Die bessere Hausfrau und Mutter

Hausfrau und Mutter, das sind meine aktuellen Titel. Dass ich den Ersten nie so zu 100 % erfüllen werde, war schon immer klar. Auf Arbeit bin ich super organisiert, aber im Haushalt fehlt mir oft die Struktur-ich erledige die einzelnen Dinge durchaus gewissenhaft, finde mich aber selbst dabei wenig effektiv.

Richtig interessant wird das Hausfrauendasein ja erst durch den 2. Teil des Titels. Mutter.🤔 Seit dem Ole bei uns ist, hat meine Effektivität deutlich gelitten. Klar. Mit Baby. Da ist man froh, wenn man den Geschirrspüler und das Bettenmachen schafft… über den ganzen Tag verteilt. 😉

Tja und nun war ich eben frühs bei der Massage (hatte vor 2 Wochen tagelang Kopfschmerzen und hab mir daher Physio verschreiben lassen). Wir haben zum Glück eine Physiotherapeutin im Dorf, sodass ich nur knapp 40 Minuten weg war.

Der Lieblingsmann hat heute frei und so übergab ich ihm das Baby nach dem morgendlichen Stillen und zog los… als ich 40 Minuten später durch die Tür kam, traf mich fast der Schlag… mein Entsetzen steigerte sich im ersten Stock noch weiter:

Es war alles gesaugt. Wohnzimmer, Esszimmer und Küche waren aufgeräumt. Der Geschirrspüler lief. Ein Korb Wäsche inkl. Strümpfe und Unterwäsche war verräumt. Das Bett gemacht und meine beiden Männer kuschelten gerade… und somit muss ich eingestehen:

Der Lieblingsmann ist eindeutig die bessere Hausfrau und Mutter 😅🙈

Ordentliche Grüße von Frau Mutterherz 💕

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2. Monat mit dir 💕

Nun bist du tatsächlich schon zwei Monate bei uns. Bist unser Spätzchen und Schätzchen. Langsam sind wir hier ein bisschen routinierter und das tut uns allen gut. Anfang des Monats waren wir mit dir bei der Osteopathin und du fandest sie total super und hast mit ihr gelacht. Sie erkannte gleich, dass du ein fröhliches Gemüt hast und versicherte uns, dass man sich keine Sorgen um dich machen muss. 😄 Nach der Behandlung hatten wir noch ein paar harte Tage mit viel Weinen und Bauchweh. Doch nun ist alles deutlich besser. Wir sind sehr froh, dass du kaum noch Schmerzen hast. Du bist ein richtiger Sonnenschein und lachst mit mir – vor allem wenn du Musik hörst, die du kennst. Ich singe dir täglich die Lieder vor, die ich für deine Taufe in die engere Auswahl nehme und du hast schon Favoriten. 😏 Dein Lächeln bekommt langsam Ton. Ich freu mich schon auf dein erstes glucksendes Lachen.

Du tönst nun auch und willst mit uns erzählen, vor allem mit Oma A. quatscht du in einer Tour. Du lächelst manchmal an Stellen, dass man denken könnte, du verstehst uns schon. Ab und an liegst du auch nachts im Bett und brabbelst vor dich hin. Du wirst richtig laut, wenn ich deinen Gesprächsversuch ignoriere. 🙈😅 Und dank deiner Töne und der Mimik können wir nun schon ein wenig kommunizieren. Wenn du „rufst“ und ich erkenne, was du willst, dann strahlst du richtig. Das ist so toll.😍 Du bist nun kein zartes Neugeborenes mehr, sondern wirst zum Baby. Wobei du trotz deiner 5,5 kg eher schmal wirkst, vielleicht weil du schon 60 cm misst. Du kommst definitiv mehr nach Papa, der war auch eher zart. Ich war hingegen ein echter Wonnepropen.☺

Fipsi die Fledermaus über dem Wickeltisch ist dein absoluter Favorit. Du studierst sie genau, wenn wir sie schwingen lassen oder mit ihr klappern und rascheln. Und wehe wir heben dich zu früh hoch, dann protestierst du lautstark, bis wir Fipsi weiter angucken.

Ansonsten bist du immer in Bewegung solange du wach bist. Du zappelst, ruderst und drehst dich manchmal schon auf die Seite. In der Bauchlage hälst du dein Köpfchen und streckst manchmal den Po in die Höhe. Jetzt entdeckst du auch deine Hände und schnullst sie mit Genuss ab. Der Schnuller hingegen ist immernoch out. 😝

Ach Ole, du bist so super süß und wir lieben dich unfassbar sehr!

Von Bedürfnissen und Prinzipien

Während der Schwangerschaft las ich natürlich immer mal wieder über bindungs- und bedürfnisorientierte Erziehung. Und ehrlich gesagt, fand ich das Konzept ziemlich übertrieben… Familienbett, ständiges Tragen und (Langzeit)Stillen. Sich voll auf das Baby einlassen und versuchen, all seinen Bedürfnissen immerzu gerecht zu werden…

Da wir beide zwei starke Charaktere sind, die ihre Bedürfnisse ungern zurückstellen, dachte ich nicht, dass dieses Konzept etwas für uns ist. Klar, wollten wir fürs Käferchen da sein, aber wir waren ja auch wichtig. Beispielsweise kann ich nicht schlafen, wenn es auch nur eine minimale Lichtquelle und Geräusche im Raum gibt und wenn mich jemand anatmet 😅…ja wir halten nachts Abstand. Und auch wegen des plötzlichen Kindstodes wollte ich auf keinen Fall das Käferchen in unserem Bett schlafen lassen. Meine Mutter war reichlich erstaunt über diese klaren Prinzipien – gab es bei uns früher zwar kein Familienbett, aber ein Familienschlafzimmer und zwar ziemlich lange. Und mein Gitterbett stand immer am Fußende vom Ehebett, sodass ich mittels Purzelbaum in selbiges krabbeln konnte, was ich schon mit eineinhalb tat. Fuß aufs Ehebett, am Gitter hochziehen, sich drüber beugen und zum gewünschten Schlafpartner krabbeln 😁…

Tja und dann kam Ole. Und zunächst schlief er nah bei mir, weil mein Bewegungsradius nach dem Kaiserschnitt so klein war im Bett, ich konnte auch nicht aussteigen mit dem Beistellbett an meiner Seite. Und der Lieblingsmann reagierte mir nachts zu langsam, wenn Ole weinte. Also blieb er in greifbarer Nähe – entgegen aller Ratgeber und im Bewusstseins des Risikos schlief Ole sogar (ohne Schlafsack) mit unter meiner Decke. Wir kuschelten nächtelang und meine Mutter lächelte in sich hinein, wann immer sie fragte, ob Ole schon in seinem Bettchen schläft. Der Lieblingsmann wurde leicht nervös, hatte ich doch ausführlich erklärt, WIE GEFÄHRLICH so ein Familienbett ist. Ich konnte plötzlich schlafen, trotz Nachtlicht, trotz Einschlafmusik für Ole und mit einem Baby, das SO UNFASSBAR LAUT war im Schlaf… gut ein paar Mal schlief ich mit Ohrenstöpseln, weil Ole zu laut drückte und knörte und ich völlig fertig war. Aber ich konnte ihn einfach nicht in sein Bett legen-er schlief darin nicht und ich bekam also auch keinen Schlaf. Der Lieblingsmann zog ins Gästezimmer als er wieder arbeiten musste und Ole lag nun einen Teil der Nacht im Schlafsack auf der Seite des Lieblingsmannes. Am Wochenende schläft dieser bei uns und Ole lag an der Kante zu seinem Bett 😉. Der Lieblingsmann wunderte sich nur noch, wo denn denn der Unterschied sei, ob Ole nun in seinem Beistellbett liegt oder in unserem Bett an der Kante. Der Unterschied war: in unserem Bett schlief er. Und irgendwie brauchten wir die Nähe. Hatten wir uns anfangs noch die Nächte geteilt und ich war ohne Ole ins Bett gegangen, konnte ich nach 5 Wochen nicht mehr ohne mein Baby einschlafen. 😍 ala Dirty Dancing: mein Baby gehört zu mir 😊.

Doch dieses Wochenende war es nun soweit. Ole schlief vorletzte Nacht zum ersten Mal in seinem Beistellbett. Eine Kante von wenigen Millimetern trennte uns. Nach dem Stillen gegen 4 behielt ich ihn dann wieder bei mir…😉 diesmal war es mein Bedürfnis, was ich beachtete. Tja und letzte Nacht schlief er wieder allein. 6 Stunden am Stück. 😍😱 und nach einer Still- und Wickelrunde nochmal zwei weitere Stunden, in denen ich mit dem Lieblingsmann einen Kaffee trinke und diesen Beitrag verfasse. Denn nach 6 Stunden Schlaf weiß mein mütterliche Körper gar nicht wohin mit all der Energie 😂😂😂… und ich träume jetzt gar nicht davon, dass das eventuell kommende Nacht nochmal passieren wird. Aber ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass es sich auszahlt, den Bedürfnissen des Babys nachzugeben und man einen Punkt findet, an dem beide Bedürfnisse wieder zusammen passen. Ole hat durch unsere gemeinsamen Nächte Vertrauen in die Schlafsituation gefasst und als er soweit war, konnte ich auch einen Abstand von immerhin 50 cm zwischen uns bringen. 😊 Und irgendwann wird sich dieser Abstand auf mehrere Meter und 2 geschlossene Türen erweitern… Ole wurde zwischenzeitlich unruhig und ich bin zurück ins Bett geschlüpft. Der Lieblingsmann fragte noch ganz skeptisch: MUSS er denn nicht endlich mal alleine schlafen? Nein, MUSS er nicht. Ob ich nun am Küchentisch tippe oder im Bett ist ziemlich wurscht und wenn er länger ruhig ist, weil ich neben ihm liege, haben wir beide was davon.😊

Auch beim Wickeln haben wir uns Oles Bedürfnissen angepasst. Windelfrei und Abhalten ist echt nicht unser Ding! 🙈 Aber Ole macht ungern in seine Windel…anfangs dachte ich, dass er morgens immer ewig drückt. Mittlerweile hab ich gecheckt, dass das sein „Zeichen“ ist. Denn er macht erst, wenn er auf dem Wickeltisch liegt. Egal ob ich ihn im Bett 15 oder 50 Minuten drücken lasse. Da er Abhalten aber immer noch doof findet-bei uns beiden, egal in welcher Position-lassen wir ihn einfach länger auf dem Wickeltisch liegen. Wir öffnen einmal die Windel, damit er weiß, dass wir bereit sind und dann lassen wir die alte Windel locker auf ihm liegen bis er fertig ist. Anfangs war ich dabei zu ungeduldig und hab entsprechend immer beim eigentlichen Windelwechsel was abbekommen oder brauchte 3 Windeln pro Durchgang. Jetzt weiß ich, dass er einfach Zeit braucht. Und so steht ich morgens gegen 4 Uhr halt 15 Minuten neben ihm und warte, weil das sein Bedürfnis ist. Weil er so am wenigsten Schmerzen hat, denn anstengend ist das Ganze immernoch für ihn.

Und ja es ist eine umständliche Angewohnheit, die ich ihm damit „beibringe“, aber es kommt ihm entgegen und ist auch nur morgens so krass. Tagsüber erledigt er sein Geschäft auch auf dem Wickeltisch, aber da kann er schneller.

In ein paar Monaten wollen wir das Abhalten nochmal versuchen und sobald er sitzen kann, geht’s dazu aufs Töpfchen. Pipi macht er auch gerne beim Wechsel, aber auch problemlos in die Windel, weswegen sich der Aufwand in Grenzen hält. Seit dem ich ihm mit dieser Methode entgegen komme, schläft er im Bett auch nochmal ein. 😊 Sicherlich hat auch die Osteopathin gut geholfen. Wir waren nun bei der Dame, die zunächst die Vorarbeit ihres Kollegen lobte, was ich sehr sympathisch fand. Im Gegensatz zu dem Kollegen, blieb Ole diesmal komplett angezogen (sie hat in Amerika die Ausbildung gemacht und dort darf man Patienten für diese Behandlung nicht ausziehen). Außerdem musste Ole nicht still liegen, sondern wurde von ihr getragen und gehalten und dabei behandelt. Wir saßen alle auf einer großen Behandlungsliege und Ole gefiel es total. Er flirtete mit ihr, weinte kurz bei kritischen Punkten, war aber insgesamt viel entspannter als bei der anderen Methode. Die Osteopathin ist sehr optimistisch, denn die Blockaden sind fast weg – tatsächlich hat er seine Lieblingsseite fast aufgegeben und dreht den Kopf nun frei. 🙌 Da sie auch Heilpraktikerin ist, schrieb sie uns noch 5 🙈 Mittel für seine Verdauung auf. Zu dem, was er schon bekommt… momentan geb ich erst 2 davon, da es quasi eine Aufbaukur für die Darmflora ist. Kaiserschnittbabys fehlen ja die Bakterien aus der Scheide, weswegen sie häufiger Darmprobleme haben. In Großbritannien werden sie daher nach dem Kaiserschnitt mit Vaginalsekret bestrichen- ich wusste das, hatte aber im Krankenhaus vergessen zu sagen, dass ich das möchte. 😕 Jedenfalls machte Ole direkt nach der Behandlung erstmal ne Windel mit grünem Schleim voll. Dann hatten wir noch 4 harte Tage und 2 Tage nachdem wir die ersten Mittel gaben, wurde es viel besser. Er weint weniger und hat sichtbar weniger Schmerzen beim Geschäft. Dafür stinkt es mehr 😉… Sab Simplex braucht er grad gar nicht. Ich hatte mich natürlich vorher über die probiotischen Mittel belesen – wollte meinem Baby ja nicht irgendwas geben, auch nicht, wenn es von einer Koriphäe kommt. Aber für mich sind Babys auch der Beweis, dass Homöopathie und Osteopathie funktionieren. Ole kann sich kaum eine Verbesserung einbilden und der Zufall wäre hier schon sehr groß, schließlich sind wir von den magischen 12 Wochen weit entfernt. 😁

Seine Kasse übernimmt die Behandlung leider nicht, weil diese Osteopathin bei ihnen keine Zulassung hat. Wir haben jetzt noch einen Termin und sollten dann fertig sein…🎉 Wenngleich Ole immernoch kein einfaches Baby ist und teilweise schnell weint, merke ich, dass er nun nicht mehr aus Schmerz weint, sondern weil er halt seine Bedürfnisse schnell erfüllt haben will. Und irgendwie find ich es auch cool, dass er so für seine Bedürfnisse „kämpft“ und sich zum Beispiel nicht von einem Schnuller ablenken lässt, weil dieser nunmal nicht sein eigentliches Bedürfnis erfüllt…der macht nicht satt und ist auch nicht kuschelig. 😉

Sein letztes großes Bedürfnis ist das Tragen. Das war unsere absolute Rettung! Ich bin unendlich froh über die Trageberatung und den Entschluss zu tragen… ich finde es zwar recht anstrengend, aber Ole liebt es und lässt sich oft dadurch beruhigen. 😍 letztlich kaufen wir uns nun eine Emeibaby – weil der Lieblingsmann die am besten fand und er vor allem abends und unterwegs viel trägt. Ich finde die Biobaumwolle und die Produktionsbedingungen bei dieser Trage auch toll. Wobei mein Favorit vom Handling ja die cybex yema ist (leider die einzige Tai, die bei mir nicht auf den Nacken drückte). Hier ist Stoff und Produktion weniger toll und sie ist unfassbar teuer – sollte mir die Emeibaby aber auf Dauer zu unbequem und kompliziert sein, werde ich dennoch in die Yema investieren, denn hier gehen Rückenschonung und Handling vor! Unser Tuch mag Ole leider immernoch nicht (keine Ahnung warum) und ich werde es wohl wieder verkaufen… wenngleich nichts sich so gut anpasst, wie ein Tuch. 😕 Falls jemand Interesse hat. Es ist ein langes, festes von Hoppediz in Türkis. Es ist gebraucht gekauft – also bereits eingetragen. Fritz hat es nie berührt und wurde nie darin getragen 😋.

So herzlichen Glückwunsch an alle die bis hierher durchgehalten haben! Mein Fazit: Man muss einen guten Mix aus allen Bedürfnissen finden, aber im Zweifelsfall lebt man ruhiger, wenn man sich möglichst am Baby orientiert. 😘 Außerdem denke ich mir: Ich konnte mich 32 Jahre voll ausleben, da kann man mal ein paar Monate zurückstecken. Und auch mit einem Baby kann man nach und nach „verhandeln“. 😉

Eine schöne Woche wünscht euch Frau Mutterherz 💕

Edit: Ole vermittelt seine Bedürfnisse so klar, dass sogar meine Mutter (Verfechterin in des 3 Stunden Rhythmuses und absolute Trageverächterin) gestern 30 Minuten nach einer Stillrunde rief – das Kind will nochmal trinken! Und dann säuselte: na vielleicht nimmt dich die Oma auch mal in die Trage. fand ich ja mega! 😍😊

Seid doch einfach still… Stillgeschichten

Nach unserem blutigen Stillstart und den heftigen Schmerzen, sind wir nun nach fast 7 Wochen ein eingespieltes Team und ich habe nur noch selten Schmerzen. So richtig entspannt hat sich das Ganze, nachdem ich mich selbst nochmals intensiver mit dem Thema Stillen befasst hatte. Ich habe einen tollen Youtubekanal einer Stillberaterin gefunden und so unsere Technik für mich nochmals überprüft. Außerdem habe ich mich mit natürlichen Stillpositionen befasst und seitdem ich die klassischen Haltungen nicht mehr ständig praktiziere, bin ich nicht mehr so verspannt und auch Ole trinkt teilweise ruhiger beim natural breastfeading. 😊 Er schläft immernoch kurz nach dem Stillen ein (wacht dann leider schnell wieder auf) und diese paar Minuten nutze ich als intensive Kuschelzeit – sozusagen als spätes Wochenbett. 😍 Wenn er wach ist, geht das leider nicht, denn dann zappelt er andauernd. 🙈😉

Wir praktizieren mittlerweile Einschlafstillen – auch für mich, denn ich kann endlich im Liegen stillen. 😊🎉 Manchmal stillen wir ganz intensiv mit Augenkontakt und einem kleinen „Gespräch“ (ich merke ganz gut, wann Ole dieses intensive Stillen braucht). Und dann stillen wir wieder ganz nebenbei, weil ich dabei esse oder TV schaue etc.- ich hasse es nämlich genauso wie Ole hungrig zu sein, daher kann ich mittlerweile sogar ganze Mahlzeiten mit Messer und Gabel verdrücken, während ich stille 😁! Hierfür ist ein großes Stillkissen wirklich sinnvoll, sonst braucht man keines, finde ich.

Und hier noch ein paar Stillpositionen, von denen ich anfangs NIE gedacht hätte, dass ich das hinbekomme… schon gar nicht im 2. Monat. 😉

Stillen im Stehen, im Bus unter einer Brücke an der Hauptstraße und stillen auf dem Bürostuhl (hat Rollen und keine Armlehne!) während ich ein fünfseitiges Dokument einscanne und per Mail versende 😅… MamaLevel Stufe 3. 🏅

Eigentlich komme ich also gut zurecht… wenn da nicht die Kommentatoren am Rande wären. Dass der BEDARF eines Babys keinem festen Rhythmus folgt, können und wollen manche Menschen einfach nicht akzeptieren. 😤 wenn jemand dann fragt, ob Ole schon wieder Hunger hat, nervt mich das echt… ich mag den Vortrag nämlich nicht mehr halten (in anderen Kulturen schaut keiner auf die Uhr, ob das Baby auch im richtigen Rhythmus stillt und in heißen Regionen würden Babys sterben bei diesem Rhythmus 🤨). Darüber hinaus ist es natürlich für mich belastend, dass ich ein Baby habe, das meist nur 2 Stunden oder weniger aushält (muss mir keiner aufs Brot schmieren) und abends ist mein Milchspendereflex wohl wirklich verzögert (zu gestresst/erschöpft?) – da wird geclustert was das Zeug hält. Aber es ist nunmal so. Solange er wächst, wenn ich ihn so oft anlege, möchte ich nicht zufüttern – auch wenn ich teilweise dauerstille. Ich hab ja sonst nix zu tun…🙈

Aber wie gesagt, die doofen Nachfragen nerven einfach. Jedoch mein Plan steht: Ich werde sie mit ihren eigenen Waffen schlagen.😏 Beim nächsten Fest/Grillen, wenn sich ein Kommentator ein 2. Getränk holt, dann werfe ich ein SCHON WIEDER??? 😱😱😱 in die Runde 🤣 Das wird mega!

Der letzte Aspekt, mit dem man sich beim Stillen befassen sollte/muss, ist: Wo ziehe ich blank – will heißen – vor wem stille ich? Denn abpumpen und mitnehmen, ist mega umständlich und manche Babys nehmen ja auch kein Fläschchen 😉. Und 6 Monate Isolation ist für mich auch keine Option. Schreienlassen sowieso nicht. Daher ziehe ich blank, wann immer Ole es braucht. 😁 Anfangs war der Gedanke natürlich seltsam. Aber dann kam unser Ausflug zum See und ich überlegte mir, dass ich vor ein paar Jahren noch oben ohne an sämtlichen Seen der Umgebung lag, dass wir regelmäßig die Sauna gehen- dass es also schon weitaus nichtigere Gründe gab, meinen Busen zu zeigen… Stillen ist natürlich und wichtig. Und selbst bei einer großen Brust, sieht man mit Kind davor so wenig, dass man schon hinstarren muss, um sich belästigt zu fühlen. (Stillschal ist bei meinem Zappel-Ole keine echte Option 😅)

Und auch wenn ich immer mal irritierte Blicke ernte – z.B. beim Kinderarzt 🤣, wie doof ist das denn…?!? Kamen auch schon Mütter, die mich fürs öffentliche Stillen gelobt haben, was ich sehr schön fand. 😊 Ich stille (bisher) nicht vor meinem Vater und Schwiegervater (weil es ihnen unangenehm ist), vor männlichen Arbeitskollegen (weil mir das unangenehm ist) und bei Freunden kommt es immer auf die Situation an. Wenn wir Besuch haben, geh ich meist ins Wohnzimmer und frage die Freundin, ob sie zum Quatschen mitgeht, während der Freund bei Björn bleibt. Da Oles Patin vor uns stillt, stille ich auch vor ihr und ihrem Mann – und zwar ganz entspannt. 😊 Ich denke, dass ich das sogar für andere Freunde übernehme, denn meist nervt es mich, das Gespräch zu verlassen (und zu verpassen 😉). Bei Feiern oder zu Tisch gehe ich zum Stillen einfach ein wenig weg, aber ich verstecke mich nicht…

In einer Gesellschaft, in der sogar Pizza mit nackten Frauen beworben wird, ohne dass sich jemand aufregt, sollte öffentliches Stillen eigentlich kein Problem darstellen.

Wie handhabt ihr das? Oder gehört ihr zu den Glücklichen mit den 3-Stunden-Babys, wo man das alles prima timen kann?

Stille Grüße von Frau Mutterherz 💕

Mutter werden – Selbstbewusstsein wieder finden

So viele Dinge gehen mir durch den Kopf. So viel worüber ich schreiben will… Stillen, Tragen und spätes Wochenbett.

Aber so richtig sortiert bekomme ich grad nichts – denn entweder ist es gerade zu anstengend oder zu schön mit Ole. 😍

Unsere zweite Woche als Team ist angebrochen und auch wenn es alleine mit Baby komplizierter ist, so hat dieser Umstand doch endlich etwas hervor gebracht, was ich seit der Geburt vermisste… mein (mütterliches) Selbstbewusstsein. Die gröbsten Hormonumstellungen sind überstanden und ich erkenne mich selbst endlich wieder, sodass ich nun auch auf die Suche nach meinem neuen Selbst als Mama gehen kann. 😊 Ich habe nicht mehr das Gefühl, ständig überfordert zu sein (obwohl die Situation nicht viel anders ist) und höre mehr auf mein Bauchgefühl. Das heißt ich kann mein Handeln nun endlich auch vor meinem Umfeld erklären und dazu stehen… z.b. wenn ich Ole mal wieder im 20 Minutentakt stille oder ihm keine Strümpfe anziehe.

Ich bin an dem Punkt zu sagen: Das ist mein Kind und ich weiß, was für uns das Beste ist.

Begonnen hat diese Entwicklung vor zwei Wochen als ich der Hebamme sagte, dass sie erstmal nicht mehr kommen braucht. Ab da habe ich mich kontinuierlich über alle Themen, die mich akut beschäftigten, selbst informiert und teilweise die üblichen Wege verlassen, um unseren Weg zu finden… ich bin noch dabei und denke es wird langsam besser. Schließlich konnte ich die Hebamme letzte Woche doch nochmal zu einem Termin bitten – sie war ganz überrascht. Ich stellte ihr ein paar Fragen und bekam sogar recht ausführliche Antworten. Und sie stellte fest, dass Ole nun ganz anders drauf sei. Vielleicht weil er merkt, dass seine Mama nun wieder die Verantwortung übernimmt… 😉

Der Termin war jedenfalls wichtig für mich, so hab ich einen positiven Abschluss gefunden und starte nun selbstbestimmt in mein spätes Wochenbett, von dem ich bestimmt bald berichte.😍

Viele Grüße von Frau Mutterherz

Da bin ich wieder…

Da Ole nun schon eine Weile schläft, konnte ich tatsächlich meine Seite überarbeiten und kehre nun mit gutem Gewissen zurück! 😉

Vielleicht ist nicht alles super sonder safe, aber ich lass das jetzt so. Ich zeige meinen guten Willen euch über die Nutzung eurer Daten umfassend aufzuklären und kann nur nochmal sagen: Wem das hier zu gefährlich ist, der melde sich ab und ziehe nach MeckPom – dort gibt`s ganze Landstrich ohne Netz!

Herzlichen Dank liebe Kiwule – dein Beitrag gab mir den nötigen Überblick, das hier anzugehen.

Ich hoffe ihr habt noch Lust hier mitzulesen, wie Ole uns auf Trab hält… viele Grüße von Frau Mutterherz

 

Hoffentlich nicht nur eine Phase

Die letzte Woche mit dem Lieblingsmann ist um. Ab Montag bin ich hier alleine an der Front… natürlich hab ich etwas Bammel davor. Aber wenigstens ist es nur noch Bammel – denn letzte Woche war es noch blanke Panik.

Ich sah mich schon tagtäglich hungrig und durstig im Nachthemd dauerstillen…🙈

Aber heute keimt etwas Hoffnung in mir auf. Denn mein Baby schläft – seit gestern 22 Uhr. Mit kurzen Wachphasen zum Stillen – ca alle 3 Stunden. Es ist unfassbar. Ich habe gewischt und meine Anträge fertig gemacht… und er hat einfach friedlich geschlafen, ohne im Schlaf zu jammern oder zu weinen. Nur bei einem ganz fiesen Pups weint er mal kurz und drückt-aber insgesamt liegen Welten zwischen dieser und letzter Woche! 😍

Montag war unser Hochzeitstag und wir waren mit ihm bei seiner Patin und abends holten wir uns eine Pizza und Salat und picknickten mit ihm im Bus. Er schlief solange wir aßen und wollte anschließend auch gestillt werden… dann fuhren wir heim. Die Nacht war eher so semigut… Ole war viel wach – was dann auch für mich galt.

Dienstag war Ole nicht so gut drauf. Nutzte aber nichts – wir mussten zum Hüftultraschall. Dort war alles ok, aber Oles Laune war ausbaufähig. Er schlief erst ein, als wir nachmittags zur Trageberatung fuhren und verschlief den Termin fast komplett. 😁 Von der Beratung waren wir sehr begeistert. Wir probierten min. 8 Modelle und haben nun die Kokadi TaiTai und die Emeibaby zum Testen zuhause. Da die Beraterin frei ist und auch keine Tragen verkauft, fühle ich mich echt objektiv und fair beraten. Nächste Woche bekommen wir noch die Bondolino und eine andere Tai zum Testen. 🤩 Ich kann das nur dringend empfehlen, denn ich musste schnell feststellen, dass meine Favoriten gar nicht zu meinem Körperbau passen. Es wird definitiv keine Fräulein Hübsch… Die Beraterin zeigte mir auch nochmals wie ich mein Tuch richtig binde. Und dann kam das Beste: Nachdem wir von Oles Problemen erzählten und der Terminnot bei der sehr guten Osteopathin – bot sie uns ihren Termin an! Der ist schon nächste Woche!😍😍😍 Ich wäre ihr am liebsten um den Hals gefallen. Sie meinte, dass die Osteopathin eine BabyKoryphäe sei und wenn es Ole hilft, verzichtet sie auf ihren Termin. Wir sind sehr sehr glücklich über so viel Nächstenliebe.

Mittwoch waren wir dennoch bei dem „Ersatz“Osteopathen, da er uns ja netterweise so schnell eingeschoben hatte und ich Ole schnellstmöglich helfen wollte. Leider fand ich den Mann und die ganze Behandlungssituation nicht so toll, umso froher bin ich über den Termin nächste Woche. Allerdings muss ich sagen- blödes Bauchgefühl hin oder her- es geht Ole schon besser! 🎉😍🎉

Direkt nach der Behandlung schlief er 4 Stunden am Stück und wir konnten mit ihm im Biergarten Mittag essen. 😊 Der Mittwochabend war katastrophal- er schrie sich stundenlang die Seele aus dem Leib. Er war untröstlich und musste wohl den Tag verarbeiten.

Aber irgendwann ging ich mit ihm ins Bett und er schlief. Die Nacht war gut und so konnten wir Donnerstag mit der Patin und Familie in den Heimattiergarten gehen. Ole schlief die komplette Zeit in der Trage beim Lieblingsmann. Abends folgte allerdings wieder eine schlimme Schreiphase… 😔 aber auch hier zeigt sich der Vorteil der Trage. Er weint zwar trotzdem, aber man selber ist nicht noch körperlich belastet wie beim Rumtragen auf dem Arm.

Unsere Nacht war gut. Die Blähungen heute morgen nicht gar so schlimm und Ole schläft und schläft – als würde er alles nachholen, was ihm von den letzten Wochen fehlte. 🤩 Ich bin so froh und hoffe, dass er nun mehr Ruhe findet – wenngleich er noch sehr angespannt ist beim Schlafen. Das kommt wohl von seinem Kopf und Genick… der Lieblingsmann hat beim Osteopathen erstmals erwähnt, dass mein Körper in dem Augenblick als sie Ole rauszerren mussten, sich um 30 cm anhob. Es wirkten also große Kräfte auf unseren Spatz.

Ich bin gespannt, was die Osteopathin nächste Woche noch bewirken kann. Vielleicht wird ja seine Verdauung noch etwas besser. Aber auch so bin ich sehr beruhigt und hoffe, dass diese positive Entwicklung anhält. 🌠 Denn mitterweile lacht er auch mal ganz zuckersüß, wenn er wach ist und dann schmilzt mein (Mutter)Herz 💕…

Ein schönes Wochenende wünscht euch Frau Mutterherz 💕

1. Monat mit dir 💕

Ganz verwundert schaue ich heute auf den Kalender… 4 Wochen bist du Käferchen nun schon auf der Welt. Und bist irgendwie gar kein Käferchen geworden.. 😏

Papa nannte dich gleich sein Spätzchen. Und ich nannte dich kleine Krähe und Schnüüüütchen – denn dein Mund zieht einfach so witzige Grimassen. Und noch ein Kosename ist hier sehr beliebt: Knöri Knörson von Knörhausen 😂

Denn wir kennen kein Kind, das so viel knört. Du windest und streckst dich permanent und kriechst von meiner Brust ins Stillkissen – wo du am liebsten schläfst. Wehe ich lege dich weg… selten hab ich dann mehr als 3 Minuten bis du dich lautstark meldest. Am besten bleibe ich stundenlang auf der Bank im Esszimmer sitzen – im Wohnzimmer schläfst du erst seit ein paar Tagen ein. Und wenn wir ganz viel Glück haben, schläfst du weiter, wenn wir das Stillkissen beim Ablegen um dich legen. Dann finden auch wir etwas Schlaf.

Denn du bist sehr wach – knappe 12 Stunden reichen dir und zum Teil willst du die komplett auf mir verbringen- ich darf dabei aber nicht liegen, d.h. nicht schlafen – nicht dass ich noch ein Schnütchen verpasse. 😅 Deshalb bin ich auch sehr müde und manchmal verzweifelt, wenn du so lange (grundlos) schreist.

Wobei ich deine Signale nun besser verstehe, was das Schreien reduziert. Aber die bösen Pupsis quälen dich noch oft und dann hilft irgendwie nichts… manchmal die Bauchlage.

Seit dieser Woche akzeptierst du ganz kurzzeitig auch einen Schnuller. Gewonnen hat der Philips Avent 🎉🏅- nachdem wir hier sämtliche Marken rauf und runter probiert haben. Und zweilmal hast Du auch schon abgepumpte Muttermilch aus deinem Philips Fläschchen getrunken- auch hier haben wir vier Marken durchprobiert. Angeblich spart man ja beim Stillen… 🤣🤣🤣 aber es wäre schon top, wenn Papa oder Oma dich mal füttern könnten, dann kann ich im Herbst nämlich wirklich ein bisschen arbeiten oder abends mal ausgehen.

Momentan beschreibt dich ein Wort ganz gut: Du bist laut. Nicht nur, wenn du weinst, auch beim Schlafen. 😅 Aber du bist auch eun echter Sonnenschein – wenn wir morgens durch die Küche tanzen und ich singe, dann strahlst du mich richtig an. Es ist schonnein richtiges Lächeln. Und kräftig bist du. Dein Köpfchen hälst du schon oben – sogar in Bauchlage. Und du drehst dich vom Bauch auf den Rücken und freust dich dann… wir waren beim ersten Mal völlig perplex. Du wiegst nun 4,5 kg und bist 57 cm groß – etliche Sachen mussten wir schon aussortieren. 😱 Du wächst einfach viel zu schnell…

Heute waren wir bei Uroma und Uropa und du hast mal gezeigt, wie laut du sein kannst. Aber weil Uroma Säuglingsschwester war, war ihr das egal… sie hat dich mit ihren 86 Jahren sogar hoch genommen.

Und so ein bisschen zeichnet sich ein Tagesrhythmus ab – morgens hast du Blähungen, bist aber zwischendurch ganz umgänglich. Mittags schläfst du bis etwa 14 Uhr und dann beginnst du am Nachmittag zu clustern. Ab etwa 19 Uhr schläfst du 3 Stunden am Stück, danach ist es recht unterschiedlich, wobei du den 2. Teil der Nacht eigentlich viel wach bist, weil da dein Bauch schon drückt…so gerne würden wir dir deine Schmerzen abnehmen! 💗

In deiner ruhigen Abendphase waren wir gestern erstmals kurz weg – für eine Stunde auf dem Geburtstag unseres Trauzeugen. Nachmittags waren wir schon mit dir dort, aber es war dir einfach zu trubelig. Abends hat Papa mich dann überredet, Oma kurz auf dich aufpassen zu lassen. Und da wir nur 2 Minuten entfernt waren – hab ich dich tatsächlich zum ersten Mal allein gelassen. Beim Gehen flossen noch ein paar Tränchen bei mir und Oma und Opa waren genauso aufgeregt wie wir- aber du hast alles einfach verschlafen. 😍

Ach Spätzchen wir lieben dich so unheimlich sehr – auch wenn du vielleicht kein Anfängerbaby bist, bist du einfach perfekt! 💕

DATENSCHUTZ und so…

… erst heute Morgen hab ich mitbekommen, dass ich da tätig werden müsste.🙈

Da ich weder Lust noch Zeit habe mich JETZT damit auseinander zu setzen, wechsel ich morgen in den Privatmodus..

Könnt ihr mich dann noch lesen? Ich weiß es nicht…

Reicht das erstmal? Ich weiß es nicht… ich hoffe doch.

Da mich unser Sohn teilweise 24/7 beschäftigt-an schlechten Tagen geht hier gar nichts.. werde ich das so schnell evtl. Aucg nie mehr ändern. SCHADE. Wer dann keinen Kontakt mehr findet… Ich fand den Austausch mit euch unheimlich hilfreich. Danke für all die Unterstützung! 😘😍😘

Wer der Illusion erliegt, er könne im Netz unterwegs sein und irgendwelche Kontrolle über seine Daten behalten, der melde sich am besten hier ab.. denn ich werde euch so schnell nicht sagen können, was WP mit euren Daten macht.

Aber hierzu ein schlauer Spruch, den ich in der Schule immer bringe: 😏☝️

Wenn ein Internetdienst kostenlos ist, sollte man überlegen, ob man wirklich der Kunde ist oder nicht doch eher die Ware. 😉

In diesem Sinne,

bis irgendwann und alles Liebe von Frau Mutterherz

Und dann steht dein Herz kurz still

Das mit diesem ruhigen Wochenbett gebe ich jetzt einfach auf! Hier wird zwar gekuschelt, aber ruhig und entspannt ist hier nichts. Der gestrige Morgen verlief eigentlich ganz gut, obwohl ich mit Ole allein war. Er ließ sich erstmals ohne Protest ins Tuch binden und schlief binnen 3 Minuten ein. Also erledigte ich ein paar Kleinigkeiten, ging mal kurz durch den Garten, um zu testen wie gut ich mit Tuch laufen kann und stillte ihn anschließend wieder. Nach ein bisschen Quengeln ließ er sich erneut einbinden und ich machte mir Mittagessen und zappte kurz bei der royalen Hochzeit vorbei 😉. Da er fest schlief, legte ich ihn im Stubenwagen ab. Ich musste dann mal fix raus und Fritz festhalten, weil unsere Tierärztin vorbei kam und ihn angucken wollte.

Zurück im Haus hörte ich wie Ole wach wurde und sah nach ihm. Ich schaute ihn an und dachte: Mensch Kind, du hast ja Dreck am Auge. Wo kommt der denn her?! 🤔 Mit dem Finger ging es nicht weg, außerdem kniff Ole immer das Auge zu und ich kam nicht mehr ran.

Also legte ich ihn an und wollte den vermeintlichen Dreck mit einen Taschentuch wegwischen. Ging auch nicht. 😞 Ich machte die Taschenlampe meines Handys an…

Und dann blieb mein Mutterherz stehen. Der Dreck war eine ZECKE. EINE ZECKE AM AUGE MEINES 22 TAGE ALTEN BABYS! 😲😲😲

Mein Hirn überschlug sich. Schließlich rief ich mit letzter Selbstbeherrschung den Lieblingsmann an, damit er sofort heim kommt. Er hatte den Bus mit der Base der Babyschale… 🙈zum Glück war er innerhalb von 10 Minuten da. In der Zwischenzeit stillte ich und brauchte all meine Kraft mich nicht völlig in Tränen aufzulösen. 😭

Wir fuhren natürlich schnellst möglich ins nächste Klinikum mit Kinderstation, welches 25 Kilometer entfernt ist. (Es gibt 2 nähere Kliniken, die aber keine Kindernotfälle behandeln.)

Dort wurden wir direkt zur Kindernotaufnahme weiter geschickt, wo wir zum Glück gleich dran kamen. Wir waren beide ziemlich durch den Wind, während Ole in seiner Schale schlief.

Ich legte ihn dann wieder an, damit er sein Auge entspannt, während der Lieblingsmann und eine Schwester ihn fixierten. Die junge Assistenzärztin entfernte das Viech schließlich mit einer Pinzette. Außer Ole atmete keiner von uns währendessen…🙈

Immer wieder schossen mir die schlimmsten Spätfolgen durch den Kopf. Die Ärztin hält eine Übertragung von FSME oder Borreliose für unwahrscheinlich, da die Zecke max. eine Stunde auf ihm war und noch nicht sehr fest steckte… einem so kleinen Wurm kann man natürlich keine Medikamente pro forma geben.

Wir können nur beten, dass nichts passiert und ihn gut beobachten. 💖👼🏻

Wie das Viech auf ihn kam, bleibt ein Rätsel. Fritz darf nämlich nicht in Oles Nähe bzw. an seine Sachen. Und wir legen immer eine Decke unter Ole – selbst auf dem Sofa (auf das Fritz auch nicht mehr darf). Außerdem war Ole den ganzen Morgen im Tuch… verrückt, wie hilflos einen so ein kleines Tier macht. 😓 Unsere Elternliebe hat uns in dieser Situation quasi überrannt!

Spooky ist übrigens, dass die Tierärztin da war, um Fritzis Auge zu begutachten. Er hatte da nämlich an exakt der gleichen Stelle letzte Woche eine Zecke. 🤔 Die Katze ist wohl wirklich unsere Vorbereitung aufs Elternsein. 😉

Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel Mamaerfahrung in so kurzer Zeit sammeln werde. 🙈 Gedanklich verabschiede ich mich jetzt jedenfalls vom Wochenbett… zumindest in seiner romantischen Form. 😘 Aber das Wichtigste ist, ich lerne mein Baby trotzdem kennen… Er ist ein unfassbar tapferer kleiner Kämpfer. 😍

Ich hoffe der Bub gibt seine Affinität zu Ärzten bald auf.. und wünsche euch ruhige Pfingsten.

Liebe Grüße von Frau Mutterherz