Blog-Omi

Nach 8 Jahren kann man das wohl fast behaupten. 😆 Kuchen hab ich schon gegessen… bleibt mir nur allen zu danken, die hier noch immer mitlesen. 😍

Toll, dass ihr mich aufgebaut, beraten, getröstet, ermutigt, erheitert und beruhigt habt. Toll, dass ihr einfach da wart und da seid. Auf euch! Prost! 🥂

Lachgesichter sammeln

Immer wieder diskutiert die pädagogische Welt über die Notwendigkeit oder Schädlichkeit von Lob und positiven Anreizen in der Erziehung.

Da wir ja „Erziehung durch Einsicht“ bevorzugen, gibt es zur Verhaltenskorrektur vorwiegend Gespräche, die dem Kind aufzeigen sollen, warum ein anderes Verhalten für alle Beteiligten besser wäre. Nun war das im Motz-Modus allerdings nicht mehr möglich bzw. mega nervig. Also hab ich mir doch was als positiven Anreiz überlegt und damit Ole lernt sein Verhalten zu reflektieren. Wenngleich Belohnung/Bestrafung grundsätzlich nicht optimal sind, da das Kind ggf. dann nur deswegen das gewünschte Verhalten zeigt, was ja nichts mit Einsicht zu tun hat… Dennoch wollte ich es einfach mal ausprobieren. Ole wünschte sich schon länger eine neue Tonie-Geschichte für seinen Rabe Socke Tonie und somit hatten wir das erste Ziel. Nach ein paar Verhandlungen einigten wir uns auf 10 Tage ordentlich Verhalten – d.h. Zähne putzen lassen, soweit schon möglich selbst an und ausziehen, frühs nicht übermäßig bummeln und vor allem bei Problemen nicht jammern und motzen, sondern es ordentlich mit mir besprechen. Natürlich darf er weinen oder wütend sein, aber eben in einem angemessenen Maß für die Situation. Ich bin ja auch impulsiv und somit da sehr tolerant, aber gewisse Dinge- beschimpfen, hauen, Sachen schmeißen sehe ich in Alltagsproblemen (Legostein hält nicht) nicht mehr ein. Und der Motzmodus darf halt kein Dauerprogramm sein… wegen meiner Nerven! Nach 14 Tagen waren die 10 Lachgesichter erreicht.

Erstaunlich finde ich, wie gut Ole abends sein Verhalten reflektiert. Er gibt sich auch selbst ein ernstes Gesicht und weiß was genau schief lief. Zweimal gab es auch schon ein richtig wütendes Gesicht inkl. längerem Gespräch dazu.

Aktuell sammelt er für den „heiligen Gral „. Das Einzige, was ich wirklich beschränke, ist BILDSCHIRMZEIT sowie natürlich die Inhalte. Nun hat er irgendwann im Sommer zufällig Spiedey und die Superfreunde entdeckt – es lief im free TV auf irgendeinem Sender, den er sonst nicht gucken darf.

Er war hin und weg. 😂 ich übrigebs auch… Kindergarten-Spidey ist wirklich süß. 🤫 online gibt es sechs Folgen und ansonsten muss man Disney+ abonnieren… Nun, wir arbeiten gerade an 30 Lachgesichtern für ein Abo über den Winter. (Wollten wir eh machen- ich kann die Pawpatrol nicht mehr sehen- aber das muss er ja nicht wissen.)

Er hat sich sogar einmal einen Zusatz-Smiley erarbeitet, indem er komplett alleine den Geschirrspüler ausgeräumt hat. Ich bin gespannt, wann er die Reihe voll hat… so oder so ist die Idee jedenfalls gelungen.

Jetzt kann man natürlich einwerfen, dass unser Anreiz sehr groß ist – aber wir haben nunmal einen hohen Lebensstandard und Smarties-Eis oder Schwimmbad gehört eh schon dazu, daher macht es wenig Sinn, dass er auf etwas hinarbeitet, das er sowieso bekommt. 🤷‍♀️

Motz-Modus

Das Kind befindet sich im Motz-Modus. Und ich fühle mich zu eben jenem genötigt. Den ganzen Tag werden sämtliche Bitten oder Anweisungen (es ist völlig egal wie ich selbiges vortrage) negiert und meist wird noch das Gegenteil vom ursprünglichen Wunsch gemacht. Zudem ist der Tonfall eines Teenagers würdig – von genervt, wütend bis jammernd ist alles dabei.

Der Bub bekam Verständnis. Er bekam Schlaf, war Mittagskind, hatte Kita-Urlaub usw. ES HILFT NICHT. KEIN UPDATE VERFÜGBAR. KEIN RESET MÖGLICH. alle mögliche Interaktion zielt auf Autonomie. Nicht dieses „DU DARFST DEIN BROT SELBST BELEGEN ODER DIR DAS T-SHIRT AUSSUCHEN“ – echte Autonomie. Das gipfelt dann in so Aussagen wie „ICH WILL JETZT NICHT AUF DIESEN BLÖDEN SPIELPLATZ “ o.ä.

Ich kann die Entwicklung nachvollziehen, aber sie nervt gewaltig. G.E.W.A.L.T.I.G. Und sie kostet Nerven. Und manchmal verliere ich eben jene. Und wenn das dreckige Kind dann auch noch jegliche Hygiene verweigert und im Bad ausreißt mit Spott und NäNäNäNäNä… und sich in der begehbaren Dusche versteckt, dann kann es sein, dass ich selbige dann einfach anstelle. 🤫

Den darauffolgenden Wutanfall und die Beschimpfung konnte ich innerlich lächelnd als verdient abhaken. Das Gespräch danach war ziemlich gut. Ich erzählte von uns Eltern und unseren Nerven und was in mir passiert, wenn er den ganzen Tag motzt und jammert.

Ole meinte: „Mama, ich hab nur eine Nerve und die fliegt ständig raus. “ 😅 Und ja, das trifft es sehr genau.

Diese Phase darf nun gehen. Danke

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Update: Desaströse Ende einer traumhaften Reise

Am Donnerstagabend fuhren wir zum Flughafen in Palma. Ole schlief zum Glück nochmal ein und ich dachte daran wie perfekt dieser Urlaub war… bis zu dieser Sekunde als wir den Flughafen betraten. Wir suchten unseren Flug auf der Anzeigetafel und dahinter in Rot: „gecancelt „. Was? WAS? Ich brauche Minuten um es zu realisieren – mein Alptraum wird war. Ich bekomme eine kurze Panikattacke. Aber alle Eltern wissen: Panik kannst du dir nicht leisten…

Der Lieblingsmann passt auf Ole auf, ich rufe unser Reisebüro an und werde nochmals gebrieft, was wir nun tun müssen. Parallel macht unsere Sachbearbeiterin Überstunden und versucht Infos für uns rauszufinden… wir schreiben immer wieder und schicken Sprachnachrichten. Irgendwann höre ich im Getümmel schrilles Kindegekreische, das es natürlich vorher schon gab. Aber nun ist es mein Kind und mein Mutterherz registriert die Töne. Es ist wie eine Bluetoothverbindung, die quasi nur mit dem gekoppelten Gerät funktioniert. Glücklicherweise sehe ich Ole und winke ihn zu mir. Er beruhigt sich kurz, aber als feststeht, dass wir erst in 2 Tagen heimkommen,  bricht er in Tränen aus und weint bitterlich nach seinem „Zuhause-Bett“. Ich tröste ihn, aber registere auch, dass es jetzt einfach raus muss. Wir begleiten seine Gefühle während wir in einem Englisch-Spanisch-Mix erklärt bekommen, wann wir fliegen,  wo wir bis dahin schlafen und dass wir uns um den Transfer zum Hotel, zum Flughafen und vom Flughafen nach Hause selbst kümmern müssen. Und die Kosten dann einreichen können. Yeah. Übrigens wollten wir ursprünglich in Nürnberg landen- da steht auch unser Auto. Wir werden allerdings nach Düsseldorf geflogen… wer nicht googeln möchte. Gute 500 km entfernt. Mein Mann organisiert, dass unser Auto in Nürnberg geholt wird. Wir bekommen zum Glück ein Taxi- 2 annulierte Flüge müssen vom Flughafen selbstständig wegkommen. Ein Leihwagen für 2 Tage kostet 391 € …

Wir werden in ein Hotel gebracht, unser Zimmer ist 3 Meter neben der Bühne. Die Animation geht bis 23:30 Uhr, die Engländer in dem Hotel trinken und kotzen noch länger vor unserem Zimmer… wir schlafen irgendwann erschöpft ein. Den Tag verbringen wir am Strand, es ist halbwegs ok. Außer dass wir erst nach 10 Stunden die Bestätigung bekommen, dass nachts ein Taxi kommt.

Am nächsten Abend geht die Animation bis nach 24 Uhr,  wir alle schlafen nur 2,5 Stunden, das Taxi ist pünktlich. Im Taxi sehen wir schon, dass unser Flug Verspätung haben wird. Wir müssen 5 Stunden mit dem übermüdeten Kind überstehen. Zum Glück habe ich 2 Filme herunter geladen. Als es noch 40 Minuten bis zum Boarding sind, steht das Terminal immernoch nicht fest… dann lesen wir im Internet, dass sich der Flug um weitere 30 Minuten verspätet. Unsere Nerven liegen blank, Ole kann nur Film gucken, aber nicht schlafen. Nichtmal als wir ihn im Kinderwagen umherschieben.

Wir wollen einfach nur nach Deutschland und irgendwie heimfahren. Zumindest konnte unser Fahrer sich nachts nochmal hinlegen, bevor er die 500 km Fahrt antritt.

Andere Passagiere hatten ICE Karten gekauft,  die nun nicht mehr passen. Haben nachts umgebucht, was nun nicht mehr passt… wir warten. Es verschiebt sich nochmal. Es ist eine Qual. Wir werden hoffentlich in 30 Minuten an Board gelassen.

UPDATE: Als der Flieger endlich vorfährt, gibt es spontan Applaus. Mir kommen die Tränen. Das Boarding beginnt,  Ole schläft noch vor dem Start ein. Der Lieblingsmann und ich können nicht schlafen. Der Pilot und die Crew sind sehr nett und empathisch. Zu den Hintergründen wisse man nichts, aber der Pilot verspricht mehrfach uns sicher heimzufliegen und dass wir es bald überstanden hätten.

Als wir landen müssen wir noch eine Weile warten bis wir eine Treppe und einen Bus haben. Auch die Koffer brauchen recht lange, aber irgendwann stehen wir endlich vor unserem Kumpel. Die fast 6 Stunden Heimfahrt vergeben zum Glück ohne Stau oder Zwischenfälle. Einmal weint Ole sehr,da er Halsweh oder einen steifen Hals hat. Er will unbedingt losgeschnallt werden und ich versuche ihn in bester Beziehungsarbeit zu beruhigen und zu begleiten. Als wir endlich an einem Rastplatz sind, hat er sich gefangen und verkündet, er wolle lieber schnell heim und müsse nicht mehr aussteigen. In unserem Dorf fängt er an zu strahlen und dann spielt den ganzen Abend mit den Großeltern. Ich bin einfach nur platt und sehr erleichtert. Das nächste Reiseziel wird mit dem Auto erreichbar sein!!!

Erste Male

Wir sind im Familienurlaub auf Mallorca und tatsächlich ist dies eine dieser Wochen voller erster Male.

Erstes Mal:

  • Fliegen mit Kind (hat Ole super gemeistert)
  • Urlaub, in dem Pool und Strand die einzigen Unternehmungen sind ( tatsächlich gar nicht sooo schlecht )
  • Kind im Kidsclub abgeben (für 45 Minuten)
  • Mit dem Lieblingsmann auf einer Dachterrasse im Pool liegen (Chillout Bereich ab 16!!!)

Der Vollständigkeit halber: wir sind in Cala millor im Marins Playa (leider unbezahlte Werbung 😎) und das Hotel verdient das Prädikat familienfreundlich definitiv! Wir sind ja eigentlich keine Pauschalreisen-Fans, aber hier ist es wirklich gut. Liebevolle Kinderbespaßung und unaufdringliche Animation, Abendshows etwas lang, aber Kinderzimmer liegt ruhig und somit kann man die Kids problemlos schlafen legen. Wir lassen Ole die Show mitgucken oder gehen abends spazieren und dürfen somit morgens bis 8 Uhr schlafen. 😄

Zack: und schon groß!

Angesichts des nahenden vierten Geburtstags wollte ich eigentlich wieder mal eine Zusammenfassung schreiben. Ich wollte schreiben, dass Ole 107 cm groß ist, 15,6 kg wiegt und Größe110/116 sowie Schuhgröße 28/29 trägt. Aber solche Daten sagen ja nicht mehr viel aus…

Und jetzt sitze ich hier und mein „Baby“ ist erstmals ohne mich in einer fremden Wohnung auf einem Kindergeburtstag. Ich war zum Kaffeetrinken noch mit dort und dann durfte ich tatsächlich gehen. Einfach so. „Mama, wenn du gehen möchtest, kannst du das wegen mir machen.“ Aber was wundert’s mich. Das Kind fährt seit letzter Woche Fahrrad!!! Ich bin echt stolz. 😉 Kann überall selbst bestellen oder einkaufen. Traut sich überall zu sagen, was er möchte. Z.B. beim PCR TEST (Wir haben uns nochmal Corona gegönnt zu meinem Geburtstag. 🤪) Zum Testpersonal meinte er: „Hallo. In der Nase mag ich es nicht.“ 😅 Und danach: „Mama ich war echt mutig. Manchmal muss das halt sein. Und dann bin ich es auch.“ 🥰 Stimmt übrigens total! Er zieht sowas super durch, wenn wir erklären, dass es notwendig ist.

Ole wartet jetzt schon teils sehnsüchtig auf die Einschulung. 🙈 Er ist weiterhin fest davon überzeugt Schule sei super. 😅 Er zieht sich selbst an (nur Strümpfe sind problematisch), er kann sich Brot schmieren und überhaupt unglaublich viele Dinge im Haushalt.

Er spielt auch mal ne Stunde alleine oder bastelt was. Nach Linie Ausschneiden klappt ok, zeichnen klappt manchmal gut, aber meist nicht so toll. Macht ihm aber auch keinen Spaß. Dafür baut er toll mit Lego. Hörbücher sind noch immer der Renner, da kann er stundenlang zuhören. Wenn er sich konzentriert, klappt das Zeichnen von Kreis, Dreieck und Viereck. Und das Männchen ist zu erahnen.

Mittagsschlaf macht er nur, wenn er wirklich müde ist, dann aber freiwillig. Abends einschlafen ist momentan echt unproblematisch.

Eigentlich ist meist alles unproblematisch und ich freue mich darüber wahnsinnig. Nach den Herausforderungen der letzten Jahre tut es gut auch mal einfach entspannt auf unser Kind zu blicken. – Ole zeigt uns sehr oft, wie sehr er uns liebt und sagt das auch. Ich bin froh, ihn bindungsorientiert erzogen zu haben/zu erziehen und hoffe, diese Phase hält noch lange an. Ich freue mich einfach über meinen großen Jungen! 🥰

Selbst geschrieben ohne Anleitung 🥰

Es ist/ war grad schön

Oft drängt es mich ja nur noch zu besonderen Tagen oder in Stresssituationen zum Schreiben, weswegen irgendwie ein verzerrtes Bild entstehen könnte in meiner Erinnerung. Daher möchte ich mal festhalten:

Hier passt grad alles. Alle Familienmitglieder werden in ihren Bedürfnissen gesehen und unterstützt. Wir sind schlicht und einfach glücklich. 😄

Ole ist gerade überaus kooperativ und so pflegeleicht- oh Gott, ich hoffe, ich verschrei jetzt nichts 🤣🤣🤣 – dass er sogar unter der Woche bei der Oma übernachten darf. Wir waren also kurzer Hand gestern Abend essen. Ich habe Me-Time. Corona ängstigt mich (meist) nur noch mittelmäßig.

An dieser Stelle habe ich gestern Morgen das Schreiben unterbrechen müssen, anschließend las ich, dass Putin die Ukraine angreift…

Vielleicht bin ich aufgrund meines Charakters oder meines Geschichtsstudiums hier etwas sensibel… trotzdem, seit diesem Augenblick denke ich nur noch:

Es war doch grad schön…

Jahresrückblick

Eigentlich wollte ich ursprünglich meine typische Fragenliste abarbeiten, allerdings hab ich dazu irgendwie keinen Elan… auch weil ich in diesen Ferien 84 Deutschaufsätze (mehr als 400 Seiten 🤯) der 11. und 12. Klasse korrigieren muss. Ich geh gefühlt seit Wochen auf dem Zahnfleisch und Weihnachten, das wenigstens ziemlich entspannt und harmonisch war, hat mich nur knapp vorm Nervenzusammenbruch bewahrt.

Seid mir nicht böse liebe Mamas von Schulkindern, aber ich hoffe dringend auf Onlineunterricht im Januar. Den ganzen Tag neben düsenjetartigen Luftfiltern mit Maske und ohne Chance auf echte Kommunikation mit 30 Schüler*innen in einem Raum – I mog nimmer! Grad net… Im nächsten (Schul-)Jahr mag ich auch einfach noch ein bisschen weniger arbeiten. 80% sind zwischendurch schon ganz schön heftig.

Tatsächlich liegt meine/unsere Erschöpfung auch an Oles Energielevel. Das steigt und steigt. Mittagsschlaf gibt es nur noch mit viel Glück, falls wir gerade mittags länger mit dem Auto unterwegs sind. Abends schläft er auch erst gegen 21 Uhr (bis etwa 7 Uhr) und seit dem Gruppenwechsel im Oktober hat er fast täglich wieder komplette Einschlafbegleitung gebraucht, mittlerweile genügt teilweise zum Glück ein Hörspiel und 10 Minuten kuscheln. Während er Anfang 2021 noch täglich für min. 1 Stunde zu den Großeltern ging, wurde das im Sommer immer weniger und seit 3 Monaten weigert er sich regelrecht nach nebenan zu gehen. Was manchmal schon knifflig ist,da ich ihn nicht vor dem TV parken will, aber eben teils noch arbeiten muss, weil nach 21 Uhr bei mir auch nichts mehr geht. Insgesamt ist Ole gerade sehr anhänglich und hat seit einem (ungeplanten) Friedhofsbesuch am Totensonntag sogar Angst, dass wir (ohne ihn) sterben könnten und er dann alleine auf der Welt ist. Wir hatten natürlich scho einige besänftigende Gespräche dahingehend, allerdings ist Corona halt auch leider oft Thema und dementsprechend auch der Tod. Könnte ich an diesem Jahr etwas ändern, wäre dieser „Ausflug “ definitiv gestrichen.

In der emotionalen Entwicklung merke ich seit dem Sommer durchaus Fortschritte, aber aus der Autonomiephase sind wir noch lange nicht raus… an schlechten Tagen gilt es 3 bis 5 „Anfälle“ zu begleiten. Selten gibt es einen Tag ohne größere Differenzen. Ich hoffe, dass wir es nach dem 4. Geburtstag überstanden haben. Für mich ist es einfach auch so schwierig, weil ich ebenso impulsiv bin wie mein Kind und es mich teilweise an den Rande meiner Belastbarkeit bringt, mich zusammenzureißen und nicht auch zu brüllen – leider schaffe ich das auch nicht immer. 🙈 Das eigene Kind weiß halt auch, welche Knöpfe es drücken muss. Aber insgesamt bin ich zufrieden, oder wie der Lieblingsmann sagte: Na in Anbetracht unseres und seines Charakters läuft das hier doch sogar richtig gut (mit der Bedürfnisorientierung)! 🤭 Wir sind sicherlich keine strahlenden Vorbilder dabei (dazu sind wir einfach zu impulsiv/ungeduldig), aber noch waren wir selten geneigt, unsere Macht auszuspielen. Und manchmal blitzt eine Art Einsicht beim Kind auf, die ich als Hoffnungsschimmer für entspanntere Zeiten sehe.

Apropos „Kind“. Ole ist nun bei ca. 105 cm Körpergröße auf knappe 15 Kilo. Er trägt Größe 104/110 und Schuhgröße 28. Sein sauteures Super-Fahrrad hat er das Jahr über gekonnt ignoriert. Dafür zeigt er im Schwimmbad jedes Mal, dass Wasser voll sein Ding ist. Er braucht nur Schwimmflügel und hält sich damit locker 30 bis 40 Minuten sicher alleine über Wasser, selbst im Strömungskanal. Mit Schwimmbrett „surft “ er darin immer. Er springt auch vom Rand oder legt sich plötzlich auf den Rücken und sagt: „Ich schwimm jetzt rückwärts“ und ist dann weg. 😅🏊‍♂️ Richtig schwimmen kann er natürlich noch nicht und leider ist der Kleinkindschwimmkurs coronabedingt ausgefallen. Er war aber auch schon komplett ohne Schwimmhilfen im tiefen Wasser. Dann allerdings zumindest an meiner Hand. Wir gehen/gingen min. einmal die Woche zum Kindersport, wobei sich schon zeigt: hüpfen und Bälle werfen/schießen/fangen sind nicht so sein Ding. 🤭 Ab 5 kann er dann in dem Schwimmverein… wir überbrücken also noch ein Jahr. 😉 Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr noch irgendwas Musikalisches machen können, andererseits mag ich auch nicht zu viele Nachmittage verplanen.

So nun fällt mir nichts mehr ein, was euch vielleicht noch interessieren könnte… sofern es überhaupt noch ein „euch“ gibt?!

Ich wünsche allen, die sich hierher verirren, einen guten Start ins neue Jahr. Möge es erfolgreich für euch verlaufen und fabelhaft enden. 💕🍀🐞🎆

Eure Frau Mutterherz

Außenwirkung

Ole geht jetzt einmal die Woche zum Kindersport. Ich schicke, wann immer möglich, den Papa mit, weil ich nicht auf die zwei Mamas aus unserer Kitagruppe treffen mag.

Nun habe ich ihm vorher ausführlich erklärt, dass man da auf „die Trainer“ hören muss, damit alles gut klappt. Ich hatte ja schon von der Kita erzählt, dass sich Ole in solchen Institutionen gut anpassen kann. Letzte Woche hat er dann als Einziger so gut gehört, dass er sogar offiziell gelobt wurde und sich am Ende zwei Süßigkeiten nehmen durfte. 😍

Da hat doch eine der zwei Mütter (Der Helikopter) laut vor den anderen Eltern gesagt: Ausgerechnet das Kind, das sonst gar nicht hört. 😡 Sie wurde zum Glück nur verdutzt angeguckt und ich war zum Glück nicht dabei, denn vermutlich hätte ich keine Süßigkeiten bekommen… 😉

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten. Vor zwei Wochen hab ich mich mit der Mama von Oles besten Kumpel ausgesprochen. (Sie kam via Whatsapp auf mich zu und meinte sie würde gerne reden.) Sie hat sich entschuldigt für den Brief und ihr unsinniges Verhalten. Sie wusste von etlichen Dingen (Kitagespräch, Vorgeschichte usw.) nichts und war dann doch überrascht und betroffen.

Wir waren schon einmal mit den Jungs im Schwimmbad und nächste Woche treffen wir uns zum Spielen . Ich habe gesagt, dass wir die anderen nicht mehr treffen wollen, aber sie natürlich spielen kann mit wem sie will. Ich bin da nicht so kategorisch, dass sich jemand entscheiden muss.

Ole war natürlich super glücklich! Und damit bin ich es auch. 😁