Stillgeschichten Nr. 5 – Zwiemilch und Kuschelzeit

Heute wollte ich euch nochmals berichten, wie wir Brust und Fläschchen kombinieren. Mittlerweile fahren wir schon 3 Monate diese Zwiemilch-Taktik und ich bin sehr glücklich damit. Zufüttern muss also eindeutig nicht der Beginn des Abstillens sein. 😘

Ole akzeptiert zwar alle Saugerformen, aber am besten klappt es mit den runden – brustähnlichen – Saugern. Tagsüber, wenn Ole wach ist, füttern wir in der üblichen Variante bzw. in allen möglichen Positionen: Ole hält das Fläschchen auch teilweise selbst.

Im Bett allerdings, wenn mein Spätzchen zum Einschlafen stillen möchte, muss ich etwas kreativer sein, denn eigentlich möchte er dann hauptsächlich Brust, aber leider kommt da eben zu wenig Milch, weshalb er im übermüdeten Zustand dann schnell unleidlich wird. Deshalb halte ich in solchen Situationen immer das Fläschchen bereit. Wenn der erste Milchspendereflex vorbei ist und erstmal keine Milch mehr kommt, halte ich den Sauger ganz nah neben die Brust- entweder wechselt Ole selbstständig oder ich warte bis er kurz abdockt und „schummle“ dann den Sauger in Position. 😉 Er trinkt dann auch auf der Seite im Liegen, wie beim Stillen in Liegeposition. Sofern er nicht schon dabei einschläft, bekommt er anschließend nochmals die Brust zum Einschlafen.

Diese Variante machen wir vor allem beim Mittagsschlaf und abends, aber neuerdings auch teilweise morgens. Ich finde sie sehr kuschelig und innig und finde es daher gar nicht mehr schlimm zuzufüttern. Und mein Baby bekommt wenigstens noch etwas wertvolle Muttermilch! Abstillen kann ich mir gerade auch noch nicht vorstellen… ich finde, dass die Doppelstrategie nur Vorteile bringt.

Den Fläschchen-Aufwand hätte man sowieso, wenn man komplett abstillt und so habe ich notfalls unterwegs doch immer was für Ole dabei. Als ich so erkältet war, bekam er übers Stillen meine Antikörper und wurde selbst nicht krank. Ich konnte dafür nachts mal „ausschlafen“ und mich schneller erholen, da der Lieblingsmann eine Stillrunde durch Fläschchen ersetzen konnte. Momentan zahnt Ole ganz arg und verweigert manchmal alles außer Brust… er hat es sogar geschafft die Produktion wieder etwas mehr anzuregen. 😊 Dennoch bleiben mir wunde BW erspart, da ich bei großem Durst zufüttern kann.

Sicherlich wäre es mir am liebsten, ich hätte mehr Milch und wir könnten so effektiv stillen wie zu Beginn. Aber so ist es auch gut und ich kann euch nur ermutigen, die Zwiemilch bei Problemen dem kompletten Abstillen vorzuziehen.

Seit dem wir in seinem Zimmer die Kuschellandschaft haben, ist es sowieso meist ganz innig und entspannt. Wenn ich morgens noch sehr müde bin oder abends völlig platt, dann gehen wir dorthin. Ich kuschel mich in eine Decke auf eine Matratze und entspanne einfach oder lese… Ole krabbelt neben mir oder rollt sich über die Matten oder spielt auf dem Teppich.

Sofern er sich nicht am Stuhl hochzieht, kann ich einfach sitzen bleiben. Ich habe eine Woche lang mit ihm geübt aus dem Stand wieder auf die Knie zu kommen und daher braucht er selten Hilfe… der Rest des Zimmers ist so babysicher, dass man nicht permanent aufspringen muss. Ole genießt seine Selbstständigkeit und ich meine Auszeit… 😍 wenn er genug hat, kommt er zum Stillen und schläft dann bei mir ein. Ich kann ihn dann auch alleine lassen und das Babyfon ins Zimmer stellen. Falls ihr also auch so ein agiles Baby habt, kann ich euch eine solche Kuschellandschaft nur ans Herz legen – Wir alle finden sie super!

Tipp: Faltmatratzen sind günstig und platzsparend, aber oft sehr dünn. Wir haben unser Gästebett geplündert und zusätzlich Turnmatten gekauft. Die Lichterkette und die Polster und Matten arrangieren wir immer mal neu, damit es auch aus der Babyperspektive spannend bleibt. 😊

Eine kuschlige Adventszeit wünscht euch Frau Mutterherz 💕

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7. Monat mit dir 💕

Unser vergangener Monat war einfach super. Du entwickelst dich weiterhin rasant und krabbelst nun richtig schnell. Du liebst es, wenn du alleine über den Flur in dein Zimmer krabbeln darfst. Du kannst dich nun an vielem hochziehen und stehst auch beachtliche Zeit sicher. Vor lauter Übermut lässt du aber manchmal los und plumpst dann auf den Po… ich bin sehr gespannt, ob du Weihnachten läufst. 😁 In deinem Zimmer haben wir nun eine Krabbel-Kuschel-Landschaft aus verschiedenen Matratzen, Kissen und Teppich gebaut. Nachmittags liebst du es dort rumzuturnen und beschäftigst dich damit auch längere Zeit, solange man bei dir bleibt. Wenn du dich ausgetobt hast, schläfst du dort nach einer Stillrunde sogar ein – du hast nun also schon einige Male alleine in deinem Zimmer ein Nickerchen gemacht und scheinst dich dort sehr wohlzufühlen. 😍

Seit du im Buggy fährst, magst du auch den Kinderwagen und hälst darin Schläfchen. Unsere Nächte haben sich ebenfalls etwas entspannt. Du brauchst zwar wieder das Einschlafstillen, dafür kommst du aber nur noch alle 3 – 4 Stunden. 🎉🎉🎉 Dann gibts Brust und Fläschchen und du schläfst weiter – Dank der Entspannung schläft auch der Papa wieder bei uns, was mich sehr glücklich macht! 😍 Ich bin so froh, dass ich auf komische Schlafprogramme verzichtet und dir die notwendige Zeit geschenkt habe, um selbst einen Rhythmus zu finden.

Wir haben 2 Schnupfen überstanden und trotz Erkältungswelle mit Babyschwimmen begonnen. Dass dir das gefallen würde, stand für uns außer Frage. Und so planschen wir drei nun die kommenden Sonntag Vormittage vor uns hin. 🐳

Obwohl du dich so toll entwickelst, bereitet mir dein Gewicht (7,5 kg) etwas Sorge. Du nimmst max. 50 gr pro Woche zu und isst noch immer recht wenig. Wenns gut läuft ca. 80 gr Mittagsbrei und 60 gr. nachmittags. Morgens und abends gibt’s mal Fingerfood- du liebst dunkles Brot und Banane!- mal etwas Brei und ansonsten Milch. Du isst ganz gut selbst, aber auch hier nur ganz kleine Mengen. Du trinkst auch kaum mehr als 120 ml auf einmal. Aber ich versuche, dir einfach zu vertrauen, dass du dir holst, was du brauchst. 😊

Deine erste Fremdelphase war zum Glück schnell vorbei und nun bist du auch gerne mal 2 Stunden bei den Großeltern, sofern sie mit dir bei uns bleiben oder Kinderwagen schieben. So konnten Papa und ich letzten Sonntag auch zum ersten Mal wieder ins Kino: in die 17 Uhr-Vorstellung 😅.

Mein Highlight diesen Monat ist allerdings, dass du anfängst zu sprechen. 😍🔉😍 Dachten wir anfangs noch, es sei nur Gebrabbel, so weiß ich nun, dass du Mama und Papa bewusst sagst💕💕, z.B. wenn du mich rufst, Papa suchst oder wenn ich dich beim Namen nenne, dann sagst du immet kurz drauf Mama. Das ist soooo toll! Du versucht auch Fritz (Zzzz) und Licht (cht) zu sagen. Du kannst das Babyzeichen für Essen und sagst auch Habahaba bzw. Hamham. Wenn du fertig mit Essen bzw. satt bist, nimmst du dein Lätzchen ab und auch sonst bist du sehr konkret in deiner Gestik, sodass wir uns nun richtig gut verstehen.

Du warst diesen Monat sehr ausgeglichen und super fröhlich. Wir sind sehr sehr glücklich und freuen uns auf die Weihnachtszeit mit dir.💋 Wir lieben dich über alles! 💕

Mamatricks und Weihnachtsgeschenke BabyDIY

Vorne weg: Wenn du Patin des Spätzchens bist oder sonstige Verwandtschaft… lies nicht weiter, ich verrate, was du zu Weihnachten bekommst. 🎅

Und du willst dir doch nicht die Vorfreude verderben… also husch husch… mach dir nen Kaffee oder Glühwein und lies was anderes. 😘

Dem Rest verrate ich nun 2 Mamatricks – die jetzt nicht spektakulär sind, aber vielleicht der ein oder anderen helfen.

  • Vielleicht geht’s nur uns so, aber hier sind etliche Lätzchen am Ausschnitt viiiiel zu groß, sodass man es quasi auch gleich lassen könnte. Da ich trotzdem alle Lätzchen nutzen möchte und Ole die abwaschbaren Teile nicht mag, musste ich mir was einfallen lassen. Die Lösung ist ganz simpel: Einfach nen Knoten rein und gut. 😊

  • Das Spätzchen liebt alles Leuchtende und ist damit in der Vorweihnachtszeit natürlich hellauf begeistert von all der Deko. Allerdings möchte er auch gerne wissen, wie Licht schmeckt 🤣… da er keinen Schnuller nimmt, wandert also alles direkt in den Mund. Nun möchte ich ihm die schönen Glitzersachen natürlich nicht alle vorenthalten, aber die China-Plastik soll er auch nicht anlutschen. 😝 Und daher hab ich die tolle Leuchtkugel einfach mal in ein Wurstglas gesteckt… so kann er es ablecken und ist happy. Natürlich darf man das Baby nicht komplett mit dem Glas alleine lassen! Aber auf gepolstertem Untergrund, z.b. im Laufgitter kann man ihn durchaus mal damit spielen lassen.

Habt ihr ähnliche Tricks, die unser Leben erleichtern? Hinterlasst doch einen Kommentar 😄

So nun zu unserem Weihnachtsgeschenk made by the Baby!

Am besten sollte euer Kind gut Greifen, Rollen oder Krabbeln können…je mehr es kann, desto weniger müsst ihr helfen. 😉

Ihr braucht:

  • Farben: Acryl oder besser ungiftige Fingerfarbe
  • dickes Tonpapier oder Leinwand
  • Gefierbeutel mit Zipper
  • Klebeband

Einfach die Beutel mit Papier und Farbe befüllen (am besten geht’s wenn das Papier die Öffnung offen hält), den Zipper schließen und zur Sicherheit mit Klebeband festkleben.

Dann dem Baby geben und es einfach machen lassen: drüber krabbeln, Auto drüber fahren lassen usw.

Dann möglichst schnell das Papier aus dem Beutel holen, indem man 3 Seiten aufschneidet, und trocknen lassen. Die Omas und Opas werden hoffentlich begeistert sein. 🤩😁

Ach ja, mehr als 2 Kunstwerke sollte man dem Knirps nicht abverlangen. Bei uns gibt’s noch ne Fotokollage von der Produktion dazu. Man könnte es natürlich auch rahmen… aber ich finde, dass man Kinderkunst nicht unbedingt aufhängen muss. Vor allem, wenn es das Kind noch nicht mitbekommt. 😉

Viel Freude beim Nachmachen!

Liebe Grüße von Frau Mutterherz 💕

Ole für alle

Ich war heute mit dem Spätzchen einkaufen. Da ich mit ihm nochmal in ein Möbelhaus ohne Fahrstuhl wollte, musste ich den Kinderwagen bereits ins Auto laden. Um ihn nicht für wenige Sekunden in den Sitz schnallen zu müssen, bat ich auf dem Parkplatz eine andere Mutter mit ihrer ca. dreijährigen Tochter, kurz mein Baby zu halten. Die Frau war total begeistert und Ole nahm sofort zu ihrer Tochter Kontakt auf. Ich stellte ihn vor und die Kleine lachte mit ihm. Ihre Mutter erklärte ihr und mir, dass sie ja auch ein Geschwisterchen wollte und dass das dann so ein Baby wäre. Und dass Mama und Papa nun daran arbeiten… 😉

Als ich fertig mit Verladen war, nahm ich Ole wieder. Und im Gehen unterhielten sich Mutter und Tochter noch über das Geschehene. Plötzlich meinte die Kleine: Ich mag lieber kein Geschwisterchen. Ich will einen Ole. 😍😅😍😅😍

Verzückte Grüße von Frau Mutterherz 💕

Entwicklungsexplosion

Unser Spätzchen entwickelt sich wiedermal so rasant, dass ich weder mit Staunen noch gar mit bloggen hinterher komme.

Ich bin hier nur noch am hinter her rennen und auffangen. 😉 Oles Laune ist endlich wieder besser und auch sein Schlafverhalten ist etwas entspannter. Ich habe die letzten 14 Tage ein Schlafprotokoll geführt, das hat zwar erstmal nichts geändert, aber man hat zumindest das Gefühl etwas zu tun 😉 kommt mir bekannt vor…🤔

Langsam haben wir dank der Beikost einen Rhythmus, den ich allerdings flexibel gestalte, mit unseren Unternehmungen schaffe ich es nicht exakt und Ole ist ja auch unterschiedlich müde, aber mit +/- 30 Minuten stehen unsere Fütterungszeiten. Tagsüber haben wir (fast) abgestillt, da es unterwegs einfach leichter ist, das Fläschchen zu geben als so viel Kleidung auszuziehen und dann ein sehr zappliges Kind verzweifelt festzuhalten. Zudem guckt er beim Trinken immerzu umher, d.h. ich saß minutenlang sinnlos oben ohne rum und das ist mir bei diesem Wetter einfach zu doof. Vom Abend bis zum Morgen stillen wir aber noch, oder zum Trost tagsüber, wenn er sich wiedermal weh tut. Zum Glück kommt dann immernoch genug Milch… Dank der langen Stillabstände habe ich seit 15 Monaten nun mal wieder bei einem Geburtstagsbrunch mit angestoßen… und besser hätte der Moment nicht fallen können, es gab namlich Prosecco mit Zuckerwatte🍾💕😍.

Hätte ich letzten Montag noch posten können, dass Ole nun richtig krabbelt und anfängt sich hochziehen, muss ich sagen, Donnerstag und Freitag war er auf Knien. Samstag stand er im Laufgitter. Mir ist fast das Herz stehen geblieben… das Laufgitter war nämlich noch auf mittlerer Stufe. 😱 Das haben wir dann umgehend geändert und auch das Bett bauen wir bald um, allerdings möchte ich es auf Beistellbetthöhe behalten, daher muss ein Podest her, sodass wir es absenken, aber dennoch als Beistellbett verwenden können. 😁

Bei uns gibt es wenig Möbel, an denen Ole sich hochziehen könnte und so müssen nun meist Mama und Papa herhalten… was mir gar nicht so unrecht ist, denn unser furchtloser Wikinger lässt natürlich sofort los, sobald er steht oder kniet – was auch schon zu Stürzen führte. 🙈

Gestern versuchte er doch tatsächlich sich im Knien umzudrehen und ein Spielzeug aufzuheben … ich konnte ihn gerade noch fangen. Da er sich einfach fallen lässt, kann ich ihn nun also nur noch in der Wippe sicher aufbewahren, wenn ich schnell ins Bad will oder so, denn sein Laufgitter ist auch nur dünn gepolstert und hat keine richtige Matratze.

Was sich wirklich toll entwickelt hat, ist sein Kinderwagenverhalten. Wir sind letzte Woche auf den Sportsitz umgestiegen und er liebt es!!! 😍 Er schläft bei jedem Spaziergang ein und schläft sogar manchmal fast 2 Stunden darin – ich bin immernoch völlig begeistert. 🎉🎉🎉 Somit konnten wir letztlich auch einen Shoppingtrip mit meiner Mama in meine ehemalige Unistadt machen. Ole war hellauf begeistert vom Shopping Center und ließ sich sogar im Wagen füttern. Nach 2 Stunden machte ich mit ihm dann einen Spaziergang für ein Schläfchen. Allerdings musste ich erst einige Runden über einen angrenzenden Schotterparkplatz drehen, denn die geteerten Wege der Stadt waren meinem Dorfkind zum Einschlafen einfach zu eben. 🤣

Gefunden habe ich allerdings nichts für mich, meine Figur ist irgendwie noch zu formlos für echtes Shoppingvergnügen und somit gab’s ein Buch und für Ole ganz viele Höschenwindeln Gr. 3 (Hier gibt’s meist nur 4er). Endlich hat das Wickeldrama ein Ende. 😄

Und nach einem aufregenden Wochende gab es für uns Eltern gestern noch einen ganz besonderen Moment. Ole ist ja nicht der große Plapperer und außer mal ein Mömmömöm und mba oder ba bzw. brrr kam bisher nichts. Ich rede ja viel mit ihm, aber ich bin nicht so der Typ für sag doch mal Mama, Papa etc. Nun war er Freitag und Samstag oft beim Lieblingsmann, der das durchaus gerne „fordert“.

Gestern Abend wippte Ole so vor sich hin und sah uns beim Essen zu. Wir beachteten ihn kaum… plötzlich: brabbel brabbel brabbel … Papa… Mama … brabbel brabbel.

Wir sahen uns völlig verdutzt an und versicherten uns gegenseitig, das auch gehört zu haben. Und wenngleich ich weiß, dass noch kein Bewusstsein hinter den Worten lag, war es doch sehr sehr schön 😍. Auch dass gleich beides kam💕💕 – obwohl die Reihenfolge natürlich zeigt, wer ihn so beeinflusst hat. 😅

So nun wird mein Baby bald sein morgentliches Nickerchen beenden, ich hol mir noch schnell nen Kaffee… mal schauen, womit er mich heute überrascht.

Viele Grüße von Frau Mutterherz 💕

Runzel ich?

Ab wann gilt man in der Bloggerszene eigentlich als alt?

😉🤔

Dreieinhalb Jahre habe ich also über unseren Kinderwunschweg berichtet, der da ja schon einige Monate alt war… und seit 6 Monaten kann ich hier nun endlich über unser Spätzchen schreiben. 😍

Happy Birthday lieber Blog und Danke an alle, die mich hier begleiten. 😘

Liebe Grüße von Frau Mutterherz 💕

6. Monat mit dir 💕

Unglaublich, dass du nun schon ein halbes Jahr bei uns bist. Wir sind der Kleinkindzeit nun näher als deiner Geburt und das merkt man sehr deutlich an deiner Entwicklung.

Du bist 68 cm groß und 7,2 kg schwer, d.h. wir brauchen langsam Größe 74 für dich. Wenn ich dein erstes Outfit anschaue, erscheint es mir fast unwirklich, dass du jemals so klein warst.

Dieser Monat war extrem anstrengend und ich bin oft an meine Grenzen gekommen – in jeder Hinsicht. Eigentlich hätte ich gedacht, dass ich mich nach einem halben Jahr souveräner in meiner Mamarolle fühlen würde – und auch wenn du dich gut entwickelst, hab ich oft Sorge, dass etwas nicht passt… aber ich möchte jetzt nicht so viel über meine Sorgen schreiben.

Du kannst schon so viel! Du robbst wie ein Weltmeister oder ein angeschossener Soldat 🤣,

kannst Fritzi streicheln, übst den Pinzettengriff (klappt natürlich noch nicht), du hast schon gesessen – machst davon aber wohl gerade Pause. Dafür drückst du im Vierfüsslerstand die Beine durch und zeigst erste Anzeichen zum Hochziehen.🙈 Du kommunizierst sehr klar mit Mimik, Gestik und Lauten und machst immernoch SEHR DEUTLICH, wenn dir etwas nicht passt. Du testest bun auch schon unsere Reaktionen, z.B. wenn du mich beim Stillen angrinst und dann beißt 🤨 oder wenn du Brei langsam aus dem Mund laufen lässt. Wenn du eine solche „Idee“ hast, sieht man dir das genau an – dann huscht so ein Lächeln in dein Gesicht und deine Augen funkeln 🤩… da weiß man gleich, dass jetzt was kommt. 😁

Deine 2 Zähnchen nutzt du für Brotrinde, Banane und Birne – abbeißen findest du lustig, Stückchen lässt du dir lieber reichen und Stückchen im Brei gehen gar nicht. 🤷🏼‍♀️ Mittags isst du etwa 60-80 gr und bist da auch recht experimentierfreudig, nur Kürbis und Spinat sind nicht dein Fall. Nachmittags gibt es Obst-Milch-Brei, den du sehr gerne magst. Abends bist du oft zu müde zum Essen, da gibt es Milch. Obwohl wir nun schon 7 Wochen Fläschchen zufüttern, stillen wir weiter kräftig. Du trinkst und isst weiterhin sehr häufig, aber dafür eher kleinere Mengen. Insgesamt kommen wir auf 8-10 Milchmahlzeiten und 2 Breimahlzeiten. 🙈 Ich würde ja gerne langsam den hochgelobten Rhythmus einführen, aber da du dich ständig bewegst- ständig, wirklich ständig, sogar im Schlaf!- brauchst du wohl einfach mehr Energie.

Die Nächte waren wegen deiner starken Zahnungsschmerzen teilweise katastrophal und ich bin wirklich auf dem Zahnfleisch gegangen. Seit 4 Tagen führe ich daher ein Schlafprotokoll, denn sofern es in den nächsten 2 Monaten nicht etwas besser wird, werde ich mir Rat einholen. Aber etwas Hoffnung habe ich, denn entgegen aller Logik (Kalorienanzahl ist gleich), scheinst du mit der 1er Milch nachts wenigstens 3-4 Stunden auszukommen. Vielleicht pendelt es sich ja wenigstens auf diesen Rhythmus ein, denn leider nimmst du nachts das Fläschchen auch nur von mir, zumal während des Zahnens Dauerstillen angesagt.

Allmählich lassen sich deine Wesenszüge erahnen und wir entdecken so viel von uns in dir. Du gehst definitiv in Richtung „gefühlsstarkes“ Baby und wir hoffen, dass wir dir gut helfen können mit dieser tollen und gleichzeitig anstrengenden Eigenschaft in der Welt zurechtzukommen.

Wir versprechen dir unser Bestes zu geben! 💋 Spätzchen, wir lieben dich… auch wenn du dich zwischendurch in einen Terrorzwerg verwandelst! 😘

Absurde Gedanken

Ich habe seit gestern Schmierblutungen… es geht also wohl demnächst wieder los. 🙄 obwohl wir hier weiter kräftig stillen… naja und was ist mein 1. Gedanke: Oh Hilfe, ich möchte momentan keinesfalls ein 2. Kind… sollten wir vielleicht verhüten? 🤦🏼‍♀️🤣🤔

Fräulein Hoffnung sitzt in der Ecke und lacht dreckig.

Das hat gesessen

Also das Baby, und zwar den ganzen Tag. 😁 und ich staunend und möglichst unauffällig in der Nähe, stets bereit, es aufzufangen.

Dienstagabend gab’s den ersten Versuch, der mit einen Aufprall auf dem Parkett endete. 🤦🏼‍♀️ Mutter war zu langsam…

Mittwoch saß er dann so halb bei seinen Urgroßeltern auf dem Teppich. Meine Oma war völlig euphorisch – Ole weiß halt wie man sich beliebt macht. 😉

Gestern Pause.

Und heute dann saß er da und guckte etwas überrascht. Nach 2 – 3 „Trockenübungen“ robbte er los und setzte sich überall im Wohnzimmer bzw. Esszimmer mal hin – als wolle er testen, ob’s überall klappt. 😁 Ich hab Blut und Wasser geschwitzt, aber was will man machen 🤷🏼‍♀️ …

Frühs hatten wir die U5. Ole ist 68 cm groß und 7,2 kg schwer. Nach allen Tests bestätigte die Kinderärztin, was ich schon ahnte: Er ist sehr weit, nicht nur motorisch auch in der Wahrnehmung und nonverbalen „Kommunikation“- eher so wie ein 10 Monate altes Baby. Vermutlich zieht er sich demnächst hoch und läuft eventuell schon Weihnachten. 🙈

Das ist natürlich irgendwie cool, führt aber hier auch zu vielen Problemen (über die ich schon längst schreiben wollte, weil es mich echt belastet), denn nicht alle Hirnteile entwickeln sich gleich schnell, daher unsere sehr sehr unruhigen Nächte und neuerdings enorm viele „Gefühlsausbrüche“ – teilweise stundenlang wegen verschiedener Kleinigkeiten. Gestern war es so schlimm, dass wir schließlich nackig im Bad saßen, weil Ole sich nichts anziehen ließ 🙈 eigentlich wollte ich ihn umziehen, weil wir mit den Großeltern essen wollten… wir sind dann kurzerhand zusammen in die Wanne, was wenigstens kurz Ablenkung brachte.

Abends bin ich entsprechend oft gerädert und dünnhäutig beim Lieblingsmann – was nicht unbedingt beziehungsförderlich ist. 🙁 Der Schub ist also irgendwie kein Schub, sondern wird wohl eine Phase…

Meine Aufgabe für die nächsten Jahre lautet also, meinem Kind zu helfen, mit seinen extremen Gefühlen (positiv wie negativ) umzugehen. Ich erkenne mich selbst sehr darin wieder und hoffe, dass mir das gelingt, denn leider ist es genau das, was ich als Kind vermisst habe. Oft lief ich im Kindesalter weinend/wütend in mein Zimmer und hatte gehofft, dass jemand nachkommt – was aber selten geschah und wenn dann eher zum schimpfen.

Mein Mann wurde in seiner Autonomiephase – die wohl auch extrem war – einfach in einem Raum allein gelassen bis er sich beruhigt hatte. Zum Glück bleibt uns ja noch etwas Zeit uns dahingehend zu informieren…in der Zwischenzeit diskutiere ich weiter mit meiner Familie darüber, ob ich Ole verwöhne, weil ich ihn immernoch nicht schreien lasse. 🙄 er ist ja schließlich kein Neugeborenes mehr… 🙄🙄🙄

Irgendwie hab ich in der gesamten Kinderwunschzeit nie damit gerechnet, dass es mal so kommen könnte, obwohl die Entwicklung gar nicht abwegig ist, denn Ole hat sehr viel von mir und dem Lieblingsmann – blöder Weise eher in der „ungünstigen“ Kombination.

Nunja man wächst ja mit seinen Aufgaben.

Ein schönesWochenende wünscht euch Frau Mutterherz 💕

Dieser Fritz – Liebe auf den 2. Blick

Viel zu lange hab ich hier nichts von Fritzi berichtet. Natürlich auch, weil er seit der Geburt nunmal an 2. Stelle steht. Direkt nach der Geburt haben wir ihn von Ole ferngehalten, er durfte z.B. monatelang nicht ins Wohnzimmer und nach dem Schock mit der Zecke, musste der Arme den Sommer weitgehend draußen verbringen- was ihm aber sehr recht war. 😉

Nun wird es vor der Tür langsam ungemütlich und Fritzi ist wieder mehr bei uns. Eigentlich dachte ich, dass sich Kind und Katze erst nächsten Sommer annähern würden. 1. Weil ich das möglichst lange hinauszögern wollte. 2. Weil beiderseits kein Interesse aneinander bestand.

Dies hat sich nun aber schlagartig geändert seit Ole robbt. Er hat Fritz entdeckt und liebt ihn. Egal wie nörgelig er ist, sobald Fitz kommt, strahlt er übers ganze Gesicht. 😍 so süß 😍!

Fritz hatte sich bereits vor Wochen bei einem Schläfchen angeschlichen. Da er sich gerade seinen Winterspeck anfuttert, kann man ihn sogar mit Leckerlis dazu „überreden“ sich von Ole „streicheln“ zu lassen. Wobei Ole eher so streichelt als wolle er Fritz beim Fellwechsel helfen. 🤣 Fritz hat aber auch schon rausgefunden, dass es sich lohnt in der Nähe zu bleiben, wenn Ole gefüttert wird. Unser Sohn verteilt seinen Brei momentan gern großflächig und Fritz sitzt geduldig am Fuße des Hochstuhls.😉

Ich bin sehr froh, dass ich so eine gute Bindung zu Fritz habe. Er erträgt die Streichelübungen stoisch ohne zu kratzen oder zu beißen, wenngleich man ihm anmerkt, dass er es nur wegen der Bestechung macht. 😉

Ole versuche ich schon beizubringen, dass wir nach dem Streicheln immer gleich Hände waschen – wobei das angesichts der sehr ausgeprägten oralen Phase wahrscheinlich eher nur der Gewissensberuhigung dient. 🙈 Ich bin gespannt wie sich das Verhältnis der beiden entwickelt, wenn Ole noch mobiler wird und Fritz mehr auf die Pelle rückt.

Bisher haben wir sehr viel Glück mit Fritz. Er lässt Oles Sachen komplett in Ruhe, legt sich nicht mal auf seine Decke. Aber er will immer in unserer Nähe bleiben. Vor allem wenn Ole weint, kommt er und guckt nach ihm oder legt sich vor die Schlafzimmertüt – das ist sehr süß. 🤩 Ich freue mich für unser Baby, dass er einen Kuschelfreund fürs Leben hat!

Viele Grüße von Frau Mutterherz 💕, Ole und Fritzi