Wir haben eine Phase…

… eine richtig richtig goldige. 😄

Ich habe dem Kind auf einem Basar eine Jacke mit Pinguinen gekauft. Er sah die Jacke und war sofort verliebt!

Und nun fordert er jeden Tag etwas mit Pinguinen anzuziehen. 🤣🐧💙

Zum Glück besitzen wir zufällig weitere Teile (Hose, Pullover, Spucktuch, Lätzchen) mit den geliebten Tieren und ich lasse gerade noch eine Hose und eine Mütze nähen. Am Feiertag haben wir dann mit der Patin gleich mal die neuen Lieblinge im Zoo besucht. Ole war ziemlich begeistert! 😍

Ach wären doch nur alle Kleinkindphasen soooo süß…

Liebe Grüße von Frau Mutterherz 💕

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Nachtgedanken

Es ist 4:40 Uhr. Ich liege seit knapp anderthalb Stunden wach. Verrückt. Denn hier ist kein Kind, das mich wachhalten würde. Das schläft wiedermal bei der Oma.

Ich liege nicht wach, weil ich mich sorge. Gar nicht. Bei letzten der letzten Oma-Übernachtung hat Ole durchgeschlafen! Von 20 Uhr bis 5 Uhr, dann ein Fläschchen und weiter bis 7:30 Uhr! Meine Mutter teilte mir das am Morgen – ich war bereits auf Arbeit- via Whatsapp mit. Die Nachricht begann mit „Ich weiß gar nicht was du hast…“ 🤨 Ich war ganz kurz stinksauer auf diesen kleinen Verräter. 😂 Bei uns schläft er übrigens weiterhin nicht durch, aber manchmal wenigstens 4 Stunden am Stück. Jedenfalls war das der Startschuss für unser nächtliches Abstillen. Und bis auf zwei Ausnahmen sind wir nun seit zwei Wochen nachts stillfrei. Zum Einschlafen darf er noch trinken und dann erkläre ich ihm, dass die Brust nun auch schläft. Morgens geht via Zeitschaltuhr die Lichterkette über seinem Bett an und das ist das Zeichen, dass nun wieder gestillt werden kann. Das Prinzip hatte er innerhalb von zwei Tagen verstanden und akzeptiert. Zwar fragt er im Halbschlaf manchmal nach der BUUUUU?, aber die Info, dass noch Schlafenszeit ist und es nur Fläschchen gibt, akzeptiert er. Das Fläschchen wollte der Lieblingsmann erstmal gerne beibehalten, da Ole es auch nicht mehr bei jedem Aufwachen verlangt. Aber, wenn er sagt, dass er eines möchte, trinkt er es auch leer und schläft dann meist gleich weiter. So kommen wir im Schnitt mit Fläschchen und Wickeln oder Töpfchen auf 3 nächtliche Unterbrechungen. Nicht super, aber ok.

Ich schlafe vor Tagen, an denen ich arbeiten muss, alleine im Gästezimmer im Keller. Dort kann ich auch immer gut durchschlafen. Wenn ich „Nachtschicht“ habe, schlafe ich momentan mit Sport-BH und hochgeschlossem Shirt, um Selbstbedienung oder unbedachtes Stillen im Halbschlaf zu vermeiden. Sofern Ole möchte und es zeitlich klappt, stillen wir morgens. Anfangs saß er immer fröhlich lachend unter der Lichterkette und rief an an und zeigte aufgeregt nach oben. Mittlerweile will er morgens manchmal einfach aufstehen. Wenn er sich dann eine Stunde später ans Stillen erinnert, darf er natürlich trinken. Manchmal bin ich aber schon außer Haus zu diesem Zeitpunkt, dann erklärt der Papa das und Ole guckt kurz missmutig, hat dann aber Verständnis. Tagsüber will er ab und an nach der Kita stillen oder bei Müdigkeit, aber das Interesse ist schon weniger. Tatsächlich sagte mir der Lieblingsmann bei unserer gestrigen Datenight, dass er meint, dass Ole soweit sei abzustillen und ich eigentlich das Kind sehr oft danach frage. Ich persönlich empfinde es anders. Muss aber ehrlich gestehen: Er hat Recht. Mittlerweile drückt die Brust oft, wenn sie „voll“ ist, und dann frag ich einfach – aus Gewohnheit, Reflex und weil ich das Gefühl unangenehm finde 😉. Hatte ich bisher ja selten.

Jedenfalls geht es Ole und mir bei dem Thema wohl ähnlich. Irgendwie merken wir, dass unsere Stillbeziehung langsam ausläuft. Und irgendwie finden wir das schade, aber gleichzeitig gut. Mal schauen wie es sich die kommenden Wochen entwickelt…

Tatsächlich merke ich, dass durch diesen Schritt auch Gedanken an ein Geschwisterchen etwas präsenter werden. Ole ist nun in vielerlei Hinsicht mehr Kind als Baby und somit braucht er mich einfach auf anderen Ebenen und ich hätte neue Kapazitäten. Außer vielleicht Schlaftechnisch. 😉

Die letzten zwei Kita-Wochen waren ok. Beim Abgeben wird zwar viel und heftig geweint- egal wie lange wir warten, daher machen wir es nun doch immer kurz und „schmerzlos“- aber dann beruhigt er sich recht zügig. Klar, gab es auch mal schlechtere Tage, aber insgesamt läuft es gut. Beim Abholen ist er bis auf eine Ausnahme immer gut drauf gewesen.

Die Hammermeldung Nr. 1: Er nimmt jetzt einen Schnuller. 😂🤦‍♀️ In der Kita zum Mittagsschlaf und bei uns auch teilweise nachts. Wobei er immernoch nicht richtig Schnullern kann…😉 aber vermutlich ist auch das ein Schritt zu mehr Unabhängigkeit. Auch hier lass ich ihn natürlich. Wenngleich es natürlich etwas ungünstig ist, jetzt wo alle Zähne da sind.

Hammermeldung NR. 2: Die Eckzähne sind offiziell alle durch! 🎉🎉🎉🎉 hat ja nur 3 Monate gedauert 😂…

Ansonsten läuft hier alles gerade ganz gut. Mein Jobeinstieg ist nicht allzu stressig, obwohl ich ja mit 80 % eingestiegen bin. Ich habe zum Glück oft Zeit für Ole und daher selten ein schlechtes Gewissen und außer, dass ich mich noch etwas gegen den „mental load“ wehren muss – in Form von mehr Organisation- bin ich echt zufrieden. 😊 Wenn ich jetzt noch in meinen kindfreien Nächten schlafen könnte…🙄 aber so konnte ich euch wenigstens auf den neuesten Stand bringen.

Ein schönes Wochenende wünscht euch Frau Mutterherz 💕

Eingewöhnung Woche 4

So der Knoten scheint geplatzt und ich wage mal vorsichtig zu behaupten, Ole ist in der Krippe angekommen. 🎉😊

Seit Montag schläft er Mittags dort und isst noch Vesper mit. Er geht also aktuell von 9 Uhr bis 14:30 Uhr in die Krippe. Nächste oder übernächste Woche erweitern wir dann noch um Frühstück. Ole freut sich mittlerweile wenn er frühs die Kita sieht und hat sich Dienstags winkend auf dem Arm der Erzieherin von mir verabschiedet. Beim Abholen ist er auch ganz fröhlich und zeigt uns immer noch irgendwas im Bad.

Am Dienstag klappte zum ersten Mal ein großes Geschäft mit Ansage dort und er war völlig aus dem Häuschen. 😂 Es gibt nämlich ein mini WC statt eines Töpfchen und das findet er soooooo toll, dass ich mir das sehr genau anschauen musste. 😉

Allgemein läuft die Töpfchensache erstaunlich gut. Sowohl bei den Großeltern als auch bei uns klappt es mit Ansage bzw auf Nachfrage. Auch Pipi klappte schon mit Ansage, sogar gestern im Restaurant. Da er ja aber immernoch Windeln trägt, rennen wir nicht immer gleich los. Manchmal läuft es halt so halb/halb, wenn ich nicht schnell genug war 😉… das finde ich aber insgesamt entspannter als völlig gehetzt loszusprinten. Und manchmal möchte Ole auch einfach in die Windel machen, obwohl er es merkt, das ist natürlich auch komplett ok für mich. Allerdings findet er das Wickeln im Anschluss meist doof und erkennt so doch den Vorteil des Töpfchens.

So ich hoffe, wir können die Akte Eingewöhnung damit schließen.

Viele Grüße von Frau Mutterherz 💕

Eingewöhnung Woche 3

So nun sind die ersten – sehr sehr anstrengenden Schultage rum. Am Konferenztag musste ich frühs echt einige Tränen runterschlucken, denn da war’s dann schon irgendwie endgültig und durch die Kita-Situation war ich natürlich nicht so entspannt wie erhofft. Trotz Krankheit …Danke für alle Genesungswünsche… und mental load liefen die ersten 3 Schultage ganz ok.

Euch interessiert natürlich mehr wies in der Kita lief, gell? Kurz gesagt: gut. Anscheinend ist das die berühmte Verbesserung in Woche 3 – also eigentlich ganz normal- wenn man mal mehr als 2 Wochen für ne Eingewöhnung einplant 😉. Wir bringen Ole momentan um 9 Uhr und er isst seit 2 Tagen mittags mit. Er hat sich auch schon mal Probehalber in ein Bettchen gelegt. Ab nächste Woche probieren wir mal Mittagsschlaf und Vesper. Frühstück warten wir noch ab… das Ankommen und Stillsitzen ist einfach unattraktiv für ihn. 😉

Und endlich endlich dürfen wir wirklich selbst das Tempo vorgeben, werden vor jedem neuen Schritt gefragt und mittags über den Verlauf informiert. M hat nun echt einen Draht zu Ole und F gibt sich auch Mühe, ich weiß aber nicht, ob die beiden einen Draht haben/finden. Das wird sich dann nächste Woche zeigen, denn M hat ab Mittwoch 2,5 Wochen Urlaub… 😱

Montag gab es wohl noch ein paar Tränchen, Di/Mi nur noch bei der Verabschiedung der Lieblingsmann blieb lange vor der Tür bzw vorm offenen Fenster, heute gabs gar keine Tränen laut Erzieherinnen. Sie waren diese Woche doch meistens drinnen, dennoch spielte Ole ganz gut, ging mit allen ins Bad und aufs Töpfchen. Di saß er beim Abholen drinnen am Tisch und aß Obst und obwohl Papa in der Tür stand, blieb er sitzen und lachte.

Da es schon ausgemacht war, besichtigten wir heute dennoch die andere Kita. Sie ist neu und innen sooooooo schön, der Außenbereich ist aber echt klein und leider voll sonnig. Das Konzept gefällt mir gut und hätte Ole diese Woche immernoch so geweint, hätte ich ihn direkt angemeldet. Da er nun aber ja langsam Vertrauen fasst, warten wir mal ab, ob es auch gut läuft, während M Urlaub hat oder ob es nur an ihr liegt. Die andere Kita hat ein komplett offenes Konzept für alle ab 2, die Krippe ist etwas separiert, aber Kinder, die weiter sind, dürften auch schon vor 2 zu den Großen… wir waren heute etwas hin- und hergerissen. Jedenfalls hätten wir nun einen tragfähigen Plan B und da dort noch etliche Plätze frei sind, können wir diesen Plan zur Not auch noch später umsetzen.

Ansonsten sind unsere Nächte noch unruhig, wir stillen meist morgens und abends – ich schlafe nachts allein. Allerdings merke ich, dass es deutlich schlechter „läuft“ als noch letzte Woche. 😐 Mal schauen wie das weiter geht. Töpfchen klappt ganz gut, aber draußen oder im Spiel meldet sich Ole natürlich noch nicht, was absolut normal und ok ist.

Ja so sieht’s aus. Nächste Woche bringe ich Ole erstmals in die Kita. Ich bin gespannt.

Eingewöhnung Tag 10

Da ich seit letzter Nacht sowieso komplett flach liege – juhu in 2 Tagen ist mein erster Arbeitstag nach 1,5 Jahren und ich WILL die Anfangskonferenz nicht verpassen 🙄🤦‍♀️… – jedenfalls kann ich euch somit doch nen kurzen Bericht von gestern schreiben.

Freitag startete wieder um 9 Uhr auf dem Außengelände. Diesmal weinte Ole bereits beim rausgehen und als er die Erzieherinnen sah, der Lieblingsmann rechnete damit, nun gar nicht mehr gehen zu können bzw nur mit Kind. Ole wollte nicht mal den Papa loslassen oder spielen. Irgendwann konnte der Papa ihn zusammen mit M zum Gießen überreden, dann löste Ole sich vom Papa und ging zu M, er war dann gut abgelenkt und der Lieblingsmann ging. Ohne Verabschiedung- also so wie man es nicht machen sollt- es war eine Bauchentscheidung. Er stellte sich ib Hörweite, aber nicht sichtbar vor die Kita und putzte Auto. 😉 Ole weinte nach wenigen Minuten, aber nur kurz. Und dann… NICHT MEHR. NICHTS. 45 Minuten lang. Keine Tränen. 🤷‍♀️ Er ging sogar schließlich mit allen rein und aufs Töpfchen bzw ließ sich wickeln. Und dann nahm ihn der Lieblingsmann mit.

M erzählte, dass sie auch versucht hatten, Ole wieder an F zu gewöhnen. Als er merkte, dass er nun zu ihr sollte, ging er wohl einfach weg und spielte alleine. 😉

Zwar doof, dass er sie „nicht mag“, aber ja gleichzeitig gut, dass er sich komplett lösen konnte und ins Spiel fand. M und der Lieblingsmann beschlossen es Montag gleich wieder so zu probieren und wenn das geht, dann Di mal zu testen, ob er dort Mittag mit isst. Es ist natürlich ungewöhnlich, zumal das Kind ja ab dem Mittagessen gemeldet wird, aber dann zahlen wir das halt, wenn das der Weg ist, damit Ole sich dort wohlfühlt, dann ist mir das egal. Dann machen wir halt erstmal Spielzeit+Mittagessen… finde ich auch logisch, denn 8 Uhr ankommen und erstmal still sitzen ist aus Kindersicht ja auch wenig attraktiv. 🤷‍♀️

So nun haben wir zumindest einen Hoffnungsschimmer fürs Wochenende, das ist ja schon mal was.

Nachtrag Hoffnungschimmer Nr. 2: Der Lieblingsmann hat gestern die Leitung der anderen, ganz neuen, Kita im Dorf getroffen. Die hatten wir zunächst schon wegen des Essenskonzepts abgeschrieben, allerdings bekommen sie nun auch das frische Essen aus dem Mutter-Kind-Kurheim wie unsere Kita. Jedenfalls ist in der Krippe noch was frei und wir können es uns Do oder Fr einfach mal anschauen. Nun weiß ich ja auch, welche Fragen ich dabei stellen muss. 😉 Ist übrigens ein offenes Konzept, auch für die Kleinen. Ich bin gespannt.

Liebe Grüße und Danke für all eure Berichte!

Eingewöhnung Tag 9

Also für alle die es interessiert oder, die nicht verstehen, was mein/unser (der Lieblingsmann ist da voll bei mir) Problem ist, berichte ich jetzt mal von heute.

Das Aufnahmegespräch ging 2 Stunden und bestand darin, dass die stellv. Leitung uns mithilfe eines Ordner, aus dem sie teilweise vorlas, die Kita „vorstellte“. Im Folgenden immer bedenken, die Frau hat dieses Gespräch erst wenige Male geführt. Eigentlich war dieser Vortrag zu diesem Zeitpunkt völlig unnötig für mich, vor allem alles zum Thema Vorschule etc. aber so hatten wir ja wenigstens die Möglichkeit live zu schauen wie es mit Ole klappt.

Wir kamen kurz vorm Frühstück. Mussten uns entsprechend schnell verabschieden und als wir raus waren weinte er schon. Als er nach 15 Minuten immernoch brüllte! und wirklich verzweifelt weinte – und uns trotzdem keiner holte 🤨- ging der Lieblingsmann in den Raum und tröstete ihn. Er machte NOCHMALS deutlich, dass wir nicht wollen, dass Ole so lange so schlimm weinen muss! Er hat sich in dieser Zeit nicht einmal kurz beruhigt, war fix und fertig. Die Erzieherin M lenkte dann zum Glück ein, dass wir also nochmals einen Schritt zurück gehen und erst wieder gegen 9 kommen und versuchen, ob er von draußen dann eher mit rein geht und vielleicht dann “ zeitlich nach hinten“ gezogen werden kann. Sie ist wirklich die Einzige, die überhaupt überlegt, was ihm helfen könnte. Der Rest will Schema F durchziehen.

Er beruhigte sich schließlich, spielte irgendwann und der Lieblingsmann kam wieder zum Gespräch. Wir hörten ihn dann nochmal, aber nicht so lange und gegen Ende der 2 Stunden weinte er erneut, ließ sich wieder nicht trösten und so „holten wir ihn dann ab“.

Erzieherin F war übrigens total überrascht als der Lieblingsmann meinte, dass Ole ihnen halt noch nicht vertraut und deswegen auch nicht auf sie hört, wenn er sich z.B. setzen soll… wir finden das schon einleuchtend 🤷‍♀️. Auf alle seine Bezugspersonen hört er nämlich super. Aber wir sind ja Laien. 😉

Jedenfalls hatte ich ja solange Gelegenheit hinter die pädagogische Fassade zu blicken… was soll ich sagen: als ich daheim war, telefonierte ich erstmal mit meinem Wunschkindergarten. Der nimmt leider erst ab 2,5 Jahren. Ich hab mich auf die Liste setzen lassen. Just in case. 😉

Ich versuche mal ein paar Auszüge des Gesprächs wieder zu geben.

Eingewöhnung ist normal in 2 Wochen durch. Maximal 4. Aber eigentlich wollen die meisten Eltern nur zwei. Unterton und Blick – nicht wie ihr komischen Hippieeltern.

Danach muss das Kind halt da durch.

Ja es gibt Kinder, die über Monate weinen. Auch länger am Tag. Das ist dann halt so. Hammer-Nachsatz: ist für die Erzieherin schließlich auch anstrengend.

Ein Kind mal 30 Minuten weinen zu lassen ist völlig normal.

Es gibt Kinder, die kann man dann auch nicht trösten, dann weinen sie allein.

Alles nicht so schlimm. Und wenn Eltern da sind und immer gleich trösten, bringt das ja auch nichts.

Und überhaupt, dann gibt es ja so „komische Kinder“(hat man natürlich nur am Unterton gehört), die danach total fixiert auf ihre Eingewöhnungserzieherin sind. Das geht gar nicht. Und dann machte sie sich an ein paar Beispielen(Datenschutz wird da groß geschrieben!?) darüber lustig, dass Kinder traurig waren, weil ihre Bezugserzieherin Urlaub oder so hatte.

Tja und dann kam mein Schlüsselmoment: Gestern sah ich beim Abholen einen kleinen Jungen aus der Parallelgruppe. Er ist fast 2 und seit einem Jahr dort. Er sah todtraurig aus. WIRKLICH, der Anblick ging mir durch Mark und Bein. Mein sofortiger Gedanke war: DAS WILL ICH KEINESFALLS FÜR MEIN KIND!

Und dann kommt sie auf eben diesen Jungen zu sprechen. Beschreibt, dass er auch eine ganz schwere Eingewöhnung hatte und immer noch oft weint. Und sagt dann im Brustton der Überzeugung: Er sei ja aber nun gut angekommen und es ginge ihm gut!

Da hab ich dann erstmals energisch widersprochen. Einem Kind, dass nach über einem Jahr immernoch oft weint und dass so aussieht/dreinblickt DEM GEHT ES NICHT GUT! Nicht in meiner Welt!

Wäre Erzieherin M nicht so feinfühlig und würde uns entgegen kommen, wäre da mein Schlussstrich gewesen. So probieren wir es nächste Woche weiter und hoffen auf Besserung… wenn er wenigstens erstmal M akzeptiert. Die gibt sich echt – im Rahmen ihrer Möglichkeiten- Mühe.

Im Übrigen fragen wir trotzdem weitere Kindergärten an. Ist natürlich -selbst hier- Irrsinn zu diesem Zeitpunkt.

Ich muss glaub ich keiner halbwegs bindungsorientierten Mama erklären, wie ich mich fühle. Wenigstens ist Ole nachmittags bei uns fröhlich und ausgelassen… sonst wäre mein Limit schon erreicht.

Ich ärgere mich maßlos, dass ich mich vom Lieblingsmann und anderen davon habe abhalten lassen, mich genauer über diese und andere Kitas zu informieren, obwohl ich im Januar schon mal so ein blödes Bauchgefühl hatte. „Aber in die Kita ging und geht halt jeder aus unserem Dorf. “ stimmt übrigens nicht, wie ich mittlerweile weiß.

Und bevor wieder irgend ein schlauer Mensch kommentiert: ES LIEGT AN EUCH- IHR KÖNNT NICHT LOSLASSEN. STIMMT. ICH WEIß NICHT MEHR, OB ICH MEIN KIND LOSLASSEN KANN, DENN ICH SEHE GERADE NICHT, DASS ES DORT AUFGEFANGEN WIRD.

Und jede/r ,die mir sagt, dass das der normale Kitaalltag ist, da muss ich sagen: DANN SIND MEINE KINDHEITSERINNERUNGEN FALSCH UND ICH WAR ZU UNRECHT EINE wirklich überzeugte VERFECHTERIN DER KITA-BETREUUNG!

Eingewöhnung Tag 8

Wieder eine Stunde, wieder Tränen bei Ole. Er lässt sich immer wieder beruhigen, aber fängt halt auch immer wieder an.

Morgen gehen wir trotzdem um 8 schon zum Frühstück, weil ENDLICH das Erstgespräch mit der stellvertretenden Leitung ist. (Mit 3 anderen Mamas.) Das Büro ist zum Glück neben dem Gruppenraum, wir sind also im Notfall da.

Gestern hab ich dann noch erfahren WIE schlimm der Personalmangel der Kita wirklich ist. Uiuiui.😐😱

Unsere Nächte sind momentan auch sehr schlecht, Ole weint viel, will rund um die Uhr stillen und zu allem Überfluss bin ich nun auch noch krank.

Läuft bei uns. 😂🤦‍♀️ und dann erinnere ich mich wieder an den Ring des mächtigen Königs, der einen alles ertragen lässt:

Die Inschrift: Auch dies geht vorüber.

Wir schauen jetzt mal, was diese und nächste Woche bringen. Den Bericht unterbreche ich hier, denn so wahnsinnig spannend ist das sicher nicht für euch…

Einen kleinen Nachtrag habe ich noch: Tatsächlich gab es Menschen in den letzten Wochen, die uns fast vorwurfsvoll sagten, das Kind hätte es bei uns einfach zu gut gehabt und zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Unsere ehrliche Antwort: Ein Kind kann es nie zu gut haben! Es kann nie zu viel Fürsorge, Liebe und Aufmerksamkeit bekommen. Und was wäre die Alternative? Das Kind ein Jahr schlecht behandeln, damit es sich dann über die Kita freut? Seltsame Vorstellung.

Eingewöhnung Tag 7

Heute waren sie wieder draußen, ist so auch für die restliche Woche vorgesehen. Da Ole bereits seit 5 Uhr wach war, ließen wir ihn ab 8 Uhr noch ein Nickerchen machen. Kurz nach 9 Uhr waren meine Männer dann vor Ort. Der Lieblingsmann ging relativ zügig weiter, was Ole zwar nicht toll fand, aber akzeptierte. Nach guten 30 Minuten fuhren wir zur Kita, da Ole noch gut spielte, warteten wir drinnen ca. 15 Minuten bis wir in den Park gingen. Dort saß er alleine mit einer Erzieherin der größeren Gruppe in einem kleinen Sandkasten (M stand in der Nähe) und war recht ruhig, aber nicht traurig oder verweint. Er freute sich uns zu sehen und wollte noch etwas mit dem Lieblingsmann spielen, was mir recht war, da ich so kurz mit den Erzieherinnen sprechen konnte. M erzählte, dass er immer mal kurz geweint hatte, aber sich beruhigen und ablenken ließ. Sie ist nun auch überzeugt, dass er einfach mehr Zeit braucht.

Der Lieblingsmann hatte bereits morgens gesagt, dass wir es nicht eilig haben und nur wollen, dass er gut ankommt und dass er keinesfalls lange weinen soll, dann sollen sie uns lieber anrufen! Jedenfalls haben sie nun beschlossen, dass wir morgen wieder nur eine Stunde machen. 😊 Ich vermute es ist eher unüblich bei uns, dass Eltern sich so viel Zeit nehmen WOLLEN, das erklärt auch, warum die Erzieherinnen morgens so irritiert waren, als der Lieblingsmann es sagte.

Ich bin froh über die Zeit, die sie ihm geben und über den kleinen Fortschritt.

Die Kita-Leitung ist übrigens langfristig erkrankt und nun gibt’s auch noch einen Personalengpass… aber vorerst wirkt der sich nicht so stark auf unsere Gruppe aus.

Eingewöhnung Tag 6

Solltet ihr heute kurz nach 10 Uhr einen dumpfen Schlag gehört haben – das war der Felsbrocken von meinem Herzen.

Wir hatten uns durch die Wochenendunterbrechung ja schon auf einen schwierigen Montag eingestellt – hatten mir auch etliche Bekannte und die Erzieherinnen prophezeit. Tatsächlich weinte heute aber nur eine – ich, und zwar aus Erleichterung.

Beide Krippengruppen waren heute wieder draußen und Ole spielte gleich mit seinem Kumpel. Der Lieblingsmann verabschiedete sich nach 20 Minuten und ging kurz einkaufen. Heimwärts fuhr er an der Kita vorbei und sah wie Ole mit der Springerin M Blumen goss. Ole erkannte zwar das Auto, ließ sich aber gleich ablenken und der Lieblingsmann brachte schnell die Einkäufe heim. Als er wieder kam, spielte Ole gerade verstecken und hatte sichtlich Spaß. Der Lieblingsmann blieb also noch etwas abseits stehen und wartete. Da Ole eine volle Windel hatte, wickelte M ihn noch fix, was ebenfalls gut klappte. 😊 Insgesamt waren es heute also 45 Minuten, die laut M wirklich gut liefen.

Morgen probieren wir es gleich nochmal so und Mittwoch dann zum Frühstück. Vielleicht ist es ja mit Plan B bis D wie mit dem Regenschirm – wenn man ihn hat, bleibts trocken.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Kitaleitung wohl länger erkrankt ist, wäre mir das doppelt lieb, denn organisatorische Gespräche oder gar einen Vetrag gab’s noch nicht. 🙈

Ich hoffe, Ole findet nun einen Draht zu M und lebt sich schnell ein. Wir mögen sie nämlich auch – nicht nur, weil sie unser Schicksal teilt. Und zum ersten Mal in meiner Kinderwunschgeschichte fühle ich mich echt fies, weil ich mir wünsche, dass M nicht gleich (wieder) schwanger wird. 😔 Sie hat echt Schlimmes durch und ich wünsche ihr alles Glück, aber nun hoffe ich, dass sie Ole ein paar Monate begleitet. Aber das ist nur ein Gedanke am Rande…

Übrigens veranschlagt unsere Kita normalerweise 2 Wochen bis die Kinder Mittagessen mitmachen (d.h. angemeldet werden/eingewöhnt sind und man bezahlt), 3 Wochen für Mittagsschlaf.

Dass wir also an Tag 7 nochmals nur eine Stunde kommen „dürfen“ – hat M wohl so beschlossen- werte ich jetzt mal als positiven Lernerfolg vom Freitag.

Bis morgen also, habt es fein ihr Lieben!

Eingewöhnung Tag 5

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll…

Unser Eingewöhnungsschema ist ja schon die langsame Version unserer Kita. Vielleicht nicht langsam genug?

Heute waren sie im Park der Kita Ja das Außengelände ist kein Garten, sondern ein richtiger riesiger toller alter Schloss-Park. Das war DER Grund für unsere Wahl.

Ich hegte die Hoffnung, dass die tollen Spielmöglichkeiten heute ihn gut ablenken würden und dass er endlich mal Spaß mit der Kita verbindet. Ole stampfte auch sehr motiviert mit Papa und der Gruppe los und lief- sehr zum Erstaunen aller- sogar die kleine Treppe zum Park alleine hoch. Oben schnappte er sich einen Schubkarren und wirkte ganz zufrieden.

Der Lieblingsmann wurde gleich weggeschickt, „schließlich sei ja schon Tag 5 und man müsse mal vorankommen.“ Also doch nichts mit “ im Tempo des Kindes“. Ole weinte aber nicht bei der Verabschiedung und so war der Lieblingsmann um kurz nach 9 wieder zuhause. Er sollte 45 Minuten weg bleiben, man würde bei Problemen anrufen.

Ole weinte wohl kurz nach der Verabschiedung los und ließ sich auch nicht mehr richtig trösten oder ablenken. Trotzdem rief niemand an! 😐 mir ist klar, man muss ihnen etwas Zeit zum Trösten geben, aber man hätte uns nach 15 Minuten auch die Wahl lassen können, ob wir kommen wollen oder nicht. Beim Lieblingsmann beruhigte er sich wieder und ließ sich schließlich überreden mit Erzieherin M (eine Springerin) zu gießen. Er war dabei aber auch sehr zögerlich und ruhig. Der Lieblingsmann versuchte den Erzieherinnen zu erklären, dass wir das wirklich gar nicht von ihm kennen… wie genau es Montag nun weiter geht, wissen wir nicht. Der Lieblingsmann will sich jedenfalls nicht gleich wieder wegschicken lassen… wenn geht er mal nur nach nebenan oder so. Wenn Ole nicht mal der Park mit all seinen Möglichkeiten ablenkt, dann hat er wirklich Trennungsschmerz und soll nicht 30 Minuten weinen müssen. Dann brauchen wir halt noch mehr Zeit!

Darüber hinaus bleibt noch die Vermutung, dass er zu seiner vorgesehenen Erzieherin F keinen Draht findet. Sie ist echt lieb, aber sehr ruhig und redet kaum, spricht ihn nicht an, macht keine Spielangebote und lässt sich andere Kinder dazwischen drängen, wenn Ole dann doch mal versucht sich mit einem Buch zu ihr zu setzen. Die Springerin M ist da deutlich offener und sagt auch zu einem eingewöhnten Kind mal, dass es kurz warten muss, weil Ole bzw. das andere Mädchen neu sind und sich z.B. gerade das Spielzeug mal angucken wollen. Das akzeptieren die anderen Kinder dann auch. Leider ist sie halt nicht immer da, weil die Gruppe noch nicht voll ist. Hinzu kommt, dass durch Ole und das andere Mädchen die Gruppe jetzt sehr heterogen wurde. Die Kleine ist gerade 1 Jahr und kann noch nicht richtig krabbeln, geschweige denn sich hochziehen. Sie ist ganz zart und klein (7,5 kg). Sie tut sich auch sehr schwer mit der Trennung, lässt sich aber trösten. 3 Kinder sind knapp über 1 Jahr und mobil, aber nicht so agil. 1 Kind ist so alt wie er, fast so mobil und war auch schwer einzugewöhnen (wurde in der ersten Kita gleich wieder abgemeldet). Er ist nun sehr happy, was daran liegt, dass er Erzieherin F vergöttert, da sie ihn anfangs rund um die Uhr getragen hat – da waren es nur 2 Kinder. Er braucht diese Sicherheit immernoch sehr viel, was es für F natürlich nicht leichter macht…

Ole flirtet nun seit 3 Tagen mit der Erzieherin der anderen Gruppe- übrigens die Käfergruppe 😆. Er versuchte auch schon mal auszubüchsen und sich der anderen Gruppe anzuschließen 😂. Die andere Erzieherin kennen wir auch. Sie ist vom Temperament sehr offen und lustig und als er in der Garderobe weinte, schaute sie kurz aus dem Raum und sagte einen Satz und Ole hörte auf zu weinen und flirtete wieder… in ihrer Gruppe sind auch ein paar Kinder knapp unter 2, die also auch agiler sind.

Daher sieht Plan B nun vor, dass wir schauen wie es die nächste Woche läuft. Vielleicht spielen beide Gruppen mal zusammen und vielleicht, wenn er in ihrer Anwesenheit wirklich nicht weint, kann er ja in die andere Gruppe. Mit der Leitung konnten wir noch nicht reden, die hatte Urlaub.

Unsere „Expertinnen“ aus den anderen Kitas meinten auch, dass es manchmal einfach nicht funkt. Und jeder von uns, kennt das sicher auch. Das ist quasi Plan B.

Darüber hinaus regten die beiden an, dass man ihn vielleicht gleich in die Gruppe der 2Jährigen eingewöhnen könnte, denn die haben mehr Platz, gehen mehr raus und haben anderes Spielzeug. Er ist einfach weiter als der Durchschnitt und vielleicht wäre das besser. Allerdings ist dieses Gruppe größer und hat nen deutlich schlechteren Betreuungsschlüssel. Aber es ist eine Idee… und ich kenne auch ein Kind, bei dem das gut geklappt hat. Also wäre das Plan C.

Plan D ist dann einfach eine andere Einrichtung. Aber da wäre meine Wunschkita (Montessori) im Nachbarbundesland und das würde die Finanzierung sehr kompliziert machen. Gäbe es hier übrigens einen Waldkindergarten würde ich sogar Überstunden machen, um ihm das zu ermöglichen. 😉

Die Einrichtungen unserer zwei Bekannten liegen leider in der anderen Richtung als unsere Arbeitsplätze und scheiden daher aus. Eine der beiden meinte übrigens, Ole ginge es daheim einfach „zu gut“ und er sei eigentlich zu selbstständig, frei und autonom erzogen für ein Krippenkonzept – zumindest so wie es hier oft üblich ist. Der Krippen-Raum ist 25 Quadratmeter, davon sind 2/3 mit Möbeln voll gestellt. Es gibt keine versteckte Ecke oder Nischen oder so. Da sollen 8 Kinder und 2 Erzieherinnen rein… 🙈 ich hab das bei der Besichtigung echt nicht genug beachtet. Der Raum in dem Krabbelgruppe war, und die Gruppe der 2 Jährigen, hat ca 80 Quadratmeter und einen ganz tollen offenen Dachstuhl, verschiedene Ecken und Ebenen. Anderseits weiß ich natürlich, dass für Kinder Räumlichkeiten eher nebensächlich sind… trotzdem ärgere ich mich über mich selbst.

Ich wurde jetzt natürlich schon oft gefragt, wies läuft von befreundeten Mamas. Und alle sind überrascht bis geschockt – denn Ole ist wirklich total offen, neugierig und fremdelt nie. Keine hat damit gerechnet. Aber das ist ja schließlich das Konzept des Muterseins – man darf sich nie in Sicherheit wiegen.😉

Aber zumindest gab es diese Woche auch Erfolgserlebnisse. OLE geht aufs Töpfchen! Freiwillig. Und wenn er sagt, dass er muss, dann kommt auch was 🎉🎉🎉 Ich bin total positiv überrascht und echt stolz. Er hat es von sich aus gezeigt- ich wollte nämlich nicht das hier übliche Töpfchentraining mit 1 beginnen. Und er wollte auch nie drauf. Aber seit kurzem kündigte er schon sein Geschäft an, sodass wir immer gleich danach wickeln konnten. Gestern wollte er plötzlich sein Töpfchen. Und während ich noch erkläre, was das ist, legt er schon los. Wir natürlich riesige Freude. Und heute hat er vier mal angekündigt und drei mal hat’s geklappt 😁. Das Konzept hat er verstanden und er ist jedes mal mega stolz und applaudiert sich. 😍 Mal schauen, ob das anhält.

Ein schönes Wochenende wünscht euch Frau Mutterherz 💕