Eingewöhnung Tag 4

Ähnlicher Ablauf wie an Tag 3.

So langsam sind wir auch von der Erzieherin enttäuscht. Sie redet nicht mit uns. Gibt keinerlei Einschätzung und eine aktive Bemühung um Kontakt zum Kind ist selten und wenn dann denkbar ungeschickt.

Irgendwie passt das so nicht .

Wir hatten jetzt mit vielen Freunden mit Kindern, zwei anderen Erzieherinnen und einer Sozialpädagogin aus verschiedenen Einrichtungen Gespräche. Nächste Woche ist unsere Kita-Leitung wieder da, auch hier werden wir ein Gespräch suchen.

Plan B, C und D nimmt in unseren Köpfen langsam Gestalt an.

Am Wochenende vielleicht mehr dazu… Morgen geht’s erstmal in den Park. Vielleicht ist das die Lösung und endlich einen Fortschritt. 🤷‍♀️

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Eingewöhnung Tag 3

Stell dir vor es ist Eingewöhnung und du gehst nicht hin…

Richtig geraten: Ich habe den Lieblingsmann heute schon ins Rennen geschickt. Irgendwie hätte uns ein weiterer Tag mit mir nichts gebracht – der Lieblingsmann ist bei fremden Kindern nicht so beliebt, konnte sich also prima zurückhalten. 😉 Und so gab es heute auch keine Vorfälle…außer, dass Ole diesmal während der 10 Minuten Trennung geweint hat und sich nicht trösten ließ. Die Verabschiedung klappte gut, aber dann kam der Trennungsschmerz laut Erzieherin.

Als der Lieblingsmann zurück kam, ließ er sich schwerlich trösten, verweigerte jedes weitere Spielangebot und wollte gehen. Also bleiben wir bei kleinen Schritten- morgen soll die Trennung nicht nach 15 sondern erst nach 30 gemeinsamen Minuten sein.

Ich bin zuversichtlich, dass es irgendwann Klick macht… und hey: Es war Tag 3 und wir haben für den worst case 8 Wochen eingeplant 😉.

Eingewöhnung Tag 2

Also tatsächlich kommt es anders, und zwar meistens als man denkt…

Meine Befürchtungen, man würde zu früh eine Trennung initiieren, waren total unbegründet. Tatsächlich hätte ich heute die ganze Stunde dabei bleiben können. Bin ich aber nicht. Denn die andere Mutter wollte mal ne Trennung probieren und Ole war zu diesem Zeitpunkt schon einige Zeit, ohne mich, mit den anderen im Spielflur. Also verabschiedeten wir uns. Wir hätten sogar im großen Flur bleiben dürfen, sind dann aber doch eine Runde um den Block gelaufen… Ole weinte gar nicht. Erst als wir wieder kamen hörte ich ihn- bis wir wieder im Raum waren, hatte er sich schon trösten lassen. Er war von einem Auto „gefallen“. … ja ja lacht nur. 😂

Allerdings kippte gegen Ende seine Stimmung wieder, vor allem als ich einem anderen Kind Tee gab bzw beim Trinken half. Da war er völlig aufgelöst. Er weinte bitterlich und ich musste lange trösten und wir gingen dann schnell. Im Flur gab’s erstmal was zu trinken und dann ging es wieder. Er zahnt leider so arg, dass ich ihm sogar morgens Schmerzsaft geben musste – er verweigert alle Nahrung, außer Eis. 🙈 Wir haben echt ne blöde Woche erwischt, wobei die eigentliche Eingewöhnung ja klappt. 🤷‍♀️

Blöderweise wurden wir nicht richtig informiert, dass wir uns am besten gar nicht mit anderen Kindern befassen sollen… Also wir wurden eigentlich gar nicht instruiert und ich hab halt einfach instinktiv mit den Kindern unserer Freunde interagiert. War natürlich doof, denn für Ole sah es wohl so aus wie „jetzt sucht sie sich ein neues Kind und ich sitz hier fest“. Das Mädchen meiner Freundin, das immer zu mir zum Kuscheln kam, hat er leider sowohl gestern als auch heute gebissen.(Dazu folgt evtl. nochmal ein Beitrag, ist leider echt ein Problem momentan.) Meine größte Sorge… blöde selbsterfüllende Prophezeiung. 🙄

Natürlich stresst mich dieses Verhalten extrem und es tut mir sooo sehr Leid. Ich komm schon nicht damit klar, wenn ich aus Versehen mal „unsoziales“ Verhalten zeige und nun gibt’s da auch noch dieses extrem aufgeweckte und nicht grad zärtliche Spätzchen… 🙈🙈🙈 ich hab erstmal heimlich geheult vorhin.

Ich hab ihn dort natürlich sofort geschimpft und danach entsprechend die Situation erklärt. Werde mich morgen dann aber komplett zurück nehmen, beim Kuscheln und auch beim Aufpassen/Schimpfen… ist einfach nicht mein Job dort.

Geplant ist, dass wir diese Woche und nächsten Montag noch dabei sind und uns immer für einige Zeit verabschieden. Nächsten Dienstag soll er dann schon alleine zum Frühstück kommen.

So und nun sitz ich schon den ganzen Tag da und mach mir Sorgen um die anderen Kinder und nicht um meinen Sohn… irgendwie strange.

Eingewöhnung Tag 1

Und dann ist dieser Tag plötzlich da… kurz gesagt: Es lief komplett anders als gedacht. 😐 Nicht viel schlechter, aber anders eben.

Unsere Nacht war dank Eckzähnen und Bauchschmerzen schlecht. Wir waren stundenlang wach und Ole ließ sich frühs von unseren Frühstücksvorbereitungen nicht wecken. Erst 8:15 wachte er auf. Wollte natürlich eigentlich noch kuscheln und spielen. Was aber nicht ging, denn 9 Uhr ging’s los. Er verweigerte das Frühstück komplett und wollte nicht mal vor die Tür – also alles ganz anders als üblich. Und ganz anders als geplant. Die Geschenke zum Kita-Start konnten aufgrund des Zeitmangels natürlich auch nicht begutachtet werden – an einem normalen Morgen hätten wir 2 Stunden Zeit dafür gehabt.

In der Kita selbst wurden wir direkt von unserer Erzieherin empfangen und zur Garderobe gebracht. Ole entdeckte gleich den dortigen Spielflur und war erstmal gut drauf. Im Gruppenraum änderte sich das leider nach einigen Minuten.

Es sind zwar momentan nur 6 Kinder mit 2 Erzieherinnen, aber der Raum ist leider recht klein und voll. Ole löste sich problemlos von mir, spielte auch etwas, vor allem mit seinen Freunden, die er schon kennt, aber nach 40 Minuten war es ihm einfach zu viel. Er stand immer wieder an der Tür und wollte raus. Zweimal ließ er sich von der Erzieherin noch ablenken, beim dritten Mal weinte er dann lautstark und stieß sich vor lauter Verzweiflung auch noch den Kopf am Türrahmen, sodass ich ihn trösten musste. Er verstand natürlich nicht, warum ich nicht einfach mit ihm ging.

Er trank Tee und nahm Kontakt zu beiden Erzieherinnen auf. Zu mir kam er eigentlich nur als er gehen wollte. Nach einer Stunde war er danm so fertig, dass ich den Erzieherinnen sagte, dass wir nun gehen – denn ich wollte nicht, dass er eine zu negative Erinnerung an die Kita bekommt.

Insgesamt lief es unter dem Aspekt, dass er zahnt, müde und hungrig war, natürlich echt gut. Aber eben auch anders. Zumal mich überraschte wie klein und voll der Raum plötzlich wirkte- zur Krabbelgruppe waren wir immer in einem größeren Raum mit viel mehr Rückzugsecken… als wir draußen im Spielflur waren, war Ole sofort wie ausgewechselt und hätte dort auch noch einige Augenblicke gespielt. Im Auto angekommen bestand er darauf sofort angeschnallt zu werden. Erst dann aß er etwas und meinte nach den ersten Bissen gleich BrummBrumm. So nach dem Motto: Fahr los.

Zuhause blieb er gleich bei Oma und Opa im Garten. Ich musste jetzt in der Küche kurz durchatmen und hoffe, dass es morgen noch ein bisschen besser klappt, nach einer hoffentlich besseren Nacht. 😊 Und ich bin froh, dass ab Donnerstag der Lieblingsmann übernimmt 😉…

Im übrigen wirkten seine bereits eingewöhnten Freunde ziemlich happy dort – so wie Ole hoffentlich auch in ein paar Wochen. 😊

By the way…

Ihr erinnert euch an meinen Panik-Post zur Kita:

„Ole könnte irgendwo runter fallen und verletzt werden…“

Nun sein Kumpel fiel Freitag irgendwo runter und hat nun ne Beule und ne Schramme am Kopf. Die Oma musste beim Abholen unterschreiben, dass sie das Kind weiter beobachten und ggf. zum Arzt gehen.

Das Fallen ist natürlich nicht schlimm, kann passieren. Ist Ole erst Donnerstag auf dem Spielplatz passiert. Aus knapp nem Meter. Ich stand einen Schritt zu weit weg, um ihn noch zu fangen. Er hat ebenfalls etliche Schürfwunden…

Aber, dass niemand der Oma sagen konnte (oder wollte),was genau passiert ist. Wo bzw von wo das Kind (runter) fiel etc.

DAS stört mich schon!

Dass man nicht immer alles vorhersehen kann, weiß man als Mama. Aber wenn Einjährige soweit aus den Augen gelassen werden, dass man nichtmal den ungefähren Verlauf des Unfalls rekonstruieren kann, dann finde ich das schon irgendwie bedenklich.

Wie werden solche Fälle (man beachte das Wortspiel 😉) in eurer Kita gehandhabt?

Viele Grüße von Frau Mutterherz 💕

Eingewöhnungscountdown

Das Arbeitsleben ruft schon nach mir, die Ferien neigen sich dem Ende und ich habe die üblichen Albträume von ungehorsamen Schülern und Chaos in meinem Unterricht… keine Sorge: das ist jedes Jahr so. 😉 Hört vermutlich bis zur Pension auch nicht mehr auf 😂. Aber nun rennt zum ersten Mal ein kleiner rotblonder Zwerg durch meine Träume und macht sie noch chaotischer. 🙈

Gleichzeitig verarbeitet mein Unterbewusstsein so die Kita-Notwendigkeit, denn die Träume zeigen: Kleinkind im Unterricht geht definitiv nicht! 😉

Nächsten Montag geht es also los. Ich habe mich entschieden die ersten 2 oder 3 Tage selbst mitzugehen – einfach weil ich mir den Alltag nochmal anschauen will. Danach übernimmt der Lieblingsmann, damit ich meine Schulsachen vormittags vorbereiten kann. Bei der Unterrichtsverteilung bekam ich dooferweise lauter neue Klassen, sodass ich mich also komplett neu einarbeiten muss. 🙄

Ich habe mich schließlich gegen ein vorheriges Gespräch mit der Kita-Leitung entschieden, sondern entscheide Dienstag spontan, ob ich mich wegschicken lasse oder nicht. Ausschlaggebend hierfür war übrigens Ole, der so souverän mit Trennungen umgeht und sich unseres Wiederkommens sehr sicher ist. Er lässt sich völlig problemlos kurz bei für ihn Fremden abgeben, wenn ich versichere gleich wieder zu kommen. Gestern erst erlebt, als ich umparken musste und er schon abgeschnallt war. Außerdem waren wir vor zwei Wochen auf einem Fest, wo auch seine Erzieherin war. Sie hat ihn sofort sehr lieb begrüßt und er ist umgehend auf ihren Arm und wollte mit ihr die Umgebung erkunden… ich war erstmal abgeschrieben. 😄 Und schließlich waren wir letzte Woche kurz in der Kita, um etwas abzugeben. Ole ist sofort zum Spielzeug und seine zwei regelmäßigen Spielfreunde, die schon eingewöhnt sind, kamen auch gleich und haben ihm Spielzeug gebracht. Das war sehr süß! Ich habe bei dieser Gelegenheit die andere Erzieherin kurz kennengelernt und fand sie wirklich sympathisch.

Darüber hinaus lässt Ole sich neuerdings zum Wickeln hinlegen – aber akzeptiert dennoch oft nur Pants – und er interessiert sich endlich für seine Kuscheltiere, sodass ich ihm einen Tröster mitschicken kann. Auch ein Fotobuch mit unserer Familie und den Paten habe ich gemacht, sodass er sich das anschauen kann.

Alles in allem fühle ICH MICH nun startklar für die Krippe 😄💪 – mein Kind ist es wohl sowieso.

Passend hierzu habe ich beim Shopping für die Kita-Ausstattung folgenden Pullover gefunden:

sagt glaub ich alles.

Ansonsten kann ich vermelden, dass wir noch immer stillen und ich in der Eingewöhnung nun auch nicht Abstillen werde. Meine innere Deadline ist allerdings Weihnachten, denn irgendwann wollen wir ja doch noch über ne Kryo nachdenken… 😉 und davor würde ich wenigstens einmal gern ein paar Glühwein trinken. 😂 Ole macht keinerlei Anstalten sich abzustillen, wenngleich er sich tagsüber vertrösten lässt. Aber zum Einschlafen und Weiterschlafen braucht er wieder verstärkt die Brust-die ich ihm natürlich auch gerne gebe. 😉

Mittlerweile spielt er am liebsten Verstecken und erschreckt werden… er stellt sich hinter den Vorhang, ich verstecke mich irgendwo in der Nähe hinter einer Tür oder so und wenn er mich dann sucht, versuche ich ihn zu erschrecken- er liebt das total!

Letztlich wollte ich die Rollen mal tauschen. Er war gleich Feuer und Flamme für die Idee und nickte eifrig, rief Du Du und zeigte auf den Vorhang. Also ich ab nach hinten. Und er? Stellte sich neben mich und freute sich 🤣🤣🤣 er war nicht wirklich davon zu überzeugen, sich zu verstecken, aber ich durfte auch nicht mehr weg 🤷‍♀️… also standen wir halt beide hinterm Vorhang. 😍

Ich habe die Monate seit seinem ersten Geburtstag wirklich sehr genossen und würde jedem, der es irgendwie einrichten kann, empfehlen das Kind nicht sofort mit einem Jahr in die Kita zu geben. Und auch wenn wir täglich mehrere kleine Anfälle von eigenem Willen haben und ich noch immer mehrmals pro Nacht geweckt werde, finde ich diese Zeit gerade wunderschön und bin dankbar für unser Wunder!

Viele Grüße von Frau Mutterherz 💕

15 Monate mit dir 💕

Da Ole sich ja nun schon wieder kräftig weiterentwickelt hat, will ich hier kurz mal einiges festhalten:

Sprachlich sind wir tatsächlich mal deutlich langsamer als der Durchschnitt, was zum einen sicher an der motorischen Reife liegt und zum anderen vermutlich daran, dass unser Kind nonverbal so unglaublich klar kommuniziert, dass er selbst bei fremden Menschen keine Worte braucht.

Ein paar Sachen gibt es aber doch:

Komm, nim mi – nimm mich hoch/raus, Babab – Essen, gackgack – Enten, Gänse und Hühner, GurrGurr – Tauben, plisipla – plitschiplatschi für Baden, buff – Ball schießen/Fußball spielen, ba – Ball, Lampe, Opa, alala – alle, auf/zu, Nein, Ja, Bagga – Bagger, Baum, möchte das da, biiiiite und ganz neu Mami 😍 (Wir sagen das übrigens nie, hat er selbst beschlossen, das statt Mama zu verwenden 💕).

So aufgeschrieben ist es doch schon einiges, allerdings spricht er wirklich selten und sehr leise/undeutlich, aber das liegt sicher auch an den Ohren/Polypen.

Verstehen tut er tatsächlich fast alles. Er befolgt, sofern er will 😉, einfache Anweisungen und Bitten und kann sogar längern Anweisungen folgen, z.B. Hol dein Lätzchen und geh damit zum Tisch usw.

Mit einer Gabel isst er fast komplett selbstständig, bei Sachen zum Löffeln braucht er etwas Hilfe. Momentan isst er mit rechts und links gleich gut. Er liebt Fleisch und Gelbwurst, aber auch Schinken mit Melone , Tomate Mozarella und andere „Feinkost“. Hauptsache herzhaft. Nur bei Eis, darfs auch süß sein. Da hab ich jetzt so Förmchen für Eis am Stil und mach oft Fruchteis und heute erstmals Nicecream Schoko. Beim versuchen war er sehr begeistert, wollte aber den Rest der Masse nicht aufessen als ich das Zucchinigratin auf den Tisch gestellt hatte.

Da er fast immer das Gesunde vorzieht und auch lieber Wasser als alles andere trinkt, sind wir immer noch bei 9,4 kg. Aber er sieht nun kräftiger aus. Außerdem wirkt er nun manchmal richtig „groß“.

Sein Wille/Dickkopf ist schon gut ausgeprägt und hier gibt es regelmäßig DRAMA mit Schreien, Auf den Boden werfen etc. pp… noch finde ich das gar nicht nervig und kann ihn aus seiner Sicht auch immer verstehen. Er ist zwar teilweise echt sauer (auf uns), lässt sich aber dennoch gerne trösten oder ablenken.

Motorisch ist das Kind immernoch der Wahnsinn. 🙈 Letztlich ist er 4 Stufen einer Bockleiter alleine hochgeklettert, obwohl er zum ersten Mal davor stand. Er kann seine Rutsche alleine hoch oder wahlweise rückwärts runter klettern. Mauern, Bänke und neuerdings sogar Bäume (im unteren Bereich) werden gerne beklettert. Pukywutsch und RutschAuto sind kein Problem, heute ist er erstmals eine Stufe freihändig hochgestiegen wie ein Erwachsener. Auf der Treppe läuft er mit Festhalten durch uns ohne Zwischenschritt hoch (obwohl die Beine dafür zu kurz sind 😉) und sicher runter. Rückwärts oder seitwärts kommt er bei wenigen Stufen alleine runter.

Er kann rennen und zwar schon ziemlich flott und lässt sich gerne fangen. Er kann seine Schaumstoffwasserspritze alleine spritzen und schafft es ein Blümchen mit Stil in die kleine Öffnung vorne einzufädeln. Kehren, Gießen und Sachen einsammeln oder aufräumen ist immer hoch im Kurs. Wir sind von morgens bis abends fast durchgehend im Garten. Auf der Terasse kann man ihn nicht mehr „einsperren“, denn er bekommt das Treppengitter alleine auf. 🙈 Zum Glück haben wir im Haus an den Treppen abschließbare Schutztüren! Wenn man ihn in irgendetwas schiebt (Einkaufswagen, Dreirad, Stuhl) dann macht er Brrrruuuuuummm und zwar so lange bis man anhält. 😂 Er liebt alles, was mit Fahrzeugen zu tun hat.

Und Fritzi. Er liebt Fritzi und die beiden sind zuckersüß zusammen. Sie spielen fangen oder Ball und gehen Gassi, indem Fritz seinen Schwanz hoch hält und Ole ihn festhält. Es ist zum kringelig lachen. 😊

Wir stillen noch immer und ich freue mich daher umso mehr, dass unsere Nächte nun oft schon ziemlich gut sind und Ole nur 2 mal wach wird. Momentan kommen aber die Eckzähne, da ist alles etwas unruhiger. Aber wenigstens haben wir es danach fast geschafft 🎉 und ich denke, bis zu den hinteren Backenzähnen dauert es noch ne Weile. Die vorderen Backenzähne sind nun voll durch. Nachts schläft er meist 9 – 10 Stunden und tagsüber gibt’s meist 2 Nickerchen und insgesamt nochmal 2 bis 3 Stunden Schlaf.

Alles in allem läuft es hier momentan richtig gut und ich genieße es sehr! Habt’s fein ihr Lieben! Bis bald Frau Mutterherz 💕

Kurze Wortmeldung

Hier war es länger still als gewollt – denn wir hatten hier ein ungeplantes erstes Mal.

Das erste Mal Magen-Darm. Juhu. NICHT. Das Kind lag flach. Der Mann lag flach. Die Mutter wusch und wischte. Ich erspare euch weitere Details. 😉

Naja jedenfalls wollte ich euch danken. Für die überwältigend vielen Kommentare, Tipps und die Erfahrungsberichte. Es ist anscheinend ein Thema, das doch viele berührt. Und natürlich möchte ich nochmal klar stellen, dass mir bewusst ist, dass ich ein ziemliches Luxusproblem habe!!!

Ich habe einen Kitaplatz (im Gegensatz zu vielen anderen)… ohne Bestechung, Schlange stehen etc.

Ich habe einen Mann und liebevollen Papa für mein Kind. Der sogar für die Eingewöhnung und die ersten Monate freiwillig Teilzeit macht.

Ich habe Großeltern in Rufweite, die ihr Enkelchen heiß und innig lieben und (wie ich seit kurzem weiß) ab Januar weniger arbeiten wollen. 😉

Ich kann mir dieses Luxusproblem also schlichtweg leisten… Ich habe genug Zeit, Kraft und Muse Bücher über Kinderentwicklung zu lesen. Ich habe genug Unterstüzung, um mein Kind bedürfnisorientiert zu erziehen. (Denn ich für meinen Teil finde das schon manchmal anstrengender als manch alte Methoden. Also RESPEKT an alle Moms, die das ohne Unterstützung schaffen!) Aber natürlich habe ich auch ganz persönliche Gründe für diesen Weg – wie jede andere Mama für ihren… und das sollte man bei allen Diskusiionen immer im Hinterkopf behalten.

So ich muss jetzt noch ne Waschmaschine anschmeißen. Aber ich halte euch auf dem Laufenden bei der Eingewöhnung!

Liebe Grüße von Frau Mutterherz

Achterbahnfahrt – Kita

Meine Gefühle spielen die letzten Wochen verrückt. Ab heute sind es noch 7 Wochen bis zur Kita-Eingewöhnung und meine Stimmung schwankt von wir haben so ein Glück, das wird toll zu oh Gott, was tue ich dem Kind nur an. 😭

Früher war ich total überzeugt von zeitiger Fremdbetreuung. Und es geht aus vielerlei Gründen auch nicht anders… aber ich hadere. Mit der Kita bzw. der/n Erzieherinnen teilweise, mit dem Eingewöhnungskonzept ziemlich doll.

Die positiven Fakten:

Unsere Bezugserzieherin ist sehr nett. Trägt auch Kinder, die unsicher sind, auf dem Arm. Tröstet viel. Den Sohn unserer Bekannten wohl wochenlang immer wieder.

Der Schlüssel ist momentan 1:2 , wenn Ole und das Kind unserer anderen Bekannten kommen 1:3, ab Januar 1:4.

Ich kenne 6 von 8 Kindern/Eltern und wir treffen 4 davon regelmäßig schon seit Monaten.

Die Kita ist 650 Meter entfernt. Hat einen riesigen Park mit tollen Spielgeräten.

Das Essen (Frühstück,Mittag, Vesper) wird täglich frisch gekocht, kommt von neben an aus der Küche eines Mutter-Kind-Kurhauses.

Wenn man Obst und Gemüse aus dem Garten mitschickt, schneiden sie es (angeblich) für alle auf.

Der Lieblingsmann war auch dort und hat es gut überstanden. (Das war sein gestriges Hauptargument. 😜)

Zu den negativen Fakten:

Die zweite Bezugserzieherin versucht gerade wieder schwanger zu werden (hatte eine sehr späte Fehlgeburt, tut mir auch unendlich Leid!) und wird ggf. ab Tag 1 im Berufsverbot sein. Finde ich einfach ne unglückliche Einteilung für sie und Krippenkinder.

Frühstück/Vesper sind nicht immer so gesund, wie man/ich es sich/mir wünschen würde, z.b. gibts mal Cornflakes oder Brot mit bunten Zuckerstreuseln.

Essen mitgeben geht nicht, da keine Ausnahmen gemacht werden… „dann wollen andere das ja auch“ 🤷‍♀️. Gilt auch für Milchfläschchen oder Spieluhr zum Einschlafen.

Auf dem Parkgelände toben die größeren Kinder mit den Krippenkindern zusammen, für meinen Geschmack regulieren die Erzieherinnen hier zu wenig ( und ich bin echt nicht zimperlich). Ole könnte sich schwer verletzen, wenn sie ihn einfach auf alle Geräte klettern lassen. Wir waren schon mehrfach dort, da hatte natürlich immer nur ich die Aufsicht. Die Erzieherinnen haben meist alle in der Mitte gestanden und gequatscht. Der Park ist aber von dort nicht komplett einsehbar.

Ich bin mir noch unsicher, ob sie Ole mit seinem gefühlsstarken Wesen wirklich gut betreuen können. Er hat einfach so intensive Gefühle, dass er gerade bei Stress und negativen Erfahrungen nicht gut damit klar kommt. Dann beißt er z.B. sich oder mich, kneift, zieht an den Haaren… wenn er merkt bzw. man ihm sagt, dass das weh tut, dann weint er manchmal, weil es ihm Leid tut.

Allgemein weint er immernoch sehr schnell und heftig, wenn er etwas nicht bekommt oder noch nicht kann. Ich bleibe dann natürlich hart, aber begleite seine Gefühle, was er auch gerne annimmt.

Ich habe Angst davor, dass sie ihn dann abstempeln, weil das leichter ist, als hinzusehen, was er gerade braucht. 🙈 Letztlich meinte eine befreundete Mama, die ihn eigentlich sehr mag, dass sie nicht versteht, dass er so jähzornig sei. 😔 Auch wenn es Unwissen ist, zeigt es doch, was andere u.U. denken, wenn sie sich nicht mit gefühlsstarken Persönlichkeiten auskennen. Ich hatte zum Glück eine sehr nette Erzieherin als Kind, dennoch erinnere ich mich, wie verzweifelt und traurig ich oft war, weil keiner verstand, dass ich mich nicht „zusammenreisen“ konnte.

Es läuft gerade so gut und ich habe einfach Sorge, dass Oles gute Bindung und sein Urvertrauen dann leiden. Ich selbst habe nämlich kein gutes Urvertrauen und würde ihm das schon sehr wünschen, weil es so vieles erleichtern würde. Meine innere Stärke ist hart er arbeitet und bröckelt leider viel zu häufig.

Nun zum Anlass meiner Sorge: Die Kita schickt die Eltern am 2. Tag der Eingewöhnung für eine Stunde heim! Nix mit mal kurz raus oder so, nee heim!!!! Das finde ich, selbst mit dem Vorlauf der Krabbelgruppe, VIEL zu früh! Ich dachte echt, sie machen das Berliner Modell… klar, wenns schneller klappt, ist alles fein. Aber heimschicken an Tag 2 ist einfach nur ne Kamikazeaktion in meinen Augen.

Weil mich das SO SEHR belastet, überlege ich schon im Vorfeld nochmal mit der Leitung zu reden (Elternabend gibt es nicht.)… das findet der Lieblingsmann wiederum doof, weil er befürchtet, dass sie sich auf den Schlips getreten fühlen, wenn ich „die Pädagogin raushängen lasse“ und dass es dann gleich miese Stimmung gibt.

Darüber gab’s letzte Nacht eine lange und blöde, weil völlig übermüdete, Diskussion zwischen uns. Hinzu kommt, dass ja eigentlich er die Eingewöhnung machen soll, aber er gar nicht weiß, was genau das Ziel ist (pädagogisch gesehen) und wie das bedürfnisorientiert ablaufen sollte. 🙈 Und natürlich ist er nicht erfreut, dass ich ihm das nicht so einfach zutraue. (Verstehe ich auch irgendwie.)

Jedenfalls ist es jetzt irgendwie doof. Denn Ole wird meine Zweifel natürlich spüren, was ja kontraproduktiv ist. Alternativen zu dieser Kita gibts momentan auch nicht. Meine Wunschkita liegt im Nachbarbundesland und da wir dort keine Förderung bekämen, käme ein Platz für uns auf ca. 800 €/monatlich. Nicht bezahlbar. Dass einer für uns komplett zuhause bleibt, fällt leider auch flach.

Da sitzt ich nun, ich armer Thor und bin so klug als wie zuvor. Und ihr auch. 😉

Feststeht: Fremdbetreuung ist halt auch für die Mama FREMD. 😔

Liebe Grüße von einer aifgewühlten Frau Mutterherz

Meilensteine

Ole knackt gerade gefühlt ständig Meilensteine und ich weiß gar nicht, was ich euch alles berichten soll.

Er zahnt wie verrückt. Er hat schon 10 Zähne und bekommt wohl 4 weitere ziemlich parallel. Glücklicherweise hat er hauptsächlich tagsüber Schmerzen, sodass wir es gut mit Ablenkung und Eis am Stiel (gefrorenes Fruchtpüree) in den Griff bekommen. Die Nächte sind recht gut, oft wacht er nur 2 – 3 mal auf. Manchmal auch nur noch einmal. Aber einer von uns muss imner bei ihm schlafen, sonst klappt’s nicht. Sein Bettchen verweigert er standhaft, wir haben jetzt ne große Matratze im Zimmer liegen. 😉 Die vorherige Lösung war auf Dauer nix für unsere Rücken.

Abgesehen von kleinen Autonomie-Anfällen ist unser Alltag mittlerweile echt entspannt. Also im Sinne von Zwischenfällen, insgesamt hält er uns richtig auf Teab. Für alle kritischen Themen haben wir unsere Tricks gefunden und manches akzeptieren wir einfach, z.b. dass er abends zum Einschlafen min 30 Minuten braucht. Ist halt so. Muss sich einer dazu legen. Punkt.

Dafür hat er letztes Wochenende zum ersten Mal bei meinen Eltern geschlafen und es hat komplett ohne Tränen geklappt. Er ist zwar erst kurz vor 22 Uhr eingeschlafen, aber meine Mutter war die ganze Zeit bei ihm und er ist auf ihr eingeschlafen. Sie hat ihm nachts 5 Fläschchen machen müssen… aber er hat nicht geweint und das finde ich das Wichtigste. Erst als er morgens mit uns heim sollte, gab’s Tränen. 😂🙈 Jetzt kommen wir eben aus dem Kino und Ole ist beim Abendspaziergang mit meinen Schwiegereltern eingeschlafen…

Er liebt es im Wagen oder Autositz zu schlafen, was uns auch im Urlaub oft rettete. Von 7,5 Stunden Fahrt verschlief er fast 6 Stunden. 😊

Ansonsten ist er ein echtes Draußen-Kind, dass direkt nach dem Aufwachen raus will und erst zum Schlafen wieder rein. Zum Glück wohnen wir auf dem Dorf mit Haus und großem Garten, sonst hätte ich echt Probleme…

Der Sandkasten ist nicht so sein Ding und Barfuß auf Sand oder Gras geht gar nicht. 😅 Das führt regelmäßig zu sehr lustigen Szenen. Auch bei nassem Sand an den Händen versteht er keinen Spaß 😎…machen wir auch nie, nur zu unserer Belustigung 😉. Alles mit Wasser hingegen ist voll sein Ding und auf dem Wasserspielplatz kann man sogar Sand (am Boden, wenn man Schuhe anhat) akzeptieren.

Ansonsten kann man nun teilweise richtig mit ihm Spielen: Fangen oder Fußball und letztens hat er sich erstmals richtig versteckt, um mich danach zu erschrecken. Er hat sich kringelig gelacht, nachdem es geglückt war. Das war ein echter Herzmoment und eine erstaunliche kognitive Leistung, wie ich finde. 😍

Sprechen ist wohl das Einzige, mit dem es ihm nicht so eilig ist. Andererseits verständigt er sich mittels Mimik und Gestik super, es besteht also vorerst keine Notwendigkeit. Verstehen kann er wahnsinnig viel und setzt die meisten Bitten auch um.

So nun habt ihr ein kleines Update, was sich hier so tut. Genießt die Sonne!

Beste Grüße von Frau Mutterherz 💕