A wie Anfängerfrage

Wie von der Ärztin prophezeit, setzte meine Periode 2 Tage nach dem Absetzen der Medikamente ein. Es geht also echt los… verrückt: in ca. vier Wochen haben wir vielleicht die Aussicht auf ein neues Familienmitglied.

Und obwohl ich morgen mit der nun vierten Stimulation beginne, schlage ich mich noch mit der absoluten Anfängerfrage rum: Spritze ich das Pergoveris morgens oder abends?

Wenn ich morgens spritze:

  • Hätte ich gefühlt mehr Ruhe.
  • Wäre es wie bei Ole.
  • Könnte ich abends weggehen, wie ich will.
  • Müsste ich zumindest die ersten Tage nicht zwangsläufig wach bleiben. (JA so früh werde ich manchmal müde!)

Wenn ich abends spritze:

  • Müsste ich ab nächsten Montag nur noch einmal täglich spritzen, da Orgalutran ja abends sein MUSS.
  • Kann man nach dem Ultraschall schneller reagieren.
  • Würde es evtl. besser passen, da die Punktion diesmal am 13. statt am 12. Stimulationstag ist, wegen des Wochenendes?!

Ihr seht: ich bin unentschlossen. 🙄 Bisher habe ich auch immer genau zur selben Zeit stimuliert, wobei mal ja wohl +/- eine Stunde abweichen kann… was sagen denn eure Ärzte zu dem Thema?

A wie aller Anfang ist schwer. Auch beim 4. Versuch. 😊

Angetriggert

So ich habe gestern die letzten zyklusverzögernden Tabletten genommen und nun warte ich auf die Mens, die dann hoffentlich einen weiteren Glückszyklus einleitet. Ich bin froh, das Zafrilla los zu sein, denn pochender Kopfschmerz, Schwindel, niedriger Blutdruck, Gereiztheit und 4kg!!! Gewichtszunahme über 2 Wochen reichen mir echt. Zwischendurch wollte ich schon fast abbrechen – etwas, dass beim ersten Mal unvorstellbar war. Da hätte mir ein Fuß abfallen können und ich hätte es durchgezogen. 😉

Als ich dann gestern auch noch 1245,74 € für EINEN TEIL der Medikamente in der Apotheke ließ, war ich bedient (Ich bekam übrigens ein Duschbad dazu geschenkt. 🤣)… hier ploppten in den letzten Wochen 5 Fotos von Neugeborenen und 3 Schwangerschaftsverkündugen (klappte immer gleich im Vorbeigehen.) auf und ich komme unweigerlich zu dem Punkt, an dem mich diese Ungerechtigkeit mit dem ganzen Kinderwunschscheiß wieder ankotzt. UND WENN ICH NOCH EINMAL DAS GESPRÄCH: „Zum Glück ist es ein Sommerkind, dann kann man besser Geburtstag feiern“ führen muss, DANN KOTZ ICH IM STRAHL. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH DU HAST ZUM RICHTIGEN ZEITPUNKT GEVÖGELT! TOLL GEMACHT!

Zu allem Überfluss gibt es wohl die nächste Scheidung in unserem Freundeskreis- die auch auf den unerfüllten Kinderwunsch zurückzuführen ist.

9 von 10 Paaren wissen gar nicht, was für ein Scheißglück sie haben. (Gilt sicher auch für viele andere Themen.)

Aber da ich schon einmal riesiges Glück hatte, will ich natürlich auch dankbar sein und es macht es auch schwerer Außenstehenden zu erklären, warum mich das Thema immernoch so antriggert… aber ihr seid ja (zumeist) keine Außenstehenden. Sonst wärt ihr nicht hier…also: Es triggert mich an. Verstehst du?

„Das ist aber nicht normal…“

Ich prokastiniere meine letzten Korrketuren für heute mal, indem ich festhalte, wie sich unser Spätzchen so entwickelt – denn ich bin mal wieder an einem Punkt, wo ich einfach darüber sinniere, was ich mit all meinen Beobachtungen anfange. (Bevor jetzt hier schon die Ersten aufstöhnen – man solle seine Kinder nicht vergleichen und sich nicht über sowas den Kopf zerbrechen, muss ich einwenden: DAS IST BLÖDSINN! Es ist die Aufgabe von Eltern sich über die Entwicklung ihres Kindes Gedanken zumachen, ob und wie man dann da eingreift, ist natürlich eine andere Baustelle. Auch muss man sich wegen „Abweichungen“ nicht undingt gleich sorgen, aber man sollte sie zumindest wahrnehmen. Ich habe z.B. eine Kollegin deren Tochter mit 2 Jahren begann Querflöte zu spielen, sie konnte das Teil kaum halten, aber sie konnte es spielen. Meine Kollegin hat dieses Talent gezielt, aber nicht verbissen, gefördert und heute ist das Mädchen 17 und eine Ausnahmemusikerin, die mehrere Instrumente beherrscht, komponieren kann und an internat. Festspielen teilnimmt.)

So nun jedenfalls hat unser Kind mal wieder den Entwicklungsturbo gezündet. Er führt mit uns und anderen mittlerweile komplexe Gespräche mit weitgehend korrekter Grammatik und teilweise komplexen Satzkonstruktionen. Er verwendet fast alle Personalpronomen richtig und kann die Partzipformen von regelmäßigen Verben bilden. Er kann steigern bzw. Adjektive in Relation setzten und erkennt gegensätzlich Andjektive sowie Satzverstärker. Bsp: Mama ich möchte WIRKLICH ein Eis! Er erfasst Mengen bis 3 , manchmal 5, problemlos und kann bis dahin auch „addieren“. Bsp: Eins und eins und eins – also drei Mama. Er weiß, dass Zählen wirklich etwas mit Mengenangaben zu tun hat und stellt logische Bezüge her. Bsp: Wir Essen mit den Großeltern. Auf dem Tisch steht ein Stapel Teller. Ole läuft zum Tisch, kommt sofort wieder und sagt mir, es fehle der Oma-Teller und der Ole-Teller. Ich widerspreche, weil ich annehme mein Mann hätte 4 Teller rausgestellt und es fehlt nur das Kindergeschirr, als ich hinkomme, sind es tatsächlich nur 3 große Teller. Solche logischen Bezüge innerhalb von Sekunden finde ich für ein Kind von 2,1 Jahren schon erstaunlich. Er hat jetzt innerhalb von 6 Tagen das Lied „Ich bin ein dicker Tanzbär“ auswendig gelernt und kann es alleine singen – er hat mich so oft genötigt es zu spielen oder zu singen, bis er den Text konnte. Auch andere Reime oder Fingerspiele merkt er sich sehr schnell. Er kann bis zu drei Anweisungen hintereinander aufnehmen und dann umsetzten. Bsp. „Geh zur Tür und zieh deine Schuhe aus und häng deine Jacke auf. Danach bringst du der Mama bitte die Zeitungen mit.“ Die Einhaltung von Regeln und Ordnung ist ihm sehr wichtig und er korrigiert auch andere Kinder oder Erwachsene. Im Tierpark laufen zwei Kinder vor ihrem Eltern weg, obwohl diese gesagt haben, sie sollen stehen bleiben. Ole zu mir: „Mama die Kinder hören gar nicht. Was soll das?“

Als der Lieblingsmann letztens mit Ole Einkaufen war, lief die örtliche Logopädin hinter ihnen und hörte quai ihre Unterhaltung. Sie kennt meinen Mann flüchtig und irgendwann fragte sie ihn, wie alt Ole sei. Auf die Info, dass er gerade zwei geworden ist, meinte sie dann aber nur, dass wir schon wüssten „dass das nicht normal ist“. Mein Mann verwies auf die Deutschlehrer-Mama, aber selbst das würde laut Logopädin diese Sprachentwicklung nicht erklären. Richtig nachdenklich wurde ich aber erst vor einer Woche. Ole hat innerhalb einiger Monate den Übergang von der ersten Frage-Phase (Was ist das? Was macht man damit?) zur zweiten Frage-Phase gemacht. Wir werden nun also täglich mit allen möglichen „Warum-Fragen“ überschüttet: „Warum ist der Emma-Papa nicht dabei? …weil er arbeiten muss… Warum? … damit er Geld verdient. Warum? Er braucht Geld, um Emma schöne Sachen zu kaufen. Warum will Emma schöne Sache? … usw.“ Eine Antwort, die übrigens keine weiteren Fragen nach sich zieht ist anscheinend „weil das cool ist“… Ole: „Warum hat unser Bus schwarze Felgen? Papa: …weil das cool ist. Ole singt und setzt seine Sonnenbrille auf: „Cool, cool Baby“.

Da mir das mit den vielen Warum-Fragen etwas spanisch vorkam, habe ich es mal recherchiert. Tatsächlich findet man viele der Dinge, die er schon kann oder tut im Bereich 3 bis 4 Jahren (Wobei ich auch andere so fitte kids kenne.), dennoch führte mich meine Recherche sehr schnell zu einer Seite für Hochbegabung auf der Beispielbeobachtungen von Eltern und Erzieher/innen standen – vom Babyalter bis in die Kindergartenzeit. Vieles davon kam mir extrem bekannt vor und ich bin mehr als gespannt, wie das hier weitergeht. Aus meinem Studium weiß ich, welche sozialen Probleme mit einer solche Entwicklung einhergehen können und bin deshalb sicher nicht ganz so unbefangen wie andere Eltern. Ich werde jedenfalls solche Beobachtungen jetzt noch verstärkter für mich festhalten. Denn irgendwie sind hier manche Sachen manchmal „nicht normal…“.

Ich brauche sicherlich nicht zu erwähnen, dass unsere Nächte momentan wieder im mittelprächtigen bis unterirdischen Bereich angekommen sind. Was ich noch erwähnen möchte, ist, dass es gerade für mich als Lehrerin sehr komisch ist, solche Überlegungen anzustellen, denn irgendwie bedient es so das Klischee von der Übermama, die sich das „erhofft“ oder „wünscht“. Und so ist es nicht, ich habe lange überlegt, ob ich mir das vielleicht alles nur einbilde und irgendwie ist es auch schade, denn es geht halt auch alles so schnell. Gerade kann er sprechen und macht so süße Fehlerchen, da zündet er den Turbo und man sieht sich mit der Warum-Phase konfrontiert. Dennoch sind mir diese Abweichungen natürlich lieber, als welche in die andere Richtung.

PS: Im nächsten Beitrag berichte ich dann mal von den neuen Stressoren im Vorzyklus, denn da sitzt ich auch oft da und frag mich: WARUM?

Viele Grüße Frau Mutterherz

Informieren oder nicht informieren – das ist heute die Frage.

Heute habe ich mal eine kleine Umfrage. Ich erzählte eben einer Freundin, dass ich die neue Ärztin nun kenne und sie für meinen Geschmack zu wenig „beraten“ hat.

Meine Freundin entgegnete, sie fühle sich gerade damit „pudelwohl“ und „verzichtet gerne auf zu viele Informationen“.

Wie seid/wart ihr denn so während der Kinderwunschbehandlung drauf? Wolltet ihr -so wie ich- möglichst alle Informationen und alle Werte und habt euch selber Studien und Erfahrungsberichte gesucht? Oder seid 7ihr auch lieber „ahnungslos“? Und wenn ja warum?

Ich finde ja beide Wege legitim.Es sind einfach unterschiedliche Herangehensweisen. Tatsächlich habe ich sogar mehr Freundinnen aus der „Team keine Info bitte“… also wie seht/macht ihr das?

Ich bin gespannt. Eure Frau Mutterherz 💕

PS: Ich hab ein paar blöde Nebenwirkungen- vermutlich vom Zafrilla. Hab mich natürlich schon informiert 🤣

Und wenn du glaubst, es geht nicht mehr… kommt von irgendwo Entspannung her.

Mein Termin gestern lief gut. Wobei ich wieder mal feststellen musste, dass meine Ansprüche an Ärzte wohl einfach zu hoch sind… Die neue Ärztin ist nett, aber wegen der Maske und weil sie so ruhig war, sprang der Funke irgendwie nicht über. Auf die Frage, ob die Schmerzmittel des Mannes wegen des Bandscheibenvorfalls irgendwie schlecht für die Spermien wäre, wusste sie keine Antwort und verwies auf den behandelnden Arzt. Ja also sorry, aber wenn SIE sich damit nicht auskennt, sollst der Hausarzt oder wie?! Das fand ich schon schwach. Ansonsten gab es auch wenig Beratung/Erklärung was sie nun an Zusatzmethoden – Calcium, Picsi, Emryogen, Blastokultur- sinnvoll fände. O-Ton: „Kann man alles machen, schädlich ist es nicht.“ Joa. Gut. Dann entscheide ich es halt alleine.

Meine Medikamente sind fast identisch wie bei unserem Sohn. Allerdings verschieben wir mit Zafrilla meinen Zyklus um eine gute Woche, da sie vorher keine Punktionstermine mehr frei haben. Ich finde das „Reinpfuschenin den Zyklus zwar schade, allerdings kollidiert nun nichts mehr mit der Schule. Nur, dass wir so wohl hoffentlich die nächsten Jahre immer einen Familien-Kinder-Geburtstag feiern werden/können. 😉 Die Punktion ist auf den Tag vor dem Geburtstag des Lieblingsmannes geplant.

Abschließend wollte sie VON MIR noch wissen, warum ich bei der letzten PICSI so hoch stimuliert hatte – spontan wusste ich aber nicht mehr warum- und ich dachte eigentlich, zu solchen Informationen stünden evtl. Notizen in meiner Akte…NICHT 🤦‍♀️… nun jedenfalls stimulieren wir diesmal nicht mit 300 sondern nur mit 225 Einheiten Pergoveris mit dem Ziel NICHT mit Triptofem auslösen zu müssen, sondern ein HCG Präparat nehmen zu können. Dass ich das beim ersten Mal schon gerne so gemacht hätte, wusste ich noch – schließlich hatte ich damals drei verschiedene Auslösespritzen und erst in letzter Sekunde die Anweisung für Triptofem bekommen.

Gestern bekam ich dann auch endlich meinen neuen Stundenplan und der hat mein Korrektur-Stress-Level deutlich entspannt.

Vielleicht wirds ja doch noch ein weiterer Glückzyklus…💕

Lazarettstimmung

Das Abitur ist geschrieben. Ich habe einen Ar*** voll Arbeit in meinem Büro – im Gegensatz zu sonst keine Ferien bzw. darf ab Mittwoch auch noch Corona-Unterricht mit den 11. Klassen veranstalten und hier hat in den letzten Wochen niemand mehr als 5 bis 6 Stunden pro Nacht geschlafen: natürlich nicht am Stück.

Der Mann nicht vor Schmerzen- er hat einen Bandscheibenvorfall. Aber männlich wie man ist – ist man(n) damit erstmal noch schön 2 Wochen arbeiten gegangen bis es dann richtig schlimm war. Jetzt ist es seit einer Woche richtig schlimm und nun warten wir aufs MRT. Yeah.

Und ich nicht, weil siehe oben ülus Sorgen um den Mann und das Kind, das gerade unfassbar anhänglich ist, weil es merkt das Mama gerade eigentlich nicht will/ kann. Ole meinte sogar schon: „Mama nicht so doll arbeiten. Vorsichtig arbeiten. Nur ein bisschen.“ 😔 Da blutet das Mamaherz…

Und meine Babysitter nebenan aka meine Schwiegereltern haben sich mit zwei kleinen Unfällen selbst außer Gefecht gesetzt – fallen also auch aus.

Meine Mutter kümmert sich gerade um meine Oma, die die letzten 5 Wochen im Krankenhaus lag. Darmkrebs. OP. Künstlicher Ausgang. Rückverlegungs -OP. Und nun endlich zuhause – denn das alles musste sie ohne uns durchstehen, da wir ja Besuchsverbot hatten. Es war furchtbar. Für alle und ich musste sehr oft an ihre Worte bei Oles Geburtstag denken… da wussten wir alle noch nichts und zwei Wochen später holte sie der Krankenwagen.

Das ist genau der körperliche und seelische Zustand, mit dem man in eine Kinderwunschbehandlung starten sollte. NICHT. Aber egal – ich bin ja schon semiprofessionell, was das angeht. 😉 Also heute 11 Uhr geht’s los. Kommt doch einfach mit…

Aufregung und Offenlegung

Obwohl noch gar nichts passiert ist, bin ich aufgeregt. Ich sitze in der Prüfungsaufsicht und atme tief in meinen (noch leeren) Bauch. In wenigen Wochen atme ich hoffentlich tief zu unserem zweiten Kind. Alles, was bald auf mich zukommt, ist bekannt- und doch völlig neu. Neue Ärztin, neues Medikament bzw. Pen statt Spritzen, neue Ausgangssituation

Wie schon bei der letzten ICSI vor 3 Jahren habe ich meinen Chef und meine Fachbetreuerin informiert. Einfach damit sie es fürs nächste Schuljahr berücksichtigen können und weil ich ja die letzten Wochen eventuell kurzfristig ausfalle: und wegen Corona – Schwangere dürfen nämlich das Schulgelände nicht betreten. (Verrückt gell? Es gibt nicht nur ein Beschäftigungverbot, sondern ein Betretungsverbot – d.h. eventuell lass ich mich nach den Transfer mal krankschreiben…)

Mein Chef zeigte sich übrigens sehr beeindruckt wie souverän ich ihn informierte – nunja in fünf Jahren Kinderwunsch musste ich mittlerweile mit 4 Chefs reden und hab von unverständigen Blicken über Mitleid bis hin zu echter Anteilnahme alles gesehen. Immerhin hat auch er mir gleich zugesichert, dass ich trotz Prüfungen für alle Termine befreit werde. Er muss mich nämlich noch besuchen und jetzt bleibt dafür nur ein 3 Wochen Zeitfenster… auch wenn Unterrichtsbesuch in Zeiten von Corona sowieso seltsam ist. Jedenfalls ist es jetzt „offiziell“.

Wir haben nun auch schon mit einigen Freunden gesprochen. Oft höre ich, dass man ja dachte, beim Zweiten klappt es dann ohne Hilfe. Tatsächlich wäre das bei unserer Diagnose ja mehr als ein Wunder.

Mit genügt schon, wenn es wieder mit Hilfe klappt.

Lasst es euch gut gehen! Frau Mutterherz 💕

Vorbildlich 🥰

Wir haben heute beim Abholen in der Kita einen Brief bekommen, in dem steht, wie Oles Woche in der neuen Gruppe so lief, da wir ja an der Tür immer nur ein paar Worte wechseln konnten. Kurz gesagt: ja er weinte den ersten Tag viel, dann nur noch beim Frühstück und Do/Fr nur beim Abgeben. Ansonsten spielt er ganz gut und isst auch schön.

Ich finde die Idee echt superlieb! Donnerstag hat er so gebrüllt, dass mir nach dem Abgeben die Tränen kamen und ich so geradewegs in die Arme der Kita-Leitung lief. Sie beruhigte mich kurz und grundsätzlich hatte ich schon die ganze Woche ein recht gutes Gefühl, trotz des Weinens. Aber der Brief hat mich jetzt wirklich bezüglich der neuen Erzieherinnen bestärkt!

Ole erzählt auch viel von den Beiden, z.b. wer ihn angezogen hat oder wer ihm etwas gegeben hat.

Unerwartet erfreut starten wir also ins Wochenende! Ich hoffe, eure Kids hatten auch einen guten Start… liebe Grüße Frau Mutterherz 💕

Neustart

Gestern hatte Ole seinen ersten Kitatag seit über 10 Wochen. Unsere Erzieherinnen haben das echt toll gemacht. Obwohl an „unserem“ Eingang 26 Kinder aus 3 verschiedenen Gruppen in 30 Minuten abgegeben werden müssen – hatten wir quasi keine Wartezeiten. Ich weiß von anderen Kitas, wo Eltern teilweise über 30 Minuten mit Kind anstanden. Ein Horror, wenn das Kind sowieso schon nicht möchte und das Elternteil aufgeregt ist… gestern hat Ole nicht geweint und ist, ziemlich beeindruckt von dem Ganzen, mit seiner neuen Erzieherin mitgegangen. Beim Abholen gab sie offen zu, dass er natürlich vormittags auch mal schlechte Momente hatte – aber das war gegen Mittag und da hat er die letzten Wochen sogar bei uns immer mal geweint, einfach wegen der Müdigkeit und Hunger – ich musste ihm die ersten Bissen teilweise in den Mund „stopfen“. (Letztens hat er bitterlich auf meinen Schoß geweint und nach der 4. Nudel guckt er mich an und sagt völlig cool, ich könne ihn jetzt in seinen Stuhl setzen, er isst alleine weiter.)

Jedenfalls war nach dem Mittagsschlaf alles gut. Heute hatten wir morgens Pech, denn ein Mädchen aus seiner neuen Gruppe war vor uns und hat leider sehr geweint und dann ist Ole zwar rein, war aber so verunsichert, dass ich ihn drinnen schlimm weinen hörte. Es waren aber gleich 3 Erzieherinnen zur Stelle, die die Mäuse getröstet haben. Unsere Kita mag pädagogisch etwas altbacken sein, aber wenns drauf ankommt, sind sie wohl doch auf Zack. Das beruhigt mich gerade sehr! Nach einer Stunde war er dann wohl angekommen und der restliche Tag verlief gut.

Die letzten beiden Zähne sind übrigens fast durch und siehe da: wir haben nun immer mehr Nächte, wo er 6 oder 8 Stunden durchschläft!!!! 🥳🥳🥳 wenn er aufwacht möchte er eine Windel oder aufs Töpfchen UND ein Fläschchen 🤣. Aber eins pro Nacht geht klar und er schläft dann auch teilweise allein weiter. Ansonsten spielen wir ganz viel mit seinen Baufahrzeugen oder Traktoren auf seinem neuen Spielteppich. Wir mähen stundenlang oder bauen Garagen aus Lego Duplo. Manchmal muss auch jemand abgeschleppt werden oder es brennt… 😅 Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so gut hinbekomme. Puzzle sind weiterhin hoch im Kurs. Mit Beratung macht er 36 Teile Puzzle. Da wir nun wieder länger raus können, wird nicht mehr ganz so viel gelesen. Wir lesen aber mittlerweile richtig lange Geschichten, sofern im Buch auch Bilder dabei sind. Und die 8 Bücher der Pixi-Osterdose können alle Familienmitglieder mittlerweile auswendig. 🤣🤪 Wobei es schon witzig ist, wenn Ole die Texte mitspricht. Er liebt es auch, wenn ich ihm spontan Geschichten erzähle- vor allem im Bett. Da der Lieblingsmann das weniger kann, hab ich meist weiterhin die Ehre des Zubettbringens. Witzigerweise erzählt Ole jetzt teilweise die Geschichten schon weiter, wenn ich eine kurze Kunstpause mache. Er lacht sich dann über seine eigenen Ideen schlapp – was abends im Bett auch bei mir schon zu Lachanfällen geführt hat. Motorisch gab es auch einen neuen Sprung, denn seit zwei Wochen kann er Trettraktor fahren. Das Laufradfahren klappt auch echt gut und ich denke, wir können ihn Ende des Sommers mal probehalber auf ein Fahrrad setzen.

Heute gab es aber noch einen anderen Neuanfang. Der Vorzyklus unserer Geschwister-Icsi ist gestartet. Mit 6 Tagen Verspätung habe ich ENDLICH meine Periode bekommen. Ich bin schon fast durchgedreht. Da nun ein August-Versuch ernsthaft mit dem Urlaub kollidieren könnte und ein SeptemberVersuch nicht möglich ist, weil wir um den 20 Zyklustag im Urlaub sind, habe ich kurzerhand einen Termin für den 22.06. gemacht. Erst habe ich panisch hin und her gerechnet, weil der Juliversuch ja mit dem Abitur bzw. den Konferenzen und eventuellen mündlichen Prüfungen kollidiert…aber wisst ihr was? ICH KANN ES SOWIESO NICHT DURCHPLANEN! Und daher mache ich es jetzt einfach. Im Zweifelsfall fall ich halt aus. Was soll’s?! Ich könnte auch jederzeit unter Quarantäne gestellt werden, dann darf ich auch nicht arbeiten. Oder ich breche mir das Bein… dann ist die Punktion eben VIELLEICHT an dem Tag, an dem VIELLEICHT mündliche Prüfungen sind… VIELLEICHT kommt es aber auch ganz anders. Ich habe die Schüler bis zum Abitur unterrichtet. Ich kann definitiv ihre Prüfungen korrigieren. Ich darf auch eigene Lebenspläne haben. Und bräuchten wir keine medizinische Hilfe, sondern hätten es einfach auf uns zukommen lassen, säße ich vielleicht schon seit Wochen mit Beschäftigungsverbot zuhause.

Und jetzt wende ich mich weiteren Luxusproblemen zu: unser Pool verliert nämlich Luft… 🙃😜

Bis bald eure Frau Mutterherz 💕

Müde

So ich hab seit 3 Uhr nicht mehr geschlafen, ich war einfach zu aufgewühlt. Gleichzeitig muss ich zugeben, dass ich wohl selbst beim Kauf des Tests nicht überzeugt war… sonst hätte es nämlich weder Sushi noch Secco gegeben.

Wie ihr seht, gab es auf die Schnelle nur DEN Test schlechthin. Und ich muss sagen, auch wenn er – wie zu erwarten negativ ist- ist er wirklich ein Ferrari. Die Spitze färbt sich rosa, so sieht man, dass genug Flüssigkeit aufgenommen wurde. Es gibt sogar 2 Kontrolllinien 🥳 nie wieder Einstrichphobie🥳 (bei positivem Test erscheint ein Plus im ovalen Feld.) und man kann den Test super ins Gegenlicht halten und hat den vollen Durchblick.

Kurzum wenn man nicht ständig testen muss, ist er sein Geld schon Wert. 😉

Allerdings bin ich nun noch genervter, denn bei einem Monsterzyklus kollidiert mein Augustplan mit unseren Urlaubsplänen – wir haben nämlich schon im Februar gebucht, weil ich eigentlich ja im Juli starten wollte…