter)Herz 💕…

Ein schönes Wochenende wünscht euch Frau Mutterherz 💕

Geburtsbericht, Teil 2

21 Uhr war im Kreißsaal Schichtwechsel. Almuthe kam nochmal zu uns, meinte dass wir bestimmt bald zu dritt sind und verabschiedete sich dann. Ab sofort begleitete uns Yvonne. Anfang 40. Auch sympathisch, aber mit Almuthe nicht zu vergleichen… und leider kannten wir sie auch noch nicht vom Wochenende. Mittlerweile hatte ich einen Zugang in der Armbeuge gelegt bekommen – leider von der Assistenzärztin, die ich schon bei der Anmeldung nicht mochte und die mich schon 2 mal beim Blutnehmen traktiert hatte. Mir wäre die Braunüle in der Hand ja lieber gewesen, der Hebamme auch, aber Frl. Doktor hat’s weder mit Blutnehmen noch mit Zugängen. 🙈 Nachdem wir fertig waren, durften wir erstmal auf unser Zimmer. Wir hatten Glück, denn das neuste Familienzimmer war frei. Es erinnert noch mehr an ein Hotelzimmer und gefiel mir gut. 😍 allerdings hatte ich mittlerweile doch arge Schmerzen und bekam ein Buscopanzäpfchen und ne Wärmflasche mit.

Wir versuchten etwas zu dösen, was mir aber nur wenige Minuten gelang… die Schmerzen wurden immer stärker und gegen 23 Uhr gingen wir zurück in den Kreißsaal zum nächsten CTG. Der vorherige Ultraschall zeigte, dass Ole sich von der 1. SL in die 2. SL gedreht hatte. Und das CTG bestätigte, was ich fühlte, er strampelte wie wild… die Ärzte waren durchaus überrascht, dass er das immernoch konnte. Gleichzeitig waren seine Werte natürlich deswegen wieder auffällig. Unter dessen kam ich immer schlechter mit dem Schmerz klar. Tatsächlich vergisst man den Schmerz wieder, ich weiß aber noch wie ich ihn der Hebamme beschrieben habe.

Es war wie starke Regelschmerzen. Aber nur vorne am Schambein und auf dem Höhepunkt der Wehe fühlte es sich ganz spitz an. So sahen die Wehen auch aus… keine langen Berge, sondern Spitzen… alle 3 Minuten. Ich musste mich auf die rechte Seite legen, da alles Kreisen nicht half, damit er ins Becken kommt. Ich weiß noch, dass sich ab da jede Wehe falsch anfühlte. Aber da Yvonne ja meinen super Start nicht mitbekommen hatte, dachte sie wohl, dass ich recht zimperlich bin. Das CTG zeigte kaum noch Ausschläge. 19 Uhr hatte ich 120er Wehen locker veratmet und nun krümmte ich mich bei 40er Werten. Ich kam mir selbst blöd vor. Außerdem wollte ich plötzlich nicht mehr berührt werden – sodass der Lieblingsmann wirklich nur noch zuschauen konnte.

Dann kam sie irgendwann und fragte, wie ich es denn mit Schmerzmitteln halten wolle… soll sie was anbieten oder auf unsere Nachfrage warten?…Schmerzmittel!!… verdammte Axt, warum fragt sie erst jetzt?!? Ich dachte man sieht, dass ich was brauche und bietet es mir an, wenn es was gibt, dass ich nehmen darf. 🙈Also ja. Her damit.

Ich bekam nen Tropf und konnte endlich etwas durchatmen. Weil ich allerdings auf meinem rechten Arm lag, lief der Zugang nicht so richtig…Braunüle in die Hand legen lassen! Wichtig für alle, die es noch vor sich haben!

Ich hing seit einer Ewigkeit am CTG. Dann machten sie nochmals einen Ultraschall und beschlossen die Oberärztin zu kontaktieren. Diese wollte dann die Herztöne von Ole ohne Wehen testen und so wurde der Schmerztropf abgehängt und einen Wehenhemmer kam zum Einsatz.

Halleluja. Ich wollte die Pause nur noch für Schlaf nutzen und schickte den Lieblingsmann für selbigen aufs Zimmer. Alleine im fast dunklen Kreißsaal fuhr ich etwas runter und erholte mich… Ole ging es gut und so wurde nach gut 30 Minuten der Wehenhemmer wieder gestoppt. Innerlich heulte und fluchte ich darüber. Eigentlich wusste ich da schon, dass ich nicht mehr mag. So nicht. So falsch wie sich das anfühlte. Gegen 2:15 Uhr kam auch der Lieblingsmann zurück. Bis kurz vor 3 Uhr lief der restliche Schmerztropf durch und wir wurden aufs Zimmer geschickt. Sollten am besten erst nach 6 Uhr wieder kommen, außer die Schmerzen werden schlimmer.

Zurück auf dem Zimmer half der Tropf noch kurz, doch irgendwann stöhnte ich wieder vor Schmerz. Gegen 4 Uhr sah die Nachtschwester nach uns – wohl weil ich immer lauter wurde. Ich beschloss, dass ich wieder in den Kreißsaal will. Es dauerte über 30 Minuten bis ich in der Lage war, die 20 Meter dorthin zu gehen.

Dort angekommen untersuchte mich die Hebamme und ich war nun bei einem guten Zentimeter! WTF??😲🤤😭 Ich dachte, ich fall vom Bett. Am liebsten hätte ich geheult. Von knapp zu gut… faktisch hatte sich also NICHTS getan. Wäre ich wenigstens zu ner vernünftigen PDA Weite gekommen. Aber so? Anscheindend waren die Wehen VÖLLIG nutzlos. Ole stieß nur immer gegen die Symphyse ohne irgendwelchen Druck auf den Muttermund auszuüben. 🙈😭

Und dann sagte ich es. Ich hatte mir fest vorgenommen, mich und ihn in einem solchen Fall nicht ewig zu quälen oder gar zu gefährden.

Ich will einen Kaiserschnitt. War ich dem Skalpell doch tapfer zweimal ausgewichen, wollte ich nun nichts mehr. Etliche Male hatte ich in den letzten Stunden überlegt, dass Ole schon 9 bzw. 6 Tage bei uns sein könnte… 😐

Da die Oberärztin aber noch eine Zeit brauchte, bis sie da war und ich AUF KEINEN FALL von der Assistenzärztin operiert werden wollte…Es lebe die Chefarztbehandlung!…durfte ich gegen kurz nach 5 Uhr noch in die Wanne. Schmerzmittel durften/ wollten sie mir wohl vor der OP nicht mehr geben. Obwohl ich quasi minütlich danach fragte. 😅

So lag ich da in der Wanne. Kämpfte gegen den Schmerz und plötzlich hörte ich es hinter mir Schnarchen. 😂😂😂 Die Liege hinter der Wanne war anscheinend sehr bequem. Irgendwann hieß es dann, dass die Oberärztin in 10 Minuten käme und ich musste mein „Wellnessbad“ beenden.

In der Zwischenzeit war auch die Hebamme der Tagschicht da. Iris – die Rebellin, mit der wir uns am Wochenende blendend verstanden hatten. 😊 Das fand ich beruhigend und eigentlich hätte ich es gerne mit ihr probiert – aber ich war an diesem Punkt schon durch. Sie untersuchte mich nochmals. Ein Zentimeter. Ich wiederholte meine Bitte nach Schmerzmittel und einem Kaiserschnitt.

Auf dem Gang hörte ich wie Iris zu Yvonne sagte, dass ich nicht die Frau Zweistrich sei, die sie kannte. Später erzählte der Lieblingsmann ihr den Geburtsverlauf und dann konnte auch sie meinen Wunsch nachvollziehen…

Dann kam die Oberärztin, checkte nochmal die Lage und gratuliete mir zu der vernünftigen Entscheidung. In nicht mal einer Stunde wäre ich Mutter… die OP-Maschinerie lief an. Ich bekam die Antibiose, den Katheder und die Stützstrümpfe. Wurde umgebettet und wir warteten auf das GO. In dieser Phase fühlte ich mich am unwohlsten, da erstmals kaum jemand etwas erklärte und plötzlich der Lieblingsmann weg war. (Man hatte ihn frühstücken geschickt, damit er nicht umkippt.) Der Katheder beunruhigte mich arg, doch irgendwann ging es endlich los. Wohlgemerkt hatte ich immernoch Wehen, die sie nicht betäubten, damit der Test bei der Spinal auch aussagekräftig ist. Im OP fuhr mich der Pfleger erstmal gegen eine Tür. Genau während einer Wehe. Autsch! 😣 Eigentlich hatten sie im Kreißsaal gehofft, mich in die OP Tagschicht zu schicken. Leider gab es wohl Probleme und so war die Nachtschicht noch da – die nur so halb begeistert war. Dennoch waren alle super nett, stellten sich vor und beruhigten mich. Der Anästhesiepfleger bereitete mich auf die Spinale vor und nach einer weiteren Wehe – ich hatte mega Angst sie würden während der Wehe stechen und rief Wehe Wehe Wehe! … nachdem sie vorbei war, legten sie die Betäubung. Ich dachte noch, dass ich völlig umsonst so einen Schiss davor hatte und dass das ohne Wehen ja ein Klacks gewesen wäre.

Übringens dämmerte mir erst im OP, dass sie ja jetzt mein Baby holen. Davor war ich irgendwie in einer Gedankenschleife aus… ich muss operiert werden, weil ich so Bauchschmerzen habe. 🙈

Das Tuch wird ausgebreitet, ich bekomme ein Bondingband und der Lieblingsmann kommt hinzu. Ich frage noch, ob sie auch wirklich vorher die Schmerzfreiheit testen – da gab der Anästhesist schon das Zeichen zum Schnitt (laut Lieblingsmann)… ich hatte den Test gar nicht bemerkt. 😊 Pseudomäßig fragte man mich, ob ich DAS spüren würde… 😉. Wenige Minuten später sagt die Ärztin gleich wäre er da.. und dann: Wo hängt der denn jetzt noch? Es wird gedrückt und gerüttelt – ich bin völlig ruhig und komme gut damit klar, lächle in mich hinein, dass selbst die Ärztin ihn nicht sofort rausbekommt – und dann höre ich schon einen kräftigen Schrei. Mein Herz springt. Ich denke sofort, gut er schreit, er atmet.

Iris zeigt ihn mir und ich breche in Tränen aus. Der Lieblingsmann und ich denken übrigens bei Oles Anblick das Gleiche: Ja, das ist er. Er sieht genauso aus wie auf dem Ultraschallbild. 😍

Ich rufe seinen Namen. Sage wie sehr ich ihn liebe. Er wird kurz untersucht und kommt dann umgehend auf meine Brust. Ich bin völlig fertig und weine vor Glück und finde es unfassbar. UNSER Baby. 💖💖💖 UNSER Ole. 💖💖💖 Dass man mich nebenbei zunäht, bekomme ich gar nicht mit.

Irgendwann wird mir übel. Ich will es nicht sagen, damit sie ihn nicht wegnehmen. Aber ich habe Angst, ihn voll zu kotzen und überlege, was das für die Mutter-Kind-Bindung für Folgen hat. 😅 Ich sage es und Iris schaltet und schlägt vor den Käfer mit dem Papa zu wiegen und ihn dann kuscheln zu schicken. Ich stimme zu, sie tauschen Baby gegen Schale und ich breche umgehend. 🤤 Der Anästhesist erklärt, warum mir schlecht wird und was er mir jetzt gibt… allgemein redet er viel mit mir. Als sie fertig sind, gratulieren mir die Ärztin und alle Anwesenden und sie sagen wie cool sie den Namen OLE finden. THOR verstehen etliche nicht, also glänzt der Anästhesist mit einem Exkurs über den Donnergott. 😍 Ich mag ihn grad sehr. 😉 Dann kommt das übliche Zittern nach der Narkose – ich bekomme noch ein Mittel dagegen und werde in den Kreißsaal gebracht. Dort liegen meine zwei Herzmänner und kuscheln. 😍😍😍 Ich bekomme Ole umgehend. Lege ihn an und er stillt über 30 Minuten. Ich bin so froh, dass das klappt und voller Glück. Wir kuscheln noch etwas und dann ruft der Lieblingsmann unsere Familien an. Nach ca. 2 Stunden ziehen wir in unser Zimmer um. Iris gibt mir den heißen Tipp auf das Familienzimmer zu verzichten, da es kein elektrisches Bett hat, was nach einem Kaiserschnitt doof ist.

Wir bekommen ein tolles Eckzimmer mit Blick ins Grüne. Und dann sind wir plötzlich eine Familie.

💞 5 Jahre Kinderwunschleid lösen sich langsam auf während ich das Lächeln unsers Sohnes betrachte. 💞

Geburtsbericht, Teil 1

Bevor ich hier im Chaos versinke, weil der Lieblingsmann wieder arbeiten muss, will ich die freie Zeit noch nutzen, um Oles Geburt Revue passieren zu lassen.

Schon jetzt merke ich, dass die Ereignisse der letzten Wochen meine Erinnerungen trüben, daher fällt der Bericht vielleicht nicht gar so detailliert aus.

26.04.18:

Gegen 4:30 Uhr wache ich auf, irgendwie fühlt sich was komisch an… ich gehe auf Toilette und überlege lange, ob ich nun einen Blasensprung habe oder ob der Bub nur so ungünstig liegt, dass ich halt vor mich hin tröpfle. Schließlich entscheide ich mich für Variante 2. An Schlaf ist dennoch nicht mehr zu denken, denn ich bemerke eine erste Wehe, die ich aber nicht einordnen kann. Ich verziehe mich aufs Sofa und beschließe den Lieblingsmann schlafen zu lassen. Die Wehen kommen alle 30 Minuten und sind easy zu veratmen. Beim nächsten Toilettengang bemerke ich etwas Schleim und Blut und bin mir nun sicher, dass es heute losgeht. 😍 Vorfreude und Aufregung mischen sich und ich versuche mich weiter auszuruhen…

Als der Lieblingsmann aufwacht, informiere ich ihn, sage aber gleich, dass es bestimmt noch dauert. Wir frühstücken. Irgendwie verbringe ich den Morgen… vermutlich vorm TV?! 🤔 Gegen 11 Uhr gehe ich in den Garten und wir bepflanzen noch einige Schalen und unsere Balkonkästen – ich ahne, dass das die letzte Chance ist. Zur Mittagszeit kommen die Wehen alle 15 Minuten und ich veratme sie noch immer locker. Ich bin geistig total gelassen und vertraue auf mich und meinen Körper. Nach dem Essen beschließe ich den Wannentest zu machen… die Abstände werden wieder größer, dafür werden die Schmerzen intensiver. An den Nachmittag kann ich mich kaum erinnern. Aber als die Wehen stärker werden und ich leicht jammere, ist Fritz dezent irritiert.

Abends gegen 18 Uhr kommen die Wehen im 7 Minuten Takt und ich veratme sie tönend. Ich kreise auf dem Ball UND HABE HUNGER! 😂 Der Lieblingsmann will gerne los, ich bestehe darauf, Strammen Max zu kochen und erst zu essen und erinnere an die Worte der Hebamme: Wer noch Hunger hat, ist noch nicht unter der Geburt. 😉 Wobei ich schon froh bin, nicht mehr allein zu sein. Nachmittags war der Lieblingsmann nämlich kurz weg und das fand ich gar nicht lustig…

Jedenfalls sagt der Lieblingsmann dann, dass ER nun ins Krankenhaus möchte 🤣🙈, ich gebe nach und ziehe mich an – die Wehen kommen alle 5 Minuten. Sie tun weh, aber so richtig glaube ich nicht, dass es nun losgeht. Der Lieblingsmann macht dezent Druck, dass er nun los will. Im Auto sage ich noch, dass sie uns sicher wieder heim schicken und komme mir blöd vor, jetzt schon ins Krankenhaus zu fahren (die Wehen hören sogar kurz auf)… von wegen die Geburt verpasst niemand und du weißt, wenn es echte Wehen sind…😉

Im Kreißsaal empfängt uns Almuthe (eine alte Hebamme mit Perlenkette, Föhnwelle und perfektem ﹰMakeup- wir kennen sie schon vom Wochenende und freuen uns riesig, dass sie Schicht hat. 😊) Wir dürfen in „unseren“ Kreißsaal und schreiben erstmal ein CTG. Das zeigt ordentliche Wehen im 5 minütigen Abstand. Mir geht es immernoch super und Almuthe lobt mich und sagt, dass das was wird. 😘 Ich verstehe gar nicht, was sie meint… bis sie den Lieblingsmann losschickt, um mich anzumelden. Sie stehen vor dem Kreißsaal. Er fragt noch, ob stationär oder ambulant. Und Almuthe antwortet sehr amüsiert… natürlich stationär. Sie bekommt ja ein Kind.

Plötzlich verstehe ICH die Situation. Ich strecke den Kopf aus dem Kreißsaal und schaue sie verblüfft an… nur zur Sicherheit frage ich nochmal, ob sie sich sicher ist, dass das jetzt diese Geburt ist. 😂🙈😂🙈

bitte fragt mich nicht, warum ich es ewig nicht gecheckt habe… ich vermute, weil bis dahin alles so einfach verlief… Die Hebamme tastet mich ab. Wir sind bei einem knappen Zentimeter. Sie ist total erstaunt, dass ich noch nicht ins Krankenhaus wollte, denn bei diesen Wehen könnte sich da schnell was tun. Kindchen du bist verrückt, sagt sie und lacht. 😄

Wir informieren noch meine Eltern und die beiden Patinnen wo wir sind und dass es mir bisher super geht. Alle wünschen mir alles Gute und viel Kraft.

Es ist gegen 20 Uhr und ich denke, dass bald alles gut wird und ich Mama bin…

5 Tage Ole – Wochenbettimpressionen

Vielen lieben Dank für all die guten Wünsche zur Geburt! 😍😘 wir freuen uns sehr darüber…

Da mein Sohn friedlich neben mir schlummert (also zu Beginn des Beitrags 😅), versuche ich kurz unser bisheriges Wochenbett zu resümieren.

Wir waren inkl. Geburt 4 Tage im Krankenhaus. Ich hatte Glück, dass ich mich recht schnell vom Kaiserschnitt erholte. Noch am gleichen Abend wurde ich mobilisiert. Am Tag nach dem KS stand ich schon selbsständig auf und duschte. Diese beiden Tage war auch der Lieblingsmann mit da. Wir hatten ein herrliches Zimmer mit Blick ins Grüne und am Abend von Oles Geburt gab es ein Feuerwerk in der Stadt, das wir sogar zum Teil sahen.

Es war traumhaft. 😍 Wir kuschelten ganz viel und blieben alle einen Tag fast nackt. 😊 Der Lieblingsmann kümmerte sich toll um Ole und hatte bereits 5 Windeln alleine gewechselt, bevor ich das erste Mal durfte. Aufgrund der Schmerzen und meiner Unbeweglichkeit im Bett lag Ole oft bei ihm und er brachte ihn mir immer zum Stillen. Das klappt zum Glück immer besser, seit dem ich mich bequemer positionieren kann. Ole ist ein Naturtalent und trank bereits 30 Minuten nach dem Kaiserschnitt wie ein Profi. 😎 Allerdings hat er einen ungeheuren Zug drauf – zum Leidwesen meiner Brüste. 🙈 Wir galten im Krankenhaus schnell als Vorbilder – denn Ole nahm nur einen Tag ab und ab dem 2. Lebenstag wieder zu. Ich hatte bereits 2 Tage nach der Geburt den Milcheinschuss und jetzt hängt der Bub oft an der Bar ab und sprengt alle Rekorde. 130 gr. Zunahme an einem Tag. 😎 Allerdings sind seine Abstände noch sehr unregelmäßig von 40 min. bis 4 Stunden hatten wir schon alles.

An unsrem Heimkommtag hatten wir abends gleich einen ganz schrecklichen Moment- ich stillte ihn und plötzlich war überall an ihm Blut. Durch seinen kräftigen Zug platzen Äderchen in den Milchkanälen und so trank er blutige Milch. Ich war kurz in Panik… doch meine Hebamme konnte mich beruhigen. Der Lieblingsmann fuhr dann noch kurz vor Ladenschluss zum DM und holte Fertignahrung für den Notfall und ne Milchpumpe – klar das sowas vorm Feiertag passiert.🙈 Da er die Milch nicht erbrach, darf ich weiter stillen. Die Schmerzen sind zwar noch da, aber weil jetzt genug Milch fließt, saugt er nicht mehr gar so heftig.

Unser Sohn macht seinem Namen jedenfalls alle Ehre – hat wohl gehört, dass ein Ole Thor stark sein sollte. 😉 Er dreht sich auch schon auf die Seite, hebt seit der Geburt sein Köpfchen und hat es geschafft, im Krankenhaus die Untersuchungsgeräte der Schwestern wegzudrücken… einfach stark 🤣 aber er ist vor allem auch laut! Also richtig laut! (Und das sage ich als Lehrerin) Es gibt für ihn nur 2 Modi – selig schlummernd oder voller Alarm. Mit Zwischentönen hält er sich nicht auf. 😄…

(…deswegen dauert das reale Verfassen dieses Beitrags auch 4 Stunden. Zwischenzeitlich schrie er sich in Rage. Wollte alle 30 Minuten an die Brust und vor lauter Hektik zerrte ich mir was am Kaiserschnitt und saß dann vor Schmerzen heulend mit einem schreienden Ole da. Er hochrot und verschwitzt… ich völlig aufgelöst. Die Brust half nicht, da sie ebenfalls nur angeschrien wurde. 🙈Diese Phase hat er bisher immer zwischen 18 und 21 Uhr und nachts gegen 4 Uhr. Ich vermute, dass es ein Mix aus Kolliken und Tagverarbeitung ist.)

Montagmittag durften wir auch schon aus dem Krankenhaus heim. Allerdings tat ich mich hier sehr schwer – ohne elektrisches Bett ist Liegen, Aufstehen, Hinlegen einfach nur Horror. Die Schmerzen waren teilweise überwältigend… gleichzeitig stellt es mich unzufrieden, dass ich mich nicht voll um Ole kümmern kann. Oft geh ich über meine Grenzen und hab dann Schmerzen… er hat viel Blähungen und braucht Bewegung- was ich nicht schaffe. Selbst ihn im Bett zu mir zu nehmen war anfangs unmöglich – ohne Bauchmuskeln kann man sich ja nicht aufrichten. Da flossen auch mal einige Tränen bei mir aus lauter Wut und Verzweiflung, wenn er schrie und der Lieblingsmann nicht gleich kam und ich ihn nicht nehmen konnte.

Aber nun wird es immer besser und ich hoffe heute Nacht endlich mal schlafen zu können.

Wir kuscheln während des Stillens und manchmal beim Schlafen… wobei ich wegen der Schmerzen kaum schlafe… 🙈 ich könnte aber – denn Ole kommt nachts nur im 3 – 4 Stunden Rhythmus. Alles in allem ist es bisher nicht so kuschelig und entspannt wie erträumt, aber doch sehr schön. Ich könnte ihn stundenlang nur angucken. Er lächelt immer nach dem Stillen oder wenn er endlichen einen bösen Pups losgeworden ist. Das ist einfach sooooo goldig! 😍😍😍

Allerdings ist er ein sehr unruhiger Schläfer und weckt sich durch sein Zappeln selbst auf -nun empfahl die Hebamme zu pucken. Aus dem Tuch befreit er sich aber regelmäßig… hat jemand Erfahrung mit Pucksäcken?

So ich muss dann mal Heia machen… viele Grüße von einer müden Mama.

27.04.2018 Heilung

Es gibt Leiden, die kann nur ein Wunder heilen! Unser Wunder kam gestern um 7:11 Uhr auf die Welt. 💞 Ich bin mit einem solch tiefen Glück erfüllt, dass ich kaum Worte finde.

Die Geburt begann 4:30 am 26.04. und endete gestern mit einem Kaiserschnitt… Bericht folgt. Es geht uns beiden sehr gut und ich bin jetzt schon komplett im Reinen mit dem Geburtsverlauf. 😀 Unser Krankenhaus verdient das Siegel babyfreundlich wirklich.

Der gestrige Kennenlerntag war perfekt. Der Lieblingsmann ist großartig, ich wusste er würde toll sein, aber jetzt bin ich noch verliebter.

Tja und Ole Thor ist natürlich für uns das beste Baby der Welt und ein großes Geschenk. Auch im wörtlichen Sinne: 54 cm und 3770gr Wunder! 😍😍😍

Verliebte Grüße von Frau Zweistrich und dem Käferchen, dass wohl lieber eine Krähe wäre. 😅🙉 das Organ hat er von der Mama…